Kurzpässe 17-jähriges Sturmtalent im Visier der Bayern

Die Suche nach einem Nachfolger für Gerd Müller dauert weiter an. Jetzt könnten die Bayern allerdings in Südamerika fündig geworden sein. In Deutschland entdeckte der Rekordmeister dagegen seine Nächstenliebe für einen Club im Westen.

Hamburg - "Ich habe mich letzte Woche mit Kölns Manager Michael Meier getroffen, er ist auf mich zugekommen. Wir haben über eine mögliche Partnerschaft zwischen dem FC Bayern und dem 1. FC Köln gesprochen", erklärte Bayerns Vorstandvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge in einem Interview mit dem "Express".

Köln "muss kurzfristig die Klasse halten, er ist wichtig für die Liga", sagte Rummenigge. "Im Scouting-Bereich können wir dem FC behilflich sein. Außerdem natürlich bei Transfers", so Rummenigge und bekannte sich offen zum FC: "Ich mag die Kölner. Wolfgang Overath ist ein ausgeschlafener Mann. Es ist ja kein Geheimnis, dass er und Franz Beckenbauer gut miteinander können." Besonders mögen die Bayern nach wie vor den Kölner Stürmerstar Lukas Podolski.

Möglich, dass der Rekordmeister durch die Hilfsmaßnahmen am Ende der Saison eine bessere Ausgangsposition im Poker um den Nationalspieler hat. Sollte es mit dem Kölner nicht klappen, steht laut "Bild"-Zeitung schon ein anderer Kandidat bereit. Der erst 17-jährige Sergio Leonel Aguero von Independiente Buenos Aires hat es den Bayern angetan: "Ein Rohdiamant, eine Mischung aus Gerd Müller und Romario", schwärmte FCB-Scout Wolfgang Dremmler in der "Bild". Der argentinische U20-Weltmeister ist allerdings kein Schnäppchen. Die Ablösesumme für den Stürmer dürfte im zweistelligen Millionenbereich liegen.

Unterdessen tauchten in Frankreich neue Dopinggerüchte auf. Nach Jean-Jacques Eydelie hat in dem Iren Tony Cascarino ein weiterer ehemaliger Profi seinen früheren Club Olympique Marseille mit illegalen, leistungsfördernden Praktiken in Zusammenhang gebracht. Diese richten sich allerdings nicht wie in Eydelies Fall auf die Zeit des Champions-League-Endspiels 1993 gegen den AC Mailand (1:0), sondern auf Cascarinos Zeit bei den Franzosen zwischen 1994 und 1997.

"Ich gebe zu, dass ich Injektionen erhalten habe, aber ich kenne viele Spieler, die dasselbe gemacht haben", sagte der frühere irische Nationalstürmer der Zeitung "L'Equipe": "Ich weiß nicht genau, was es war, aber ich bin zu 99 Prozent sicher, dass es nicht legal war. Es war immer vor einem Spiel. Wir bekamen eine Injektion in den unteren Rückenbereich. Als ich mich nach jeder Injektion großartig fühlte, akzeptierte ich diese Behandlungen", so Cascarino.

mig/sid

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