Kurzpässe Celtic will Hinkel, Ajax-Spiel abgesagt

Der VfL Wolfsburg hat das Rennen um Andreas Hinkel vom FC Sevilla offenbar verloren. Ein Polizeistreik sorgt für Spielausfälle in der niederländischen Ehrendivision. Die Fifa plant, 40 Millionen US-Dollar in die Ausbildung der Schiedsrichter zu investieren.


Hamburg - Andreas Hinkel steht laut übereinstimmenden spanischen Medienberichten kurz vor einem Wechsel zu Celtic Glasgow. Der schottische Meister habe sich bereits mit dem 25-Jährigen geeinigt und dem FC Sevilla ein Angebot über drei Millionen Euro Ablöse vorgelegt, heißt es. Die Spanier wollen dieses Angebot wohl annehmen.

Außenverteidiger Hinkel: Glasgow im Blick?
AP

Außenverteidiger Hinkel: Glasgow im Blick?

Zuletzt hatte Hinkels Berater Klaus Schaude dem VfL Wolfsburg "sehr gute Chancen" für einen Wechsel des ehemaligen Stuttgarters und 17-maligen Nationalspielers eingeräumt. Auch weitere Bundesligisten sollen an dem Außenverteidiger interessiert gewesen sein. Hinkel hatte im Sommer 2006 bei Sevilla einen Vertrag bis 2010 unterschrieben, konnte sich aber dort bisher nicht durchsetzen.

Wegen eines Streiks der Polizei sind in der niederländischen Ehrendivision die Punktspiele der drei Spitzenteams abgesagt worden. So müssen neue Termine für das Sonntags-Topspiel zwischen dem aktuellen Spitzenreiter Ajax Amsterdam und dem Zweitplatzierten, Meister PSV Eindhoven, sowie für die Begegnung zwischen dem Tabellendritten Feyenoord Rotterdam und AZ Alkmaar gefunden werden. Ein niederländisches Gericht hatte der Polizei zuvor einen Streik an diesem Wochenende genehmigt.

Die Fifa steckt 40 Millionen US-Dollar in ein Schiedsrichter-Unterstützungsprogramm. Dies beschloss das Exekutivkomitee um Präsident Joseph S. Blatter in Tokio. Mit Hilfe des Programms soll das Schiedsrichterwesen professionalisiert werden: durch zahlreiche Kurse, Seminare sowie Internetangebote. "Die Zukunft des Fußballs hängt wesentlich von der Qualität der Spielleitung ab. Das neue Schiedsrichter-Unterstützungsprogramm ist für unseren Sport deshalb grundlegend und wegweisend", sagte Blatter.

Zudem traf das Exekutivkomitee die Entscheidung, dass Spiele bei Fifa-Wettbewerben ab sofort nur noch bis zu einer Höhe von maximal 2750 Metern ausgetragen werden dürfen. Eine Ausnahme würde für den Fall gemacht, wenn die betroffenen Gästeteams im Vorfeld einer Begegnung ausreichend Gelegenheit zur Akklimatisierung haben. In der Vergangenheit hatten besonders die Andenstaaten Bolivien, Kolumbien, Ecuador, Peru und Chile sowie auch Mexiko ein Höhenlimit kritisiert.

Der Brasilianer Kaka wird Champions-League-Sieger AC Mailand offenbar treu bleiben. Wie Vizepräsident Adriano Galliani in einem Interview mit der spanischen Sporttageszeitung "Marca" erklärte, werde der Mittelfeldspieler am 30. Juni kommenden Jahres einen neuen Vertrag bis 2013 unterschreiben. Darauf habe man sich geeinigt. "Niemand wird Kaka bekommen. Er hat unter Eid geschworen, dass er sein Leben lang bei Milan bleiben wird. Er ist unser Aushängeschild", wird Galliani zitiert. Der derzeitig bis 2011 laufende Kontrakt bringt dem 25-Jährigen nach italienischen Zeitungsberichten neun Millionen Euro Gehalt jährlich.

Der italienische Fußballverband hat Ermittlungen gegen fünf Serie-A-Clubs wegen mutmaßlicher Verbindungen zu Ultra-Gruppierungen eingeleitet. Betroffen sind einem Bericht der Tageszeitung "La Repubblica" zufolge Champions-League-Sieger AC Mailand, Lazio Rom, der SSC Neapel, US Cagliari und Catania Calcio. Die Vereine werden verdächtigt, Ultra-Gruppen Freikarten für Spiele und andere Begünstigungen gewährt zu haben. Der italienische Sportkodex verbietet Clubs, auf finanzieller Ebene und auf andere Weise Ultra-Gruppen zu unterstützen.

wit/sid



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