Kurzpässe Bobic will zum VfB, Ailton geht nach Bremen

Fredi Bobic soll neuer Sportdirektor des VfB Stuttgart werden. Regionalligist FC Oberneuland hat den brasilianischen Stürmer Ailton vom KFC Uerdingen verpflichtet. Real Mallorca bereitet Einspruch gegen den Ausschluss aus der Europa League vor.

Ehemaliger Nationalstürmer Bobic: Rückkehr zum VfB geplant
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Ehemaliger Nationalstürmer Bobic: Rückkehr zum VfB geplant


Hamburg - Der frühere Nationalspieler Fredi Bobic soll neuer Sportdirektor des VfB Stuttgart werden. Nach Informationen der "Stuttgarter Nachrichten" und der "Stuttgarter Zeitung" tritt der 38-Jährige die Nachfolge des zu Schalke 04 gewechselten Horst Heldt an. Bobic bekundete sein Interesse: "Ich bin weiter in Gesprächen mit dem VfB. Es ist alles sehr positiv. Ich glaube, dass eine Entscheidung in der nächsten Woche getroffen wird." Ohne Bobic' Namen zu nennen, sagte VfB-Präsident Erwin Staudt den "Stuttgarter Nachrichten": "Alles ist vorbereitet, jetzt kann alles sehr schnell gehen." Der ehemalige VfB-Stürmer steht noch bis 2014 als Geschäftsführerbei Chernomorets Burgas unter Vertrag. Bobic kann den Verein bei einem Angebot aus der Bundesliga jedoch verlassen.

Sechs Jahre nach dem Abschied von Werder Bremen kehrt der ehemalige Bundesliga-Torschützenkönig Ailton in die Hansestadt zurück. Der 37-jährige Brasilianer unterschrieb beim Regionalligisten FC Oberneuland einen Vertrag bis zum 30. Juni 2012. Sein laufender Kontrakt beim KFC Uerdingen wurde in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst.

"Er ist nun wieder zurück, und jeder weiß, dass Bremen seine Stadt ist. Das ist eine Riesengeschichte. Man darf aber nicht erwarten, dass er ein Heilsbringer ist", sagte Oberneulands Trainer Mike Barten dem "Weser-Kurier". Der Coach stand zwischen 2000 und 2003 gemeinsam mit Ailton im Profikader von Werder Bremen. In Krefeld, wo Ailton in der vergangenen Saison nie richtig in Tritt kam, bedauerte man den Abgang des Südamerikaners. "Ein Spieler mit einer solchen Qualität und einem solchem Namen findet man so schnell nicht wieder, sagte der KFC-Vorsitzende Agissilaos Kourkoudialos: "Wir wollten ihm keine Steine in den Weg legen."

Der finanziell angeschlagene spanische Erstligist Real Mallorca wehrt sich gegen den Ausschluss aus der Europa League und bereitet einen Einspruch vor. Dies teilte Luis Huerta, Anwalt des Clubs, am Freitag auf der Clubhomepage mit. Die Europäische Fußball-Union Uefa hatte das spanische Team am Dienstag wegen Überschuldung aus der Europa League ausgeschlossen. Das Kontrollgremium und das Disziplinarorgan der Uefa hatten ihre Entscheidung damit begründet, dass der Verein nicht die notwendigen Aufnahmekriterien erfüllt habe. Als Meisterschafts-Fünfter der Primera Division hatte sich Real direkt für die Gruppenphase der Europa Leaguequalifiziert. Trainer Michael Laudrup zeigte sich optimistisch: "Das klingt alles nicht sehr logisch. Ich denke nicht, dass wir außen vor bleiben werden."

Torhüter Heinz Müller von Bundesligist Mainz 05 hat einen Längsriss im hinteren Kreuzband des rechten Knies erlitten. Das ergab eine Kernspin-Untersuchung am Freitag in Bingen. Wie lange Müller ausfällt, steht noch nicht fest. Müller hatte sich die Verletzung im Testspiel gegen Alemannia Aachen (4:0) am Donnerstagabend in Bad Reichenhall bei einem Zusammenprall mit Benjamin Auer (8.) zugezogen.

Der ungarische Fußball-Verband HFA hat sich von Nationaltrainer Erwin Koeman getrennt. Laut HFA-Präsident Sandor Csanyi wird Sandor Egervari die Nachfolge des ehemaligen niederländischen Nationalspielers antreten. Der 60-jährige Egervari hatte im vergangenen Jahr mit Ungarn den dritten Platz bei der U20-Weltmeisterschaft in Ägypten belegt. " Unser Ziel ist die Qualifikation für die WM 2014 in Brasilien. Wir werden rund um die erfolgreichen Nachwuchsspieler eine neue Mannschaft aufbauen", sagte der zukünftige Coach. Der Niederländer Koeman hatte sein Amt im Mai 2008 angetreten und anschließend die Qualifikation für die WM-2010 in Südafrika verpasst. Zuletzt hatte sein Team vier Spiele in Folge verloren.

Die südafrikanische Nationalmannschaft muss sich möglicherweise einen anderen Spitznamen als "Bafana Bafana" zulegen. Um einem Urheberrechtsstreit aus dem Weg zu gehen, zieht der südafrikanische Verband Safa eine Umbenennung des Nationalteams in Erwägung. Wie Safa-Präsident Kirsten Nematandani mitteilte, habe sich bereits 1994 ein Geschäftsmann die Rechte an der Bezeichnung gesichert. Da der Verband in vielen seiner Publikationen den Spitznamen verwende und dies möglicherweise illegal sei, deutete Nematandani an, dass sich die südafrikanische Nationalmannschaft einen anderen Spitznamen suchen müsste.

mib/dpa/sid



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