Kurzpässe Aogo verlängert, Lazio-Fans randalieren

Der Hamburger SV kann langfristig mit Dennis Aogo planen. Bis 2015 bleibt der Verteidiger dem Club treu. Anhänger von Lazio Rom haben sich eine Straßenschlacht mit der Polizei geliefert. In Hoffenheim droht Stürmer Demba Ba eine Strafversetzung auf die Tribüne. 

Hamburger Aogo (im September 2009): Vertrag vorzeitig verlängert
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Hamburger Aogo (im September 2009): Vertrag vorzeitig verlängert


Hamburg - Nationalspieler Dennis Aogo wird auch in den kommenden Jahren im Trikot des Hamburger SV auflaufen. "Ich freue mich, dass wir den Vertrag bis 2015 verlängern konnten", sagte Sportchef Bastian Reinhardt bei der Mitgliederversammlung am Sonntag. 2008 war Aogo vom SC Freiburg gekommen und absolvierte seither 57 Bundesligaspiele im HSV-Trikot. In der laufenden Saison lief der 23 Jahre verletzungsbedingt erst in drei Ligapartien auf.

Ein Fest zum 111. Jubiläum von Lazio Rom im Zentrum von Rom ist am Samstagabend außer Kontrolle geraten. Hooligans und Polizei lieferten sich schwere Auseinandersetzungen. Hunderte Randalierer setzten Müllcontainer in Brand, schlugen die Fensterscheiben von Geschäften und Banken ein und warfen Molotow-Cocktails. Die Polizei wurde von den rund 400 vermummten Randalierern mit Steinen attackiert. Eine Person wurde verhaftet, weitere zehn Hooligans wurden angezeigt.

Stürmer Demba Ba wird nicht mehr für 1899 Hoffenheim auflaufen. "Wenn kein Verein kommt, der unsere Vorstellungen erfüllen kann, dann schmort Demba halt auf der Tribüne", sagte 1899-Manager Ernst Tanner der "Bild am Sonntag". "Wenn wir nicht wollen, kann er nicht weg und auch nicht Fußball spielen. Eine Trainingsmöglichkeit würden wir ihm aber stellen." Der 25 Jahre alte Angreifer, der in Hoffenheim noch einen Vertrag bis 2013 hat, hatte bereits in der vergangenen Woche einen Wechsel nach England erzwingen wollen. Die Reise ins Trainingslager nach in Spanien hatte Ba verweigert. Das erste Angebot des englischen Premier-League-Clubs West Ham United, zu dem Ba unbedingt wechseln möchte, lehnte Tanner ab.

Das einzige deutsche Mitglied in der Ethikkommission des Weltverbandes Fifa, Günter Hirsch, hat seinen sofortigen Rücktritt aus dem Gremium erklärt. Der ehemalige Bundesgerichtshof-Präsident teilte seine Entscheidung in einem Brief dem Kommissions-Vorsitzenden Claudio Sulser kurz vor dem Jahreswechsel mit. In dem Schreiben erhob Hirsch Vorwürfe gegen die Fifa im Zusammenhang mit der Vergabe der Weltmeisterschaften 2018 und 2022 Anfang Dezember. Der 67-Jährige schrieb, "dass die Ereignisse der letzten Wochen bei mir den Eindruck erweckt und gefestigt haben, dass die Verantwortlichen der Fifa kein wirkliches Interesse daran haben, eine aktive Rolle bei der Aufklärung, Verfolgung und Vorbeugung von Verstößen gegen das Ethikreglement der Fifa zu spielen".

Der VfB Stuttgart muss rund sechs Wochen auf seinen verletzten Mittelfeldspieler Mamadou Bah verzichten. Der 22 Jahre alte Nationalspieler aus Guinea zog sich beim 3:1-Testspielsieg gegen Greuther Fürth einen Innenbandabriss am linken Knie zu. Dies ergab die medizinische Untersuchung am Sonntag. Wie ein VfB-Sprecher weiter mitteilte, muss Verteidiger Ermin Bicakcic wegen einer Kapselverletzung im Sprunggelenk "ein paar Tage pausieren".

Das Pflichtspiel-Comeback von David Beckham in der englischen Premier League ist geplatzt. Eigentlich wollte Tottenham Hotspur Beckham für zwei Monate vom US-Club Los Angeles Galaxy aus der Major League Soccer ausleihen. Wegen Problemen mit der Versicherung kam der Deal jedoch nicht zustande. Dafür einigten sich die beiden Vereine darauf, dass der 35-Jährige einen Monat lang mit den Spurs trainieren darf. "Es ist wichtig, dass ich mein hohes Fitness-Level während der MLS-Pause halte", erklärte Beckham am Sonntag auf der Hotspur-Homepage.

jok/sid/dpa



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