Kurzpässe 1860 erhält Lizenz, Götz geht nach Vietnam

Der finanziell angeschlagene Zweitligist 1860 München hat die Lizenz für die kommende Saison bekommen. Falko Götz übernimmt das Amt des Nationaltrainers in Vietnam. Außerdem: Italiens Regierung setzt im Manipulationsskandal eine Untersuchungskommission ein.

Zweitligist 1860 München: Auch in der nächsten Spielzeit in der zweiten Liga dabei
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Zweitligist 1860 München: Auch in der nächsten Spielzeit in der zweiten Liga dabei


Hamburg - Aufatmen bei den Löwen: Zweitligist 1860 München hat die Lizenz für die neue Saison erhalten und damit die Rettung endgültig geschafft. Möglich machte dies ein vor einer Woche unterzeichneter Kooperationsvertrag mit dem jordanischen Geschäftsmann Hasan Ismaik. Dem Club hatte zwischenzeitlich der Zwangsabstieg gedroht. Unterdessen unterschrieb Angreifer Benjamin Lauth einen neuen Dreijahresvertrag bei 1860. "Damit hat ein monatelanges, nervenaufreibendes Sanierungs- und Rettungsprogramm einen glücklichen Abschluss gefunden", sagte Präsident Schneider.

Auch alle weiteren 35 Clubs der ersten und zweiten Bundesliga haben vom Lizenzierungsausschuss des Ligaverbandes die Zulassung für die kommende Saison erhalten, also auch Zweitliga-Aufsteiger Dynamo Dresden. Es seien alle Auflagen erfüllt worden, hieß es in einer Erklärung der Deutschen Fußball-Liga (DFL). Dynamo hatte Bürgschaften in Höhe von 830.000 Euro nachweisen müssen. Der Dresdner Stadtrat unterstützte den Verein mit einer Bürgschaft in Höhe von 300.000 Euro, auch Sponsoren und Fans stehen für den Club ein.

Der frühere Bundesliga-Trainer Falko Götz wird neuer Nationalcoach in Vietnam. Wie asiatische Medien berichten, unterzeichnete Götz einen Zweijahresvertrag. "Bevor ich gar nichts mache, gehe ich nach Vietnam. Ich sehe das im Hinblick auf die Olympia-Qualifikation, die Arbeit mit der U23 und WM-Qualifikation als Riesen-Chance. Man sollte das nicht unterschätzen", sagte Götz. Der ehemalige Hertha-Trainer soll den 134. der Fifa-Weltrangliste in den Qualifikationsrunden für das olympische Fußballturnier 2012 in London und für die Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien betreuen.

Unter dem Druck des neuen Wett- und Manipulationsskandals im italienischen Fußball will die Regierung Licht ins Dunkel bringen. Innenminister Roberto Maroni wird eine Untersuchungskommission einsetzen, die die mögliche Verstrickungen von Mafia und Fußball aufdecken soll. Die Task Force soll Fälle aufspüren, in denen das organisierte Verbrechen Spiele manipuliert hat, um mit illegalen Wetten Gewinne zu machen. "Die Korruption im Fußballsystem ist ein Problem der öffentlichen Sicherheit, weil die Mafia oft die Finger mit im Spiel hat", sagte der Innenminister.

Linda Bresonik wird der Frauenfußball-Nationalmannschaft im WM-Test gegen die Niederlande am Dienstag (16.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) nicht zur Verfügung stehen. "Linda wird wegen einer Achillessehnenreizung auf keinen Fall spielen", sagte Bundestrainerin Silvia Neid vor dem Spiel in Aachen. Bianca Schmidt wird die 27-Jährige auf der Position der rechten Außenverteidigerin vertreten.

Entgegen seiner Drohung will Fifa-Vizepräsident Jack Warner nun doch keinen angeblich brisanten E-Mail-Verkehr mit dem wiedergewählten Chef des Fußball-Weltverbandes, Joseph Blatter, veröffentlichen. Warner erklärte in Trinidad, die E-Mails würden privat bleiben. Der wegen Manipulationsvorwürfen suspendierte Funktionär begründete dies mit entsprechenden juristischen Ratschlägen aus dem In- und Ausland.

Nach dem Aufstieg in die 3. Liga hat Trainer Gerd Schädlich seinen Vertrag beim Chemnitzer FC vorzeitig um zwei weitere Jahre bis 30. Juni 2013 verlängert. Der 58-Jährige ist seit 2008 Coach in Chemnitz und führte den Verein in der abgelaufenen Saison mit dem Meistertitel in der Regionalliga Nord zurück in den Profifußball.

Wegen der blutigen Unruhen im eigenen Land verzichtet der Jemen in der Qualifikation für die Olympischen Spiele 2012 auf sein Heimrecht und tritt in den Spielen gegen Australien zweimal auswärts an. "Angesichts der Situation im Jemen sind wir über diese Entscheidung sehr erfreut", sagte Aurelio Vidmar, der Trainer der australischen Olympia-Mannschaft. Die Spiele sollen am 19. und 23. Juni in Australien stattfinden.

jjo/dpa/sid

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