Krisenclub Freiburg hat einen Sorg weniger

1:4-Klatsche gegen Dortmund, Schlusslicht in der Bundesliga - jetzt zieht das Management des SC Freiburg die Konsequenzen. Der Club trennt sich von Trainer Marcus Sorg. Vorerst übernimmt dessen Assistent die Mannschaft.

Trainer Sorg: Keine Zukunft in Freiburg
dapd

Trainer Sorg: Keine Zukunft in Freiburg


Hamburg - Trainerwechsel in der Winterpause: Das Bundesliga-Schlusslicht SC Freiburg hat sich von Trainer Marcus Sorg getrennt. Das bestätigte Sportdirektor Dirk Dufner am Donnerstagmittag auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz. Sorgs bisheriger Assistent Christian Streich übernimmt seine Nachfolge beim Tabellenschlusslicht. "Wir haben ihm einen langfristigen Vertrag angeboten, er soll keine Interimslösung sein. Er kennt die Mannschaft und die Spieler", sagte Dufner. Streich war schon als Spieler in der zweiten Liga für die Freiburger aktiv. Außerdem absolvierte er zehn Bundesligaspiele für den FC Homburg.

Nach der 1:4-Niederlage am 17. Spieltag gegen Dortmund ist Sorg mit der Mannschaft auf dem 18. Platz der Bundesliga in die Winterpause gegangen. Am 2. Januar wollte er mit den Spielern wieder ins Training einsteigen.

Sorg hatte erst im Sommer das Traineramt von Robin Dutt übernommen. Zuvor hatte der 46-Jährige die Regionalligamannschaft des SC Freiburg betreut. Der Trainer holte in der Hinrunde nur 13 Punkte mit dem Club. Im DFB-Pokal schieden die Freiburger zudem schon in der ersten Runde gegen den Drittligisten SpVgg Unterhaching (2:3) aus. "Wir müssen alles für die erste Liga tun, aber auch für die zweite Liga vorbereitet sein", kommentierte Dufner die sportliche Situation des Clubs.

Zuletzt hat die Vereinsführung des SC Freiburg um Sportdirektor Dirk Dufner für einen personellen Paukenschlag gesorgt. Mittelfeldspieler Yacine Abdessadki wurde gekündigt, fünf weitere Profis, unter anderen auch Kapitän Heiko Butscher, müssen sich neue Vereine suchen. "Ja, wir haben den Spielern mitgeteilt, dass wir sportlich künftig nicht mehr mit ihnen planen", sagte Dufner.

Bislang hatte der Verein in seiner Bundesliga-Geschichte noch nie vorzeitig einen Trainer entlassen. Volker Finke verließ die Mannschaft 2007 nach 16 Jahren, Dutt wechselte im Sommer nach vier Jahren zu Bayer Leverkusen.

joe/dapd

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