Kurzpässe Buffon freigesprochen, Craiova entlässt Profis

Gianluigi Buffon kann aufatmen. Das Verfahren wegen illegalen Wettens ging für den Torhüter gut aus. In Rumänien hat ein Verein wegen anhaltender Erfolglosigkeit nicht den Trainer, sondern Spieler entlassen.


Hamburg - Ein Gericht in Turin hat Weltmeister Gianluigi Buffon vom Vorwurf des illegalen Wettens auf Spiele der Serie A freigesprochen. Staatsanwalt Stefano Palazzi sah nach einer Überprüfung der Anschuldigungen keinen Ansatz für eine Bestrafung des Welttorhüters von 2003 und 2004. Im Mai 2006 hatte Buffon im Rahmen der Ermittlungen im italienischen Wett- und Manipulationsskandal bereits zugegeben, Einsätze auf Spiele seines Vereins Juventus Turin platziert zu haben. Der 28-Jährige hatte jedoch stets beteuert, mit dem generellen Verbot von Seiten des italienischen Verbandes (FIGC) im vergangenen Jahr das Wetten eingestellt zu haben. Spieler, die weiterhin auf den Ausgang von Spielen in den Profiligen setzen, müssen nun mit Sperren von bis zu drei Jahren rechnen.

Torhüter Buffon: Sieg vor Gericht
AP

Torhüter Buffon: Sieg vor Gericht

Nach ausbleibendem Erfolg in der laufenden Saisonfeuert der FC Universitatea Craiova von einem Großteil der Mannschaft. Neun Profis wurden bei dem viermaligen Meister von Rumänien entlassen, weil sie unter ihren Möglichkeiten geblieben seien, wie der Clubboss Adrian Mititelu mitteilte. Das Team hatte von bisher 19 Spielen lediglich sechs Partien gewonnen, sechs Mal unentschieden gespielt und sieben Begegnungen verloren. In der Tabelle liegt die Mannschaft auf dem elften Rang.

Der griechische Meister Olympiakos Piräus hat sich von Trainer Trond Sollied getrennt. Das teilte der Club heute mit, nachdem gestern schon Medien über die Ablösung des Norwegers spekuliert hatten. Nachfolger ist Takis Lemonis, der zuletzt Skoda Xanthi trainiert hatte. Der 42-Jährige erhielt einen Vertrag bis Saisonende. Obwohl Piräus die Tabelle mit fünf Punkten Vorsprung auf AEK Athen anführt, kam die Trennung von Sollied nicht überraschend. Nach dem Aus in der Vorrunde der Champions League stand der Norweger - der vor der Verpflichtung von Armin Veh auch beim VfB Stuttgart im Gespräch war - bei Fans und Vereinsführung in der Kritik. Nachfolger Lemonis ist der elfte Coach in den vergangenen zehn Jahren.

mt/sid/Reuters



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