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21. Juli 2009, 20:29 Uhr

Kurzpässe

Ballack bricht sich Zeh, Köln verpflichtet Schorch

Länderspieleinsatz in Gefahr: Michael Ballack hat sich in einem Testspiel den kleinen Zeh gebrochen und darf vorerst nicht vor einen Ball treten. Köln hat einen Spieler von Real Madrid unter Vertrag genommen. Der FC Portsmouth wurde von einem arabischen Milliardär übernommen.

Hamburg - Zum Wettlauf mit der Zeit wird für Michael Ballack sein Einsatz im nächsten WM-Qualifikationsspiel der Nationalmannschaft. Ballack brach sich in einem Testspiel des FC Chelsea bei den Seattle Sounders den kleinen Zeh. "Er hat einen Schlag auf den Zeh bekommen und hat die Heimreise angetreten", sagte der neue Chelsea-Coach Carlo Ancelotti.

Die DFB-Auswahl tritt am 12. August als Gruppenerster in Baku gegen das von Berti Vogts trainierte Aserbaidschan an, um den nächsten Schritt Richtung Südafrika zu machen.

Ballack flog noch am Montag aus dem Trainingslager der "Blues" aus den USA zurück nach England, wo er trotz der Verletzung mit einer Spezialbandage ein möglichst intensives Fitnessprogramm absolvieren soll. Wie lange der Mittelfeldstar mit dem Ballspiel pausieren muss, ist noch unklar.

Bundesligist 1. FC Köln hat einen Tag nach der Verpflichtung des portugiesischen Stars Maniche den deutschen U20-Nationalspieler Christopher Schorch von Real Madrid unter Vertrag genommen. Der 20-jährige Abwehrspieler erhält bei den Kölnern einen Kontrakt bis 2013 und kostet schätzungsweise eine Million Euro Ablöse. Real hat Medienberichten zufolge in den ersten beiden Jahren aber eine Rückkaufoption.

Schorch war 2007 in die spanische Hauptstadt gewechselt. In den vergangenen beiden Spielzeiten war er in der dritten spanischen Liga für die Zweitvertretung Madrids aktiv. Aufgrund der großen Konkurrenz im Starensemble des spanischen Rekordmeisters hat er den Sprung ins A-Team aber nie geschafft.

Der englische Nationalspieler Steven Gerrard ist der einzig verbliebene Angeklagte im Gerichtsprozess um eine Kneipenschlägerei. Am Dienstag wurden die sechs Mitangeklagten des Kapitäns vom FC Liverpool vom Gericht als schuldig verurteilt, nachdem sie zugegeben hatten, an der Schlägerei Ende Dezember 2008 beteiligt gewesen zu sein. Der 29-Jährige, dem bei einer Verurteilung bis zu fünf Jahre Haft drohen, hatte bis zuletzt auf "nicht schuldig" plädiert. Bei der Schlägerei war ein Geschäftsmann verletzt worden.

Der arabische Milliardär Sulaiman Al Fahim wird neuer Besitzer des englischen Clubs FC Portsmouth. Am Dienstag genehmigte die Premier League die Übernahme durch den Geschäftsmann aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Al Fahim übernahm den FA-Cup-Sieger von 2008 von Alexandre Gaydamak, der Portsmouth im Januar 2006 gemeinsam mit Milan Mandaric gekauft hatte. Im Juli 2006 war Gaydamak alleiniger Eigentümer des Clubs geworden. Jetzt hatte er sich zum Verkauf entschlossen. "Der Club hat eine lange und gute Erfolgsgeschichte, die ich fortführen möchte", sagte Al Fahim, der bereits im September 2008 die Übernahme von Manchester City durch eine Investmentgruppe aus Abu Dhabi eingefädelt hatte.

jar/sid/dpa

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