Kurzpässe Demo für Doll, Hochstätter für Hannover

Hannover 96 hat einen neuen Manager verpflichtet, Kaiserslautern einen zusätzlichen Stürmer. Beim Hamburger SV wird es immer skurriler: Heute demonstrierten die Spieler mit einem selbstgemalten Plakat für den Verbleib von Trainer Thomas Doll. In Bielefeld wird gebaut.


Hamburg - Die Frage um die Zukunft von Trainer Thomas Doll beim Hamburger SV ist weiter ungeklärt. Die Vereinsverantwortlichen verhandeln hinter geschlossenen Türen, im Umfeld werden täglich neue Nachfolgekandidaten genannt. Jetzt hat die Mannschaft allerdings ein deutliches Votum für ihren Coach und den ebenfalls in der Kritik stehenden Sportchef Dietmar Beiersdorfer abgegeben. "120 Prozent. Mit Doll und Didi zurück nach oben! Jetzt erst recht!", war auf einem Plakat zu lesen, dass die Profis Thimothee Atouba, Raphael Wicky, Vincent Kompany, Nigel de Jong und Alexander Laas im Namen des gesamten Teams am heimischen Stadion entrollten. "Ich hoffe, der Vorstand bedenkt, dass wir Spieler die Situation zu verantworten haben. Wir wollen mit den Beiden weitermachen", erklärte Atouba.

Manager Hochstätter: Mit Hecking im Gladbacher Trikot
DPA

Manager Hochstätter: Mit Hecking im Gladbacher Trikot

Rund fünf Wochen nach der Trennung von Ilja Kaenzig hat Hannover 96 in Christian Hochstätter offenbar einen neuen Manager gefunden. Der 43-jährige Hochstätter war bis zu seinem Rücktritt im April 2005 sechs Jahre als Sportdirektor bei Borussia Mönchengladbach tätig. Der zweimalige Nationalspieler kennt Hannovers Trainer Dieter Hecking noch aus aktiven Zeiten. Beide trugen von 1983 bis 1985 das Gladbacher Trikot. Kind hatte die Zustimmung Heckings zum neuen Manager zuletzt zur unabdingbaren Voraussetzung erklärt. "Ich hole aber nicht meine Freunde. Wir haben vor 20 Jahren in einer Mannschaft gespielt", sagte der 96-Coach.

Schlechte Nachrichten gab es vom DFB-Sportgericht: 96 muss zum Rückrundenauftakt bei Werder Bremen am 27. Januar 2007 auf Steven Cherundolo verzichten. Der Abwehrspieler wurde nach seiner Roten Karte im Punktspiel beim 1. FC Nürnberg (1:3) mit einem Spiel Sperre belegt.

Arminia Bielefeld ist bei den Planungen für den Umbau der Osttribüne auf der Alm einen großen Schritt weitergekommen. Der Verein reichte heute bei der Stadt Bielefeld einen entsprechenden Bauantrag ein und erklärte, mit den Anwälten der gegen den Ausbau klagenden Anwohnerparteien zudem eine "unterschriftsreife Rahmenvereinbarung" getroffen zu haben. "Die Anwälte haben ihren Mandanten empfohlen, dieses Konsenspapier zu akzeptieren", sagte Arminia-Geschäftsführer Roland Kentsch. In diesem Fall stünde der geplanten Kapazitätserhöhung der Arena von derzeit 26.601 auf - je nach Entwurf - 28.000 bis 30.000 Plätze nichts mehr im Wege. Am 9. Januar 2007 wird die Arminia auf einer Pressekonferenz ihr favorisiertes Modell vorstellen, Baubeginn soll noch während der Bundesliga-Rückrunde sein.

Zweitligist 1. FC Kaiserslautern hat den Nigerianer Emeka Opara ablösefrei zum 1. Januar 2007 unter Vertrag genommen. Der 22 Jahre alte Stürmer, der bislang bei Etoile Sportive du Sahel aus Tunesien spielte, unterzeichnete einen Kontrakt bei den Roten Teufeln mit einer Laufzeit bis zum 30. Juni 2009.

Die israelische Polizei hat Ende vergangener Woche fünf Spieler von Zweitligist Hapoel Beersheba verhaftet, nachdem einer von ihnen gestanden hatte, rund 3600 Euro von Betrügern für die Verschiebung eines Spiels angenommen zu haben. Dies wurde erst jetzt bekannt. Die Vorwürfe waren in einer Woche laut geworden, in dem die Rekordsumme von rund 7,2 Millionen Euro im Jackpot der wöchentlichen Fußball-Wette war. Daraufhin sagte der israelische Fußball-Verband das unter Manipulationsverdacht stehende Spiel ab, reduzierte den Jackpot um drei Viertel und setzte Privatdetektive an, um die Affäre zu untersuchen.

mig/sid



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