Kurzpässe BVB mit schwarzen Zahlen, Niederlande ohne van der Vaart

Zwei Jahre nach der drohenden Insolvenz macht ein börsennotierter Club wieder Gewinn. Der Spielmacher des HSV fehlt seiner Nationalmannschaft in der EM-Qualifikation. Ein ukrainischer Spitzenclub verklagt einen spanischen Erstligisten.


Hamburg - Borussia Dortmund hat im vergangenen Geschäftsjahr 2006/2007 (30. Juni) wieder schwarze Zahlen geschrieben. Wie die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA mitteilte, hat sich das Jahresergebnis im Konzern um 30,9 Millionen Euro auf 10,3 Millionen Euro verbessert. Dies sei laut Hans Joachim Watzke, Vorsitzender der Geschäftsführung, "das beste Ergebnis in der 98-jährigen Vereinsgeschichte". Der Umsatz stieg um 7,6 Millionen Euro auf 90,9 Millionen Euro. Der einzige börsennotierte Club in Deutschland hatte im Jahr 2005 hoch verschuldet eine drohende Insolvenz abwenden können.

Hollands van der Vaart (l.): Weiter verletzt
DPA

Hollands van der Vaart (l.): Weiter verletzt

Ohne Spielmacher Rafael van der Vaart muss die niederländische Nationalelf das EM-Qualifikationsspiel gegen Bulgarien morgen in Amsterdam bestreiten. Der Kapitän des Hamburger SV laboriert weiter an Wadenproblemen, die auch schon einen Einsatz des Mittelfeldstars im Punktspiel des HSV gegen Bayern München (1:1) am vergangenen Sonntag verhinderten. Auch für das Auswärtsspiel der "Elftal" am kommenden Mittwoch in Tirana gegen Albanien ist van der Vaart fraglich. Die Niederlande belegt derzeit in der EM-Qualifikations-Gruppe G mit 14 Punkten den dritten Rang hinter den ebenfalls noch ungeschlagenen Teams aus Rumänien (17 Punkte) und Bulgarien (15).

Der ukrainische Champions-League-Teilnehmer Schachtjor Donezk hat beim Fußball-Weltverband Fifa eine Klage auf Schadensersatz gegen den spanischen Erstligisten Real Saragossa eingereicht. Anlass ist der Wechsel von Schachtjors Brasilianer Matuzalem nach Saragossa, obwohl die Ukrainer ein Angebot der Spanier von zwölf Millionen Euro abgelehnt haben. Schachtjor will nun 25 Millionen Euro Kompensation haben, weil Real unerlaubterweise an den Spieler herangetreten sei. Wenig beunruhigt zeigten sich die Verantwortlichen in Saragossa. Man habe sich wie auch der Spieler an die Fifa-Richtlinien gehalten. "Wir haben dem Weltverband den Fall aus unserer Sicht geschildert. Der liegt in den Händen der Fifa", hieß es.

Zum ersten Mal in der Geschichte der Frauenfußball-WM wird die Fifa in China ein Gesamtpreisgeld in Höhe von rund 4,8 Millionen Euro an die Mannschaften auszahlen. Die Weltmeistermannschaft von 2007 wird ein Preisgeld in Höhe von 735.000 Euro erhalten. Der Vize-Weltmeister erhält 585.000 Euro, der Drittplatzierte bekommt 475.000 Euro. Für Platz vier gibt es 400.000 Euro. Die Viertelfinalistinnen erhalten jeweils 255.000 Euro, und für das Erreichen der Plätze neun bis 16 bekommt jede Mannschaft 180.000 Euro.

chp/dpa/sid



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