Kurzpässe Arsenal droht Ärger, Manchester verpflichtet Talent

Der FC Arsenal soll wegen angeblich antisemitischer Gesänge gegen die eigenen Fans ermitteln. Manchester United hat einem 14-Jährigen einen langfristigen Vertrag gegeben. Ein englischer Coach eines spanischen Zweitligisten hat das Training verschlafen.


Hamburg - Wegen angeblich antisemitischer Gesänge aus dem eigenen Fanblock ist der FC Arsenal von drei Dauerkarten-Inhabern zum Handeln aufgefordert worden. Während der Partie bei Tottenham Hotspur (1:3) am 15. September sollen die Begriffe "Yid" und "Yiddo" skandiert worden sein, die bei Antisemiten als abfällige Benennung für Menschen jüdischen Glaubens gebräuchlich sind. Mit Hilfe eines Anwalts wollen die drei Arsenal-Fans - ein Christ, ein Muslim und ein Jude - erreichen, dass der Verein seine Anhänger zur Vernunft bringt. Laut einem Gesetz von 1976, dem "Race Relations Act", ist Arsenal verpflichtet, den Vorwurf zu verfolgen. Die Fans der Spurs, seit jeher der Erzrivale Arsenals, nennen sich "Yid Army". Die einstige Beleidigung gegnerischer Fans wurde so in ein Markenzeichen umgewandelt.

Arsenal-Fans (davor Spieler Fabregas): Antisemitische Aktionen?
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Arsenal-Fans (davor Spieler Fabregas): Antisemitische Aktionen?

Englands Meister Manchester United hat eines der größten Talente im britischen Fußball verpflichtet. John Cofie, 14 Jahre alter Stürmer vom Zweitligisten FC Burnley, wechselt zum früheren Champions-League-Sieger und soll nun behutsam aufgebaut werden. Laut britischen Medienberichten hat Cofie einen Vertrag über sechs Jahre unterschrieben.

Nach einer angeblich durchzechten Nacht droht Trainer Chris Coleman vom spanischen Zweitligisten Real Sociedad San Sebastian großer Ärger. Wie spanische Medien übereinstimmend berichten, habe der Waliser in der Nacht von Donnerstag auf Freitag bis in die frühen Morgenstunden in einer Nobel-Discothek in San Sebastian gefeiert und verschlief daraufhin am nächsten Morgen das Training. Erst nachdem einige besorgte Vereins-Mitarbeiter eineinhalb Stunden nach Trainingsbeginn zu seinem Haus fuhren und heftig gegen die Tür klopften, soll Coleman aufgestanden sein. Die Übermüdung habe er damit begründet, dass sein Haus überschwemmt worden sei. Der Tabellenzwölfte der Segunda Division leitete ein Disziplinarverfahren gegen den Coach ein.

Das ursprünglich für Sonntag (14 Uhr) angesetzte Spiel der Regionalliga Nord zwischen der zweiten Mannschaft von Borussia Dortmund und Tabellenführer Kickers Emdenist nach starken Regenfällen wegen Unbespielbarkeit des Platzes abgesagt worden. Die Partie wird bereits am Dienstag um 19 Uhr nachgeholt.

mti/sid/dpa



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