Kühne Pläne 1860 München sagt Barcelona den Kampf an

Spätestens 2014 Aufstieg in die Bundesliga, zehn Jahre später soll 1860 München dem FC Bayern und Barcelona Konkurrenz machen: Die Pläne von Hasan Ismaik stehen - dabei hat der arabische Investor den finanzschwachen Zweitligisten gerade erst vor der Insolvenz gerettet.

1860-Investor Ismaik: "Auf einer Stufe mit dem FC Barcelona"
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1860-Investor Ismaik: "Auf einer Stufe mit dem FC Barcelona"


Hamburg - Eines steht bereits jetzt fest: Man wird Hasan Ismaik nie vorwerfen können, er habe keine Ziele. Da ist es zunächst einmal zweitrangig, ob sich die ehrgeizigen Pläne des 1860-Investors auch realisieren lassen. Der arabische Unternehmer, der den taumelnden Zweitligisten erst vor etwa einer Woche vor dem finanziellen Aus gerettet hatte, weiß genau, wie die Zukunft des Münchner Clubs aussehen soll.

"Ich möchte, dass wir hier gemeinsam Erfolg haben. In drei Jahren wollen wir in der Bundesliga sein und dann dort eine gute Rolle spielen", sagte der 34 Jahre alte Multimillionär bei einer Pressekonferenz. Ismaik hat für 18 Millionen Euro 49 Prozent der Kommanditgesellschaftsanteile erworben und damit den Traditionsverein vor der Insolvenz gerettet.

"Müsste alles perfekt laufen"

Jetzt sollen die "Löwen" endlich in eine erfolgreiche Ära starten. Oder wie es Ismaik ausdrückt: "Der Löwe hat jetzt lange genug geschlafen, jetzt wird es Zeit, dass er wach wird." Natürlich habe er auch "Träume und Wünsche", sagte der Geschäftsmann: "Ich würde mir wünschen, dass wir in zehn Jahren auf einer Stufe mit Barcelona und dem FC Bayern stehen. Aber man muss auch realistisch sein. Um das zu schaffen, müsste alles perfekt laufen."

Und weil er schon einmal die sportliche Zukunft des Vereins skizziert hatte, beruhigte Ismaik auch gleich besorgte Fans, die vermuten, er wolle mit dem den Verein bloß Geld verdienen. "Ich möchte den Verein nicht wieder verkaufen. Sollte der Club irgendwann Gewinne einfahren, möchte ich das Geld wieder in die Mannschaft und vielleicht auch in die Infrastruktur investieren", sagte Ismaik.

Wieviele Millionen er in den kommenden Jahren in den Club pumpen wird, ist offen. Erst einmal sei ein Übergangsjahr geplant. Die Konsolidierung des Vereins stehe im Vordergrund.

Aber dann sollten sich die Spitzenclubs Europas warm anziehen.

chp/dapd/dpa/sid



insgesamt 9 Beiträge
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tomkey 07.06.2011
1. 2024
Zitat von sysopSpätestens 2014 Aufstieg in die Bundesliga,*zehn Jahren später soll*1860 München dem FC Bayern und Barcelona Konkurrenz machen:*Die Pläne von Hasan Ismaik*stehen - dabei hat der*arabische Investor den finanzschwachen Zweitligisten gerade erst vor der Insolvenz gerettet.** http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,767224,00.html
Ob es 2024 Barca noch gibt??
username987 07.06.2011
2. offene zeche
wenn ich mich recht erinnere, haben die löwen noch einen deckel bei der catering-gesellschaft. einige 100.000 bockwürstchen mit kartoffelsalat sind bislang nicht bezahlt worden. vielleicht kann der typ ja erstmal diese und andere schulden begleichen. ansonsten scheint der 100%-ig zum turn- und sportverein zu passen...
immanuelkanns 07.06.2011
3. Fürwahr, der Mann passt zu dem "Verein"
wie die Faust aufs Auge: Kaum hat man wieder Luft zum atmen, werden große - besser: fantastische - Ziele ausgegeben. Auch der Präse hat ja heute in der FAZ bereits wieder etwas von "Geschichte leben" und davon, dass die Fans den FC Bayern-Fans wieder auf Augenhöhe begegnen können sollen, fabuliert. Die sind weiter weg vom FC Bayern als die Sonne von der Erde, fliegen dabei aber scheinbar immer noch wie Irakus zu nah an das Zentralgestirn. Aber offensichtlich liegt Wahnmoching mittlerweile in Giesing. Armes Giesing!
unifersahlscheni 07.06.2011
4. loooooool...
...und dann heißt es wir Deutschen hätten keinen Humor. ;---)
kasul 07.06.2011
5. Alles halb so schlimm...
Wenn man die Homepage der 1860er anschaut, dann liest sich das schon ganz anders. Auszug: "Auf die Frage, wo er den TSV 1860 München in zehn Jahren sähe, antwortete der Araber mit sehr viel Humor. "Am liebsten dort, wo Barcelona im Moment steht. Davon zu träumen ist legitim", sagte er mit einem breiten Grinsen." Das war's, der Investor hat einen Scherz gemacht. Und der Spiegel ist drauf reingefallen.
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