Angst vor Gehirnerschütterungen Kopfballverbot für US-Nachwuchsfußballer

Das Kopfballpendel muss warten: US-Nachwuchsfußballer dürfen bis zum elften Lebensjahr nicht mehr köpfen - das hat der Verband entschieden. Eine Elterninitiative hatte wegen der Gefahr von Gehirnerschütterungen geklagt.
Kopfball: Jugendspieler in den USA sollen künftig darauf verzichten

Kopfball: Jugendspieler in den USA sollen künftig darauf verzichten

Foto: Corbis

Der Fußballverband der USA hat auf eine Reihe von Kopfverletzungen im Nachwuchsbereich reagiert und ein Kopfballverbot für Spieler unter elf Jahren erlassen. Kicker bis 13 Jahren dürfen im Training zudem nur noch eingeschränkt köpfen. Das berichtet die "New York Times " mit Verweis auf den US-Verband.

Die Regeln gelten demnach für alle Jugendnationalteams und Ausbildungseinrichtungen des US-Verbands, sowie für die Nachwuchsmannschaften der Major-League-Soccer-Vereine. Für andere Fußballeinrichtungen in den USA, die nicht der Kontrolle des Verbands unterliegen, sind es hingegen lediglich Empfehlungen.

"Wir wollen Richtlinien einführen, die potenzielle Kopfverletzungen verhindern", sagte George Chiampas, der Chefmediziner des US-Verbands. Die Forschung über Gehirnerschütterungen im Jugendfußball entwickle sich immer weiter, und dasselbe gelte für die Regeln des US-Fußballs.

Im Herbst des vergangenen Jahres hatte eine Elterninitiative gegen den Fußballweltverband Fifa und die US-Fußballverbände geklagt, um das Kopfballspiel zu begrenzen. Gerade für junge Spieler seien Kopfbälle gesundheitsgefährdend, hieß es damals in der Klageschrift der kalifornischen Soccer Moms. Vor allem Gehirnerschütterungen drohten den Fußballern.

Die Initiative, die sich die Unterstützung der nationalen Hochschulsport-Organisation NCAA gesichert hat, verlangte unter anderem ein wissenschaftliches Monitoring-Programm, das die Gesundheitsschäden eines zu intensiven Kopfballspiels genau untersuche. "Es gibt eine Vielzahl von Kopfballverletzungen auf allen Ebenen", so die Initiative.

bka