Kurzpässe Ailton und Alberto vorgestellt, Blatter will Verlängerung abschaffen

Joseph Blatter hat mal wieder einen Plan: Der Fifa-Präsident möchte, dass Fußballspiele in Zukunft nicht mehr in der Verlängerung entschieden werden. Sky Italia zeigt demnächst die Serie-A-Spiele, Ailton zeigt sich motiviert, Carlos Alberto geläutert.


Hamburg - Fifa-Präsident Blatter sprach sich am Rande der Copa America in Venezuela deutlich für die Abschaffung der Verlängerung aus. "Es gibt keine Verlängerung hier bei der Copa. Das ist eine sehr, sehr gute Entscheidung. Es ist viel besser, direkt ins Elfmeterschießen zu gehen. Seit es kein Golden Goal mehr gibt, macht eine Verlängerung keinen Sinn mehr", sagte der Schweizer. Blatter ließ offen, ob er eine ähnliche Regelung auch für Welt- und Europameisterschaften anstrebt.

Neu-Duisburger Ailton: "War ein Fehler, die Bundesliga zu verlassen"
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Neu-Duisburger Ailton: "War ein Fehler, die Bundesliga zu verlassen"

Das Exekutivkomitee des Weltverbandes hat unterdessen über den Termin für die Vergabe der Frauen-WM 2011, um deren Ausrichtung sich auch der DFB bewirbt, und der Männer-WM 2014 entschieden. Die Weltturniere werden am 30. Oktober vergeben, einen Tag zuvor bekommen die Kandidaten in Zürich noch die Gelegenheit zur abschließenden Präsentation ihrer Bewerbungen. Brasilien ist der einzige Kandidat für die Ausrichtung der WM 2014, der DFB dagegen konkurriert für 2011 mit Frankreich, Kanada, Australien und Peru.

Duisburg-Neuzugang Ailton wurde heute offiziell durch den Bundesliga-Aufsteiger vorgestellt. Fünf Tage vor seinem 34. Geburtstag betrat der Brasilianer im blau-weißen Polohemd den Presseraum der MSV-Arena und zeigte sich topmotiviert für die kommenden Aufgaben. "Ich bin unglaublich motiviert. Es war ein großer Fehler, die Bundesliga zu verlassen", sagte der "Kugelblitz".

Am Montag fliegt Deutschlands Fußballer des Jahres 2004 mit der Mannschaft ins Trainingslager nach Kaprun, Österreich. "Wir müssen ihn erst fit machen", erklärte Trainer Rudi Bommer, "aber bis zum Saisonstart in vier Wochen schaffen wir das schon." Für Ailton ist Duisburg die vierte Bundesliga-Station nach Engagements bei Werder Bremen (1998 bis 2004), Schalke 04 (2004/05) und dem Hamburger SV (2005/06). In 211 Bundesligaspielen schoss er 105 Tore. Zuletzt war er von Roter Stern Belgrad an Grasshopper Zürich ausgeliehen, für das er acht Treffer in 13 Spielen erzielte. Ailton erhielt beim MSV einen Einjahresvertrag mit Option auf eine weitere Spielzeit.

Auch Werder Bremen hat seinen Neueinkauf präsentiert. Der für etwa acht Millionen Euro verpflichtete Brasilianer Carlos Alberto trägt in den kommenden vier Jahren das Trikot der Grün-Weißen. "Ich bin froh, dass die Verhandlungen vorbei sind. Ich will mit Werder den einen oder anderen Titel holen", sagte der Mittelfeldspieler im Trainingslager der Werderaner im Schweizer Bad Ragaz. Von seiner Vergangenheit als Partykönig will Alberto nichts mehr wissen. "Das ist vorbei. Ich war jung und habe Fehler gemacht."

Alberto spielte zuletzt für seinen Heimatverein Fluminense Rio de Janeiro, an den er von Corinthians Sao Paulo ausgeliehen war. Der 22-Jährige war bereits von 2004 bis 2006 in Europa beim FC Porto aktiv. Außer der Champions League 2004 gewann der Brasilianer die portugiesische Meisterschaft sowie den Pokal. Die Transferrechte für Carlos Alberto lagen zuletzt bei der britischen Investorengruppe Media Sports Investment (MSI).

Der Pay-TV-Sender Sky Italia unter Kontrolle des australischen Medienmoguls Rupert Murdoch hat die Rechte für die Fernsehübertragung der italienischen Serie-A-Spiele erworben. 437 Millionen Euro wird der TV-Kanal zahlen, berichten italienische Zeitungen.

Die am höchsten dotierten Verträge wurden mit Inter Mailand und dem Stadtrivalen AC Mailand abgeschlossen, die jeweils rund 65 Millionen Euro kassieren werden. Sky Italia rechnet nach der Rückkehr von Rekordmeister Juventus Turin in die höchste Spielklasse mit hohen Einschaltquoten. Auch die Mitaufsteiger SSC Neapel und Genua 1893 sind Publikumsmagneten. Die Serie-A-Saison beginnt am 26. August. Ab 2010 werden die Spiele wieder zentral vermarktet, was den kleineren Clubs zugute kommen soll.

goe/sid



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