Kurzpässe Bayern mit Rekordumsatz, Schalke ohne Pander

Der FC Bayern hat im vergangenen Geschäftsjahr einen Rekordumsatz erzielt und so viel wie nie für Personal ausgegeben. Christian Pander fehlt dem FC Schalke 04 im Bundesliga-Spitzenspiel gegen den FCB. Hajduk Split muss 50.000 Euro Strafe zahlen.


Hamburg - Die Zugänge Franck Ribéry, Luca Toni und Co. haben die Personalkosten beim FC Bayern München wie erwartet in die Höhe schnellen lassen. Wie der deutsche Rekordmeister am Freitag mitteilte, betrugen im Geschäftsjahr 2007/08 die Personalkosten 153 Millionen Euro. In der Saison zuvor waren es noch 106,1 Millionen Euro gewesen - ein Anstieg um rund 44 Prozent. Zum vierten Mal in Serie wies der FC Bayern indessen einen Rekordumsatz aus. Der Club nahm 286,8 Millionen Euro ein, 2006/07 waren es noch 225,8 Millionen Euro gewesen. Dagegen ging der Gewinn in der Spielzeit ohne Champions League nach Steuern deutlich von 18,9 auf 2,1 Millionen Euro zurück.

Schalker Pander: Einsatz gegen Bayern zu früh
DDP

Schalker Pander: Einsatz gegen Bayern zu früh

Schalke 04 muss auch im Topspiel der Bundesliga gegen die Bayern am Sonntag (17 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) auf Christian Pander verzichten. Ein Einsatz gegen den deutschen Rekordmeister kommt für den Linksverteidiger wohl noch zu früh, stattdessen soll Pander mit der zweiten Mannschaft Spielpraxis in der Regionalliga West sammeln. Der Nationalspieler war nach rund einmonatiger Pause wegen eines Blutergusses in der linken Wade am Dienstag ins Training der ersten Mannschaft zurückgekehrt.

Der Karlsruher SC muss im Heimspiel gegen den Tabellenzweiten Bayer Leverkusen definitiv ohne seinen Kapitän Maik Franz auskommen. "Er wird nicht dabei sein, es macht einfach keinen Sinn", sagte KSC-Trainer Becker am Freitag nach dem Abschlusstraining für die Begegnung am Samstag (15.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE). Den Innenverteidiger plagt eine Fersenverletzung, die er sich vor drei Wochen beim 0:1 gegen Bayern München zugezogen hatte.

Die Europäische Fußball-Union (Uefa) hat den kroatischen Spitzenclub Hajduk Split wegen Fan-Ausschreitungen am Rande eines Uefa-Cup-Spiels Ende August mit 50.000 Euro Geldstrafe belegt. Anhänger des kroatischen Pokalfinalisten hatten in der Partie gegen Deportivo La Coruna Leuchtraketen abgefeuert. Hajduk war nach einer 0:2-Niederlage gegen die Spanier aus dem Wettbewerb ausgeschieden. Für Split ist es bereits die vierte Geldstrafe durch die Uefa in der laufenden Europacup-Saison - jedesmal wegen des unerlaubten Abbrennens von Feuerwerkskörpern. Insgesamt mussten die Kroaten damit bisher 80.000 Euro Strafe zahlen. Clubchef Mate Peros kündigte an, sich des Problems anzunehmen und künftig noch eindringlicher auf die Fans einzuwirken.

Franz Beckenbauer hat Nationalspieler Lukas Podolski zu einem Verbleib beim FC Bayern München geraten. "Ich würde ihm vorschlagen, dass er beim FC Bayern bleibt. Er darf nicht ungeduldig sein und wenn er mal nicht spielt, gleich alles in Frage stellen. Das Beste ist, wenn er sich hier durchsetzt", sagte der Präsident des deutschen Rekordmeisters am Freitag im Deutschen Sportfernsehen. Beckenbauer zeigte aber auch Verständnis für die Abwanderungsgedanken des Stürmers: "Wenn Lukas der Meinung wäre, dass er hier kein Land mehr sieht, dann sollte man ihm auch sagen, dass er sich zur Winterpause was anderes suchen soll." Die ständigen Diskussionen um den Ex-Kölner kann Beckenbauer nicht nachvollziehen. "Ich denke nicht, dass Lukas Podolski ein Problemfall ist", sagte er.

Wacker Burghausen steckt in der Dritten Liga weiterhin tief in der Krise. Das Team von Trainer Günter Güttler erreichte im Duell der Abstiegskandidaten beim VfR Aalen zwar ein 0: 0, wartet aber nun schon seit neun Spielen auf einen Sieg. Aalen verpasste eine Fortsetzung des zuletzt gezeigten Aufwärtstrends und den Sprung in die obere Tabellenhälfte. Beide Mannschaften spielten vor lediglich 2820 Zuschauern wie Absteiger.

Die SpVgg Bayreuth ist auf der Suche nach Geldgebern. Der Verein, der derzeit in der Bayernliga spielt, meldete vor drei Wochen beim Amtsgericht Bayreuth Insolvenz an. Seither bemühen sich Anhänger des Vereins, ihren Club zu retten. Um die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens zu vermeiden, haben sie eine Rettungskampagne gestartet. Unter www.spvgg-bayreuth-retter.de gibt es einen Überblick über die einzelnen Aktionen. Auch ein Spendenkonto wurde eingerichtet. Der 1921 gegründete Verein spielte in den Achtziger Jahren mehrmals in der Zweiten Liga. Derzeit hat der Club mehr als 800 Mitglieder und 14 Jugendmannschaften.

Pop-Legende Sir Elton John hat die Ehrenpräsidentschaft auf Lebenszeit beim englischen Zweitligisten FC Watford zurückgegeben. Der Superstar verkündete offenbar aus Protest gegen das Führungschaos seinen Rückzug aus dem Club, den er 25 Jahre lang als Präsident geführt und teilweise auch finanziert hatte. Elton John hatte den Verein 1976 übernommen und war 2002 nach Erfolgen wie dem Premier-League-Aufstieg und der Vize-Meisterschaft (1983) erst 2002 zurückgetreten. Watford kämpft in der 2. Liga gegen den Abstieg und zudem mit einer Führungskrise. Zuletzt war Teammanager Aidy Boothroyd entlassen worden.

ulz/sid/dpa

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