Kurzpässe Diego dementiert, Rostocker randalieren in Leipzig

Werder Bremens Spielmacher Diego hat sein angebliches Interesse an einem Wechsel zu einem italienischen Spitzenclub dementiert. Rostocker Anhänger haben bei einem Zwischenstopp zu einem Auswärtsspiel randaliert. Bert van Marwijk soll Marco van Basten beerben.


Hamburg - Werder Bremens Diego hat mit einem Dementi auf Meldungen reagiert, wonach er an einem Wechsel zu Juventus Turin interessiert sei. Italienische Sportzeitungen hatten über das angebliche Wechselinteresse des brasilianischen Nationalspielers berichtet. "Dieser Satz ist frei erfunden", erklärte Diego auf der Homepage des Bundesliga-Clubs.

Bremer Diego: "Frei erfunden"
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Bremer Diego: "Frei erfunden"

Der Bremer Mittelfeldregisseur war nach dem Länderspiel Irland - Brasilien am vergangenen Mittwoch von italienischen Journalisten auf das angebliche Interesse von Juventus Turin an seiner Person angesprochen worden. "Ich habe gesagt, dass ich davon gehört habe und dass es toll ist, wenn ein solcher Club Interesse hat, aber dass ich mich in Bremen sehr wohl fühle, mich voll auf Werder konzentriere und einen Vertrag bis 2011 habe, den ich erfüllen werde", so Diego. Er hatte den Kontrakt in Bremen erst vor wenigen Monaten verlängert.

Bert van Marwijk ist erster Kandidat für die Nachfolge von Marco van Basten als Trainer der niederländischen Nationalmannschaft. Auf seiner Internetseite bestätigte der königlich-niederländische Fußball-Bund KNVB, dass man derzeit Gespräche ausschließlich mit van Marwijk führe. Van Basten hatte angekündigt, sein Amt nach der EM in der Schweiz und Österreich (7. bis 29. Juni) zur Verfügung zu stellen. Mit van Marwijk, der bis Dezember 2006 zweieinhalb Jahre beim Bundesligisten Borussia Dortmund tätig war, bevor er im vergangenen Jahr zum zweiten Mal bei Feyenoord Rotterdam anheuerte, sollen in Kürze weitere Treffen und Verhandlungen stattfinden.

Verteidiger Andreas Wolf von Pokalsieger 1. FC Nürnberg soll nach dem Willen des russichen Nationaltrainers Guus Hiddink für die russische Auswahl spielen. "Wir haben einige Profis im Auge, die den russischen Pass bekommen könnten. Darunter ist auch Wolf", sagte der Niederländer der Zeitung "Sowjetskij Sport".

Der 25 Jahre alte Wolf wurde in Tadschikistan geboren und kam 1990 nach Deutschland. "Wenn auf Dauer keine Einladung für Deutschland kommt, spiele ich eben für Russland. Ich wurde in Leninabad geboren, also schlagen zwei Herzen in meiner Brust", sagte er der "Bild"-Zeitung. Der Club rät Wolf allerdings von einem Einsatz für den EM-Teilnehmer ab. "Wolfi ist noch jung. Irgendwann kann er als Spätberufener immer noch eine Einladung für Deutschland bekommen", sagte Sportdirektor Martin Bader.

Rostocker Fußballfans haben heute Nacht in der Leipziger Innenstadt randaliert. Die rund 270 Hansa-Anhänger wollten nach Polizeiangaben ihren längeren Umsteigeaufenthalt im Hauptbahnhof nutzen und in der Innenstadt feiern. Die Polizisten drängten sie jedoch in das Bahnhofsgebäude zurück. Zwischenzeitlich versammelten sich 50 Anhänger eines Leipziger Fußballclubs und provozierten Krawalle mit den Rostockern. Die Polizei sprach Platzverweise gegen die Leipziger aus. Sie sollten mit Bussen weggebracht werden. Dabei warfen die Rostocker Steine auf einen Bus, dessen Fenster zerstört wurden. Gegen 5.30 Uhr verließen die Fans Leipzig in Richtung Nürnberg.

mig/sid/dpa



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