Kurzpässe Alves will weg, Hitzlsperger und Pander bleiben

Ein Weltklasse-Abwehrspieler aus Brasilien steht kurz vor einem Vereins-Wechsel. Zwei Bundesligaclubs konnten hingegen mit Leistungsträgern verlängern. Hertha BSC Berlin kauft in Zürich ein.


Hamburg - Dem FC Sevilla droht kurz vor dem Champions-League-Qualifikationsspiel morgen gegen AEK Athen der Verlust eines Leistungsträgers: Der brasilianische Nationalspieler Daniel Alves wird von Real Madrid und dem FC Chelsea umworben. Wie die spanische Sportzeitung "Marca" berichtet, soll Chelsea 40 Millionen Euro und Madrid 32 Millionen Euro plus den Spieler Cicinho bieten. Alves steht bereits nicht mehr im Kader für die Partie gegen den griechischen Vize-Meister und wäre somit weiterhin für den neuen Arbeitgeber für internationale Partien in diesem Jahr spielberechtigt. Im Vorfeld der Begegnung hatte Alves bereits verlauten lassen, gegebenenfalls auf einen Einsatz zu verzichten. "Es ist meine Entscheidung, ob ich spiele oder nicht. Aber ich muss nicht lange nachdenken. Denn wenn ich spiele, fallen für mich zu viele Türen zu", sagte der 24-Jährige.

Nationalspieler Hitzlsperger: Weitere drei Jahre beim VfB
AP

Nationalspieler Hitzlsperger: Weitere drei Jahre beim VfB

Nationalspieler Thomas Hitzlsperger hat seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag beim VfB Stuttgart vorzeitig bis zum 30. Juni 2010 verlängert. "Ich fühle mich in Stuttgart rundum wohl und sehe hier in dieser jungen Mannschaft die besten Perspektiven, um den eingeschlagenen und erfolgreichen Weg dauerhaft fortsetzen zu können", sagte der 25-Jährige. Sportdirektor Horst Heldt bezeichnete Hitzlsperger als "absoluten Leistungsträger", der sich beim VfB kontinuierlich weiterentwickelt habe.

Auch Schalke 04 hat einen Spieler langfristig an sich gebunden. Der Vizemeister hat den Vertrag von Verteidiger Christian Pander bis 2011 verlängert. Der ursprüngliche Kontrakt des 23-Jährigen, an dem Real Madrid Interesse gezeigt hatte, wäre im Sommer 2008 ausgelaufen. "Es freut mich sehr, dass wir mit Christian verlängert haben. Er verfügt über außergewöhnliche Fähigkeiten, ist für uns ein ganz wichtiger Leistungsträger", sagte Trainer Mirko Slomka.

Hertha BSC Berlin steht kurz vor der Verpflichtung von Abwehrspieler Steve von Bergen vom FC Zürich. "Wir sind uns mit dem Spieler einig. Er wird am Donnerstag kommen", sagte Manager Dieter Hoeneß "kicker online". Der 24-Jährige soll in Berlin einen Drei-Jahres-Vertrag erhalten und kostet 1,5 Millionen Euro Ablöse. Zürichs Präsident Ancillo Canepa bestätigte, dass Hoeneß auch an dem Stürmer Raffael Interesse bekundet hätte. "Ich habe ihm gesagt, dass er einen Vertrag bis 2011 hat und dass wir kein Interesse haben, ihn zu verkaufen", sagte Canepa der "Berliner Zeitung". Gleichzeitig zeigte sich der Club-Boss verwundert ob der Einkaufspolitik des Bundesligisten: "Ich bin erstaunt, das offensichtlich der FC Zürich die einzige Mannschaft in Europa ist, die über Spieler verfügt, die Hertha BSC helfen sollen. Das kann doch wohl nicht wahr sein." Auch Hertha-Trainer Lucien Favre arbeitete vorher in Zürich. Fabian Lustenberger war zuvor vom FC Luzern nach Berlin gewechselt.

chp/dpa/sid



© SPIEGEL ONLINE 2007
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.