Länderspiel-Absage Fußballweltmeisterinnen haben keine Lust auf Kunstrasen

Wegen des schlechten Zustands eines Kunstrasenplatzes hat die Frauen-Fußballnationalmannschaft der USA ein Länderspiel abgesagt. Nationalspielerin Megan Rapinoe hatte sich zuvor einen Kreuzbandriss zugezogen.
US-Torhüterin Solo: "Der reine Horror"

US-Torhüterin Solo: "Der reine Horror"

Foto: Adrian Wyld/ AP/dpa

Aus Angst vor Verletzungen sind die Weltmeisterinnen aus den USA nicht zu einem Länderspiel auf Hawaii gegen Trinidad und Tobago angetreten. Grund für die Absage der Partie am Sonntag (Ortszeit) waren die schlechten Verhältnisse auf den Kunstrasenplatz im Aloha-Stadion.

Torhüterin Hope Solo hatte Fotos gepostet, auf denen sie mit den Händen einzelne Bahnen des künstlichen Belages anhob. Auch einzelne Steine seien auf dem Platz gefunden worden, kritisierten die Spielerinnen. Das Geld für die 15.000 verkauften Tickets werde laut dem Verband US Soccer erstattet.

Am Tag zuvor hatte sich Nationalspielerin Megan Rapinoe auf einem Trainingsplatz einen Kreuzbandriss zugezogen. "Stadion und Trainingsplätze sind der reine Horror", sagte Angreiferin Alex Morgan. "Wir müssen uns um unsere Gesundheit sorgen." Die Stürmerin forderte gar ein Ende der sogenannten Victory-Tour.

Diese soll jedoch mit den Spielen am Donnerstag in San Antonio gegen Trinidad und Tobago sowie zwei Spielen gegen China am Sonntag in Glendale und am 16. Dezember in New Orleans wie geplant zu Ende gebracht werden.

Schon an vorherigen Spielstätten seien erhebliche Mängel aufgetreten, sagte Rapinoe. Die ESPN-Journalistin und Ex-Nationalspielerin Julie Foudy kritisierte den US-Verband. Es gebe große Unterschiede in der Auswahl der Spielstätten für das Männer-Nationalteam von Trainer Jürgen Klinsmann und für die Frauen.

bka/dpa
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