Kurzpässe Berbatow fällt gegen Schalke aus, Khedira hofft auf schnelles Comeback

Manchester United tritt im Champions-League-Halbfinale beim FC Schalke ohne Stürmer Dimitar Berbatow an. Der verletzte Sami Khedira macht sich Hoffnungen auf eine schnelle Rückkehr. Außerdem: Der FC Arsenal hat sich aus dem Titelkampf in der Premier League verabschiedet.
Real-Profi Khedira (r.): "Ich werde alles daran setzen, noch einmal zurückzukehren"

Real-Profi Khedira (r.): "Ich werde alles daran setzen, noch einmal zurückzukehren"

Foto: FELIX ORDONEZ/ REUTERS

Hamburg - Der englische Rekordmeister Manchester United muss im Halbfinal-Hinspiel der Champions League am Dienstag beim FC Schalke 04 (20.45 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) auf Stürmer Dimitar Berbatow verzichten. Der Bulgare reist wegen Leistenbeschwerden gar nicht erst mit nach Gelsenkirchen. Mit 21 Treffern führt der Ex-Profi von Bayer Leverkusen die englische Torschützenliste an, ist im Angriff hinter dem Mexikaner Javier Hernández derzeit aber nur zweite Wahl an der Seite von Wayne Rooney.

Bei Schalke 04 ist vor dem Duell der Einsatz von Benedikt Höwedes unklar. Der Innenverteidiger laboriert noch immer an einer Bauchmuskelzerrung. "Bei Höwedes wird die Entscheidung frühestens nach dem Abendtraining, vielleicht auch erst am Dienstagmorgen fallen", sagte Trainer Ralf Rangnick.

Michael Oenning wird auch in der kommenden Saison als Cheftrainer auf der Bank des Hamburger SV sitzen. Unklar war bisher die Vertragslaufzeit. Nun sagte der 45-Jährige dem Fernsehsender Sky: "Es ist alles ausverhandelt. Ich denke, dass wir am Dienstag den Vertrag endgültig besiegeln. Er ist für zwei Jahre angelegt."

In der englischen Meisterschaft kann nur noch der FC Chelsea Spitzenreiter ManUnited gefährlich werden, da sich Verfolger FC Arsenal aus dem Titelrennen verabschieden musste. Die "Gunners" verloren bei den Bolton Wanderers in letzter Minute 1:2 (0:1). Tamir Cohen traf für die Gastgeber in der 90. Minute. Zuvor hatte Robin van Persie (48.) Boltons Führung durch Daniel Sturridge (38.) ausgeglichen. Arsenal hat als Tabellendritter vier Spieltage vor Saisonende neun Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Manchester United. Chelsea (3:0-Heimsieg gegen West Ham United) hat sechs Zähler weniger als der Rekordmeister (1:0 gegen den FC Everton).

Edin Dzeko trifft wieder: Dank des ersten Tores des Ex-Wolfsburgers ist Manchester City wieder näher an Arsenal herangerückt. Der Bosnier war beim 1:0 (0:0)-Auswärtssieg gegen die Blackburn Rovers in der 75. Minute erfolgreich. Die Citizens liegen in der Premier League nur noch fünf Punkte hinter dem dritten Platz, der zur direkten Qualifikation für die Champions League berechtigt. Zudem hat das Team noch ein Nachholspiel.

Ein unschöner Anblick bot sich den Spielern des 1. FC Köln, als sie am Montag von einem Waldlauf auf das Trainingsgelände zurückkehrten: "Wenn ihr absteigt, schlagen wir euch tot", stand in einer Länge von 20 Metern auf eine Werbebande gesprüht. Fans hatten den geschmacklosen Spruch offenbar in der Nacht hinterlassen. "Das hat mich geschockt. Das hat nichts mit Kritik zu tun", sagte Trainer Frank Schaefer, "das ist völlig daneben und unverständlich." Auch Kapitän Lukas Podolski hatte kein Verständnis: "Das sind keine Fans. Das hat mit Menschenverstand nichts zu tun."

Nationalspieler Sami Khedira hat die laufende Saison trotz seiner Oberschenkelverletzung noch nicht abgehakt. "Ich kann versichern, dass die Verletzung noch nicht das Saisonaus bedeutet. Ich werde alles daran setzen, noch einmal zurückzukehren. Eventuell greife ich in einem möglichen Champions-League-Finale ein", teilte der Mittelfeldspieler von Real Madrid in einer Videobotschaft über das soziale Netzwerk Facebook mit und korrigierte damit seine eigene Einschätzung. Der 24-Jährige hatte beim Sieg im spanischen Pokalfinale gegen den FC Barcelona einen Muskelfaserbündelriss erlitten und anschließend eine Rückkehr in dieser Saison ausgeschlossen.

Fehlen wird Khedira definitiv im Halbfinal-Hinspiel der Champions League am Mittwoch (20.45 Uhr), wenn Real Erzrivale Barça empfängt. Die dritte Auflage des "Clásico" nach den Aufeinandertreffen in der Liga und im Pokal leitet der deutsche Schiedsrichter Wolfgang Stark.

ham/sid/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.