Kurzpässe Bastians fehlt Freiburg, Eckstein aus Koma erwacht

Ex-Profi Dieter Eckstein ist aus dem Koma erwacht. Freiburg-Verteidiger Felix Bastians wird an der Leiste operiert. Fenerbahce-Chef Aziz Yildrim wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Außerdem: Bremens Marko Arnautovic verspricht besseres Benehmen.

Verteidiger Bastians (r.): Leistenoperation gefährdet Saisonauftakt
ddp

Verteidiger Bastians (r.): Leistenoperation gefährdet Saisonauftakt


Hamburg - Rückschlag in der Vorbereitung: Der SC Freiburg muss vermutlich bis zum Saisonstart der Bundesliga am 6. August auf seinen Linksverteidiger Felix Bastians verzichten. Der 23-Jährige muss sich einer Leistenoperation unterziehen. "Wir waren der Meinung, lieber sofort zu operieren, damit Felix die Probleme nicht bis zur Winterpause mitschleppt", sagte Freiburgs neuer Trainer Marcus Sorg dem "Kicker". Sorg rechnet damit, dass Bastians in etwa vier Wochen wieder voll einsatzfähig ist.

Ex-Bundesligaprofi Dieter Eckstein ist aus dem künstlichen Koma erwacht und ansprechbar. Der 47-Jährige war am Freitag bei einem Benefizspiel in Regensburg zusammengebrochen und hatte kurzzeitig einen Herzstillstand erlitten. "Wir sind alle froh und erleichtert, dass er wach geworden ist", sagte Robert Steinbeißer, der das Spiel veranstaltet hatte. An die Partie konnte sich Eckstein zunächst nicht erinnern. Der Genesungsverlauf sei noch nicht vorhersehbar.

Aziz Yildrim, Präsident des türkischen Clubs Fenerbahce Istanbul, ist einen Tag nach seiner Festnahme wegen des Verdachts auf Spielbetrug in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Wie türkische Fernsehsender berichten, habe Yildirim über starkes Unwohlsein geklagt. Am Vortag hatte die türkische Polizei fast 50 Verdächtige in Gewahrsam genommen, darunter mehrere Vereinspräsidenten, Trainer und Spieler. Ein Anwalt von Yildrim hat den Vorwurf der Manipulation bestritten.

Die deutsche Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus kommt an diesem Mittwoch zu ihrem zweiten WM-Einsatz. In Frankfurt am Main wird sie bei der Frauenfußball-WM die Vorrundenpartie der Gruppe D zwischen Äquatorialguinea und Brasilien leiten. Die Brasilianerinnen sind bereits für das Viertelfinale qualifiziert, für die Afrikanerinnen steht das Vorrundenaus schon fest. Deutschlands letztes Gruppenspiel gegen Frankreich wird von der Finnin Kirsi Heikkinen am Dienstag in Mönchengladbach (20.45 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) gepfiffen.

Die Mannschaft aus Äquatorialguinea muss einen weiteren Rückschlag hinnehmen: Der Weltverband Fifa hat die Afrikanerinnen von der Qualifikation für die Olympischen Spiele 2012 in London ausgeschlossen. Das Team hatte bereits zwei K.o.-Runden mit Hin- und Rückspiel überstanden. Grund für den Rauswurf ist die Spielerin Sade Boho Sayu, die auch schon für Spanien im Einsatz war. Nun ist Kamerun nachgerückt. Das Team war eigentlich gegen Äquatorialguinea ausgeschieden und muss sich im nächsten Qualifikationsspiel nun gegen WM-Teilnehmer Nigeria durchsetzen.

Auch in der Sommerpause haben Anhänger von Fußball-Zweitligist Eintracht Frankfurt für Randale gesorgt: Bei einem Testspiel gegen die Young Boys Bern in der Schweiz provozierten rund 60 bis 80 Fans die Berner Anhänger. Wie die Zeitung "Blick" berichtet, kam es im Anschluss an den 3:1-Erfolg der Gäste auf einem Schulhof zu einer Schlägerei, bei der auch Steine flogen. Die Polizei musste Tränengas einsetzen, um die Lager zu trennen. "Wir lassen uns den Bericht der Polizei zukommen und entscheiden dann, wie wir weiter vorgehen", sagte Eintracht-Pressesprecher Carsten Knoop. In der vergangenen Saison waren gewaltbereite Fans des Bundesligaabsteigers immer wieder durch Krawalle aufgefallen.

Marko Arnautovic von Werder Bremen hat für die kommende Saison ein professionelleres Verhalten angekündigt. "Es ist viel über mich geschrieben worden. Ich habe im letzten Jahr die Geschichten dazu geliefert. Das ist eindeutig meine Schuld. Ich will mich ändern", sagte der 22-Jährige dem "Kicker". Der Stürmer war in der vergangenen Spielzeit oft außerhalb des Platzes durch Eskapaden aufgefallen. Immer wieder wurde sein unkollegiales Verhalten gegen Mannschaftskameraden kritisiert, die Verwicklung in eine Disco-Schlägerei sorgte im Mai für Aufsehen. Werder-Trainer Thomas Schaaf hatte Arnautovic aus disziplinarischen Gründen kurzfristig aus dem Kader verbannt. Auch sportlich hatte er mit nur drei Toren in 25 Einsätzen enttäuscht. Nach öffentlicher Kritik an Mitspielern wurde Arnautovic sogar aus der österreichischen Nationalmannschaft verbannt.

Chinas Fußballer können sich über eine Finanzspritze freuen. Ein Großsponsor will umgerechnet rund 53 Millionen Euro investieren. Der Immobilien-Konzern Dalian Wanda vereinbarte mit dem nationalen Verband CFA eine dreijährige Unterstützung. Dabei geht es vor allem um die Verpflichtung von international renommierten Trainern, die professionelle Ausbildung von jährlich 100 Nachwuchspielern inklusive Europa-Engagements und die Schulung von Schiedsrichtern.

ska/dpa/sid/dapd

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