Kurzpässe Andersen in Offenbach, zu kleine Tore in Dattenfeld

Zweitligist Kickers Offenbach ist auf der Suche nach einem neuen Trainer fündig geworden. In der Oberliga muss ein Spiel wegen zu kleiner Tore wiederholt werden. Zwei italienischen Spitzenclubs drohen harte Strafen. Ein Deutscher ist in England weiter erfolgreich.


Hamburg - Jörn Andersen tritt beim Zweitligisten Kickers Offenbach die Nachfolge des in der vergangenen Woche zurückgetreten Wolfgang Frank an. Nach mehrstündigen Verhandlungen am späten Montagabend wurde Andersen, der zuletzt in Griechenland bei AO Xanthia tätig war, heute um zehn Uhr präsentiert und leitete auch bereits das Training des Tabellenvierzehnten.

Neuer Kickers-Coach Andersen: "Gesunde Ziele"
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Neuer Kickers-Coach Andersen: "Gesunde Ziele"

"Die haben hier gesunde Ziele", erklärte Andersen und versprach "schnellen Fußball". Der 44-jährige Norweger wird erstmals am Freitag (18 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) im Hessenderby gegen Aufsteiger SV Wehen Wiesbaden auf der Offenbacher Trainerbank sitzen. Andersen fungierte in der Bundesliga von Juni 2005 bis Mai 2006 als Co-Trainer bei Borussia Mönchengladbach. Für Aufsehen hatte Andersen Ende vergangenen Jahres gesorgt, als er in der norwegischen Tageszeitung "Verdens Gang" sagte, dass er als Co-Trainer der deutschen Nationalmannschaft vorgesehen war und mehrere Gespräche mit Bundestrainer Joachim Löw geführt habe.

Wegen rassistischer Gesänge ihrer Ultras drohen den italienischen Erstligisten Juventus Turin und Lazio Rom drakonische Strafen. Das Sportgericht des Fußballverbandes will Maßnahmen gegen die Juve-Ultras ergreifen, die beim Meisterschaftsspiel gegen Inter Mailand am vergangenen Sonntag Zlatan Ibrahimovic, schwedischer Inter-Stürmer serbischer Abstammung, als "schmutzigen Zigeuner" beschimpft hatten. Auch der rumänische Stürmer des italienischen Serie-A-Clubs AC Florenz, Adrian Mutu, war am Samstag während eines Auswärtsspiels beim römischen Verein Lazio von dessen Anhängern in Sprechchören als "Zigeuner" geschmäht worden. Die Lazio-Tifosi sind für rassistische Auswüchse berüchtigt.

Wegen zu kleiner Tore ist dem Oberligisten Germania Dattenfeld nach knapp drei Monaten ein Sieg aberkannt worden. Das Spiel der Oberliga-Nordrhein gegen den SV Straelen, das Dattenfeld (Rhein-Sieg-Kreis) am 12. August 4:0 gewann, soll wiederholt werden. Dies entschied das Sportgericht des Westdeutschen Fußball- und Leichtathletikverbandes in Duisburg.

Vor dem Spiel hatten sich die Gäste über die Torhöhe gewundert - und nachmessen lassen. Statt der vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) vorgeschriebenen 2,44 Meter ergab sich nur eine Höhe von 2,27 Meter. Die Partie wurde aber dennoch ausgetragen. Der Protest Straelens gegen die Wertung der Niederlage war in erster Instanz von der WFLV- Kammer abgewiesen worden. Der Einspruch dagegen war nun erfolgreich.

Manchester City sorgt unter seinem neuen Teammanager Sven-Göran Eriksson in der englischen Premier League weiter für Furore. Die Citizens schlugen den FC Sunderland 1:0 (0:0) und rückten damit hinter Tabellenführer FC Arsenal und Meister Manchester United auf Rang drei vor. Das Tor des Tages für City, für das der deutsche Ex-Nationalspieler Dietmar Hamann über 90 Minuten zum Einsatz kam, erzielte der Ire Stephen Ireland mit einem Volleyschuss in der 67. Minute.

fpf/sid/dpa



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