Kurzpässe Daum lässt Profis singen, Hoeneß blickt auf Deisler

Kölns Trainer hat einen alten Freddy-Quinn-Song umdichten lassen. Den mussten seine Spieler anschließend anstimmen. Die Bayern wollen einen Franzosen nur verpflichten, wenn ein anderer Mittelfeldspieler nicht überzeugt. Ein Torwart will den HSV wohl verlassen.


Hamburg - Christoph Daum hat die Profis vom 1. FC Köln kurzerhand zu Sängerknaben gemacht. Im Trainingslager in La Manga in Spanien ließ der Coach die Spieler den früheren Hit von Freddy Quinn "100 Mann und ein Befehl" in neuer Fassung anstimmen. Co-Trainer Roland Koch hatte den Refrain in "30 Mann und nur ein Ziel..." umgedichtet. Beim Singen klopften sich die Kicker der Mannschaft, die nach der Hinrunde der 2. Bundesliga nur den zehnten Platz mit zwölf Punkten Rückstand auf einen Aufstiegsplatz belegt, mit der Faust auf die linke Brust. Die weiteren Strophen lauten: "30 Mann und nur ein Ziel. Und ein Weg, den jeder will. Fern von zu Haus' ist uns einerlei, denn ich bin bei den 30 Mann dabei." Das Orginal des Freddy-Quinn-Songs stammt im von Barry Sadler ("The Ballad Of The Green Berets").

Kölner Dirigent Daum: "30 Mann und nur ein Ziel"
Getty Images

Kölner Dirigent Daum: "30 Mann und nur ein Ziel"

Ein Werben Bayern Münchens um Franck Ribery von Olympique Marseille hängt von der Entwicklung Sebastian Deislers beim Deutschen Rekordmeister ab. "Er ist ein Spieler, der uns interessiert. Aber er ist nicht die Nummer eins oder zwei auf der Liste", sagte Manager Uli Hoeneß im Trainingslager in Dubai über den Franzosen, der bei der WM an der Seite von Zinedine Zidane im Mittelfeld überzeugt hatte. Wenn Deisler "richtig zurückkommt, machen wir bei Ribery gar nichts", so Hoeneß. Marseilles Präsident Pape Diouf, dessen Team ebenfalls in Dubai zu Gast ist, sagte "Wir wollen sicher nicht, dass er am Saisonende geht. Aber es ist noch nichts entschieden, was die Zukunft von Franck angeht." Ribery steht noch bis 2010 bei Olympique unter Vertrag.

Torwart Stefan Wächter strebt möglicherweise einen Vereinswechsel an. Nachdem dem Keeper des Bundesligisten Hamburger SV im Trainingslager in Dubai mitgeteilt wurde, dass er nur noch die Nummer drei hinter Neuzugang Frank Rost und seinem Kollegen Sascha Kirschstein ist, erwägt der 28-Jährige die Trennung von den Hanseaten. "Ich will auf jeden Fall weiterhin erstklassig spielen", erklärte Wächter. Ob er bis zum Ende der laufenden Transferperiode am 31. Januar oder erst im Sommer zu einem neuen Verein geht, ließ der Schlussmann offen: "Es wird keinen Schnellschuss geben. Ich muss hundertprozentig von meinem neuen Club überzeugt sein, sonst bleibe ich bis zum Sommer in Hamburg." Interesse an Wächter sollen angeblich die Bundesligisten Alemannia Aachen und VfL Bochum sowie der spanische Erstligist Real Mallorca haben.

mt/sid



© SPIEGEL ONLINE 2007
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.