Kurzpässe Bierhoff wehrt sich gegen Völler-Kritik

Kritik zurückgewiesen: Oliver Bierhoff ist irritiert über die Aussagen von Rudi Völler, der seine Medienarbeit kritisierte. Mainz hat einen neuen Torwart, Hannover 96 Diskussionsbedarf: Steven Cherundolo hat Trainer Hecking kritisiert.


Hamburg - Nationalmannschafts-Teammanager Oliver Bierhoff hat die Kritik von Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler im Zusammenhang mit Bruno Labbadias Wechsel nach Hamburg zurückgewiesen. Völler hatte die Einflussnahme eines Medienberaters kritisiert, der sowohl Labbadia als auch Bierhoff berät. "Ich finde die unsachlichen Anfeindungen unnötig, ich verstehe nicht, warum er überhaupt meinen Namen nennt", sagte Bierhoff.

Teammanager Bierhoff: Völler-Kritik zurückgewiesen
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Teammanager Bierhoff: Völler-Kritik zurückgewiesen

Aufsteiger FSV Mainz 05 hat mit Torhüter Heinz Müller vom englischen Zweitligisten FC Barnsley Einigkeit über einen Wechsel erzielt. "Es ist alles klar und geregelt", sagte Manager Christian Heidel der "Frankfurter Rundschau". Die Ablöse soll unter 500.000 Euro liegen. Der Vertrag soll in der kommenden Woche unterzeichnet werden. Müller stand schon bei Hannover 96, Arminia Bielefeld, dem FC St. Pauli und Jahn Regensburg unter Vertrag, bevor er über Norwegen den Weg auf die Insel fand. Der 31 Jahre alte gebürtige Frankfurter soll laut Heidel "auf Augenhöhe" in das Duell mit Dimo Wache gehen, der seit 1995 in Mainz ist.

Steven Cherundolo von Hannover 96 hat Trainer Dieter Hecking öffentlich kritisiert. "Es war ein großer Fehler, den Mannschaftsrat abzuschaffen", sagte der Rechtsverteidiger der "Bild"-Zeitung. "Damit hat der Trainer die Führungsspieler entmachtet", klagte Cherundolo. Das habe er dem Coach auch intern gesagt. Der amerikanische Profi beklagte zudem, dass vor der abgelaufenen Saison der große Konkurrenzkampf "extra geschürt" worden sei.

Zweitligist 1. FC Kaiserslautern hat Nachwuchsspieler Alper Akcam mit einem Profivertrag bis zum 30. Juni 2011 ausgestattet. Der 21 Jahre alte Mittelfeldspieler, der seit der U15 alle Nachwuchsmannschaften des FCK durchlaufen hat, absolvierte bisher drei Einsätze in der Zweiten Liga.

Drittligist Kickers Emden steigt freiwillig ab. Das Präsidium des BSV Kickers Emden habe sich "schweren Herzens entschlossen, den Antrag auf Erteilung einer Lizenz für die 3. Liga zurückzuziehen", hieß es in einer Mitteilung des Vereins. Die Finanzierung eines Stadionneubaus in Emden und die Unterhaltung einer drittliga-tauglichen Fußballmannschaft habe sich in der derzeitigen wirtschaftlichen Situation "als unmöglich erwiesen". In welcher Klasse Emden in der kommenden Saison spielt, ist derzeit noch offen. In der abgelaufenen Saison war Kickers Emden Sechster der 3. Liga geworden. Von Emdens Entscheidung profitiert Wacker Burghausen. Die Bayern können nun trotz des sportlich verpassten Klassenverbleibs in der kommenden Saison in der 3. Liga spielen.

Rico Schmitt wird neuer Cheftrainer beim Drittligisten FC Erzgebirge Aue. Schmitt tritt die Nachfolge des am vergangenen Mittwoch beurlaubten Teammanagers Heiko Weber an. Unterstützt wird der 40- jährige Schmitt von Marco Kämpfe als Co-Trainer und Jörg Weißflog als Torwarttrainer.

Der Aberglaube von Spielern hat im Stadion von Swasilands Hauptstadt Mbabane zu schweren Beschädigungen geführt. Nachdem der 600.000 Dollar teure Kunstrasen im Somhlolo National Stadium zuletzt in den Torräumen und im Mittelkreis mehrfach zur unterirdischen Deponierung von Glücksbringern aufgerissen worden war, erwägt die Regierung inzwischen Stadionsperren für mehrere Vereine. Sportminister Hlobsile Ndlovu hat auch bereits Anzeige wegen Sachbeschädigung gegen Unbekannt erstattet. Aufgrund traditioneller Riten vertrauen viele afrikanische Sportler vor Wettbewerben auch auf Talismane. Fußballer vergraben dabei gewohnheitsmäßig ihre Glücksbringer in der Nähe der Tore und in der Spielfeldmitte. Allerdings sind die Beschädigungen bei Plätzen aus Naturrasen oder Asche im Gegensatz zu den Folgen des Brauchs auf Kunstrasenplätzen eher gering.

Das Engagement des früheren Weltstars Denilson in Vietnam hat unter keinem glücklichen Stern begonnen. Der in der Vorwoche von Hai Phong Cement verpflichtete Brasilianer steht nach der Verschiebung seines Debüts am vergangenen Wochenende bei den Fans des Clubs schon im Kreuzfeuer der Kritik. Die Anhänger fühlen sich betrogen, nachdem der Verein trotz einer Anhebung der Eintrittspreise wegen Denilson um 30 Prozent vor mit 30.000 Zuschauern ausverkauftem Haus ohne den angeblich verletzten Weltmeister von 2002 angetreten war. Denilson sah sich wegen der Verärgerung der Fans, die schon während des Spiels Tribünensitze in Brand gesetzt und Gegenstände auf das Feld geworfen hatten, inzwischen schon zu einer öffentlichen Erklärung genötigt. "Mein Arzt hat mir gesagt, dass ich innerhalb eines Monats wieder spielen kann. Dann werde ich unsere Fans auch entschädigen. Ich denke, dass ich ihnen noch wundervolle Augenblicke und Spielen bringen werde".

ruf/sid/dpa



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