Kurzpässe Blumen für Klose, Geldstrafe für Stadionsprecher

Am Samstag wird ein Bayern-Stürmer feierlich verabschiedet - von seinem alten Arbeitgeber Bremen. Ein Stadionsprecher wurde für eine falsche Ansage bestraft. Beim FC St. Pauli soll der alte Präsident auch der neue werden.


Hamburg - Miroslav Klose wird am Samstag vor dem Spiel zwischen Werder Bremen und Bayern München im Weserstadion offiziell von seinem alten Arbeitgeber verabschiedet. Der Nationalstürmer war vor dieser Saison für eine Ablöse von zwölf Millionen Euro von Bremen zum deutschen Rekordmeister gewechselt. "Es ist gute Sitte bei Werder, einen verdienten Spieler zu verabschieden. Das gilt auch für Miroslav Klose", sagte Werder-Sprecher Tino Polster, "Klose hat drei Jahre in Bremen hervorragende Leistungen gebracht und zu den Erfolgen beigetragen."

Bayern-Stürmer Klose: Abschied in Bremen
DDP

Bayern-Stürmer Klose: Abschied in Bremen

Der 29-Jährige soll dabei vom Werder-Vorstand einen Blumenstrauß erhalten. Die Ehrung ist mit den Bayern und Klose abgesprochen. Unklar ist allerdings, wie sich die Bremer Fans verhalten werden. Klose ist nach seinem forcierten Wechsel nach München ein Jahr vor Auslaufen seines Vertrages in Ungnade gefallen und muss mit einem Pfeifkonzert rechnen. "Wir können nicht beeinflussen, wie die Fans reagieren werden. Ich hoffe aber, dass wir die Verabschiedung in einem würdigen Rahmen durchführen können", sagte Polster.

Der Eklat um Stadionsprecher Rolf Störmann kommt den Zweitligisten FC Augsburg teuer zu stehen. Die Schwaben wurden heute vom Sportgericht des DFB zu einer Geldstrafe in Höhe von 3000 Euro verurteilt. Das Verfahren gegen Manager Andreas Rettig, der den Skandal verursacht hatte, wurde nach Zahlung einer freiwilligen Geldbuße in unbekannter Höhe eingestellt. Störmann hatte auf Veranlassung von Rettig im Südderby gegen 1860 München (2:6) verkündet, dass das 0:1 durch Berkant Göktan ein irreguläres Tor gewesen sei. "Der Sprecher kann nichts dafür. Ich nehme das alles auf meine Kappe. Ich ziehe das Büßergewand an", hatte Rettig später bekannt.

Corny Littmann ist beim Zweitligisten FC St. Pauli vom Aufsichtsrat erneut als Kandidat für die Wahl zum Präsidenten auf der nächsten Jahreshauptversammlung benannt worden. Die nächste ordentliche Jahreshauptversammlung findet voraussichtlich im November statt. Der 54 Jahre alte Theater-Direktor hatte bereits in der vergangenen Woche seine Bereitschaft für eine weitere Amtszeit erklärt. Er war im Frühjahr nach Turbulenzen um den Stadionbau und Kritik des Aufsichtrats an seinem Führungsstil kurzfristig zurückgetreten. Den Machtkampf mit dem Kontrollorgan des Vereins hatte er auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung Ende März allerdings für sich entschieden.

Neuer Rückschlag für Alexander Frei: Keine 20 Stunden nach seinem Comeback im Freundschaftsspiel gegen den Kreisligisten DJK Greven (8:0) hat sich der Stürmer von Borussia Dortmund gestern im Training einen Muskelfaserriss in der Wade zugezogen. Das ergab heute eine genaue Untersuchung mittels Kernspintomographie. Somit muss Frei sein Aufbautraining für etwa zwei bis drei Wochen unterbrechen. Frei hatte sich Mitte Mai einer Operation unterzogen, bei dem in der Hüfte Verknöcherungen entfernt worden waren, die die Beweglichkeit des 29-Jährigen stark eingeschränkt hatten. Darüber hinaus bangt die Borussia vor dem Revierderby am Samstag (15.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) bei Schalke 04 um den Einsatz von Nationalspieler Sebastian Kehl. Der Mittelfeldakteur klagt erneut über Beschwerden in seinem operierten Knie. Aus diesem Grund hat Kehl auch Bundestrainer Joachim Löw für das Länderspiel am nächsten Mittwoch in London gegen England abgesagt.

mt/sid



© SPIEGEL ONLINE 2007
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.