Kurzpässe 1860 München vor der Rettung, Arnautovic fehlt gegen Deutschland

Die Deutsche Fußball-Liga hat den Investorvertrag von 1860 München akzeptiert. Österreich verzichtet in der EM-Qualifkation auf Stürmer Marko Arnautovic. Außerdem: Rudi Völler muss für seine Kritik an Schiedsrichter Deniz Aytekin eine Geldstrafe bezahlen.
Österreicher Arnautovic (l.): Zu viele Eskapaden

Österreicher Arnautovic (l.): Zu viele Eskapaden

Foto: LISI NIESNER/ REUTERS

Hamburg - Der hochverschuldete Zweitligist TSV 1860 München ist so gut wie gerettet. Nachdem die Deutsche Fußball-Liga (DFL) zwei Vertragsentwürfe des Vereins zurückgewiesen hatte, akzeptierte sie nun den überarbeiteten Kooperationsvertrag des Clubs mit dem jordanischen Investor Hasan Ismaik. "Das ist ein wichtiger Etappensieg", sagte 1860-Präsident Dieter Schneider.

Österreichs Nationaltrainer Dietmar Constantini hat vor der Partie in der EM-Qualifikation am 3. Juni gegen Deutschland (20.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) den Bremer Marko Arnautovic nicht nominiert. "Das ist eine Entscheidung gegen sein Talent und für das Kollektiv", sagte Constantini. Arnautovic war in der vergangenen Bundesliga-Saison mehrfach negativ aufgefallen. Zuletzt hatte Trainer Thomas Schaaf Arnautovic vor dem Spiel gegen Borussia Dortmund aus disziplinarischen Gründen nicht berücksichtigt.

Im Kader stehen somit mit dem Mainzer Christian Fuchs, dem Stuttgarter Martin Harnik, Emanuel Pogatetz von Hannover 96, Erwin Hoffer von Kaiserslautern und David Alaba aus Hoffenheim nur fünf Bundesliga-Profis.

Dem OSC Lille ist die Meisterschaft in der französischen Ligue 1 kaum mehr zu nehmen. Der Tabellenführer gewann am Mittwoch durch einen Treffer von Gervinho 1:0 gegen den FC Sochaux. Der Vorsprung auf den Tabellenzweiten Olympique Marseille beträgt nun sechs Punkte. Zwei Spiele vor Saisonende hat der Verein zudem die um acht Tore bessere Tordifferenz. In den letzten beiden Spielen trifft der OSC auf Paris St. Germain und Stade Rennes, die sich noch im Kampf um die internationalen Plätze befinden. Gegen Paris hatte man am vergangenen Wochenende schon den Pokalsieg geholt, so dass nun das erste "Double" seit 65 Jahren perfekt gemacht werden kann.

Leverkusens Sportchef Rudi Völler ist vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) mit einer Geldstrafe von 5.000 Euro belegt worden. Der 51-Jährige hatte sich nach der 0:2-Derbyniederlage beim 1. FC Köln über Schiedsrichter Deniz Aytekin aufgeregt. "Pfeif doch Frauenfußball! So ein Mist, jeden Mückenstich pfeift der, das ist unfassbar", hatte er nach Spielende gesagt.

Der Traditionsclub Sachsen Leipzig, der 1951 und 1964 DDR-Meister wurde, ist nicht mehr retten. Dem Verein fehlten in der laufenden Spielzeit die notwendigen Sponsorengelder und Zuschauereinnahmen. Zudem haben etwa die Hälfte der Mitglieder ihren Beitrag nicht gezahlt. Um den Verein zu sanieren, bräuchte der Verein etwa 1,5 bis zwei Millionen Euro. Zum Saisonende wird der Spielbetrieb eingestellt und der Verein in einem Insolvenzverfahren abgewickelt. Sachsen Leipzig steht zwei Spieltage vor Saisonende in der Oberliga auf einem unteren Mittelfeldplatz.

Das zypriotische Pokalfinale ist von schweren Krawallen überschattet worden. 18 Hooligans wurden vor und nach dem Endspiel von der Polizei in Gewahrsam genommen. Insgesamt waren rund 500 Randalierer durch die Hauptstadt Nikosia gezogen und hatten dabei Gäste einer Bar angegriffen. Das Spiel gewann Omonia Nikosia gegen Apollon Limassol 4:3 nach Elfmeterschießen.

ska/leh/dpa/sid

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