Kurzpässe Düsseldorf-Profi hasst den HSV, Magath sauer auf Farfan

"Nach Biertrinken krankgemeldet": Bei Schalke-Trainer Felix Magath ist ein prominenter Spieler in Ungnade gefallen. Ein ehemaliger St. Paulianer, der jetzt für Düsseldorf spielt, hat sich abfällig über Fortunas DFB-Pokalgegner HSV geäußert. David Beckham hat gegen Barcelona getroffen.


Hamburg - Pokalspiel gewonnen, Stürmer verloren: Felix Magath hat nach dem 4:0-Sieg gegen den Amateurverein Germania Windeck deutliche Worte in Richtung Angreifer Jefferson Farfan gerichtet: "Er hat sich gestern nach dem Biertrinken krankgemeldet", sagte Magath mit süffisantem Unterton über die Nichtberücksichtigung des eigentlich gesetzten Peruaners. Farfan hatte sich am Abend vor dem Spiel im Mannschaftshotel mit einigen Teamkollegen trotz erster Anzeichen eines grippalen Infektes ein Bier gegönnt: "Es kann durchaus sein, dass er erstmal fehlen wird."

Düsseldorfs Palikuca (l.): "Mehr Hass geht nicht"
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Düsseldorfs Palikuca (l.): "Mehr Hass geht nicht"

Deutliche Worte fand auch Robert Palikuca, allerdings für den Gegner. Drei Jahre kickte der Abwehrspieler für den FC St. Pauli, seit drei Spielzeiten steht er in Düsseldorf unter Vertrag. Die Fortuna trifft am Montag um 20.30 Uhr im Pokal auf den Hamburger SV.

"Als ich noch bei Pauli gespielt habe, haben wir jedes Jahr die Daumen gedrückt, dass wir den scheiß Hamburger Verein zugelost bekommen. Mehr Hass geht nicht", wird der 31-Jährige in der "Hamburger Morgenpost" zitiert.

Paolo Rizzo vom Fünftligisten Kickers Emden drohen Ermittlungen durch den Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Rizzo hatte Lukas Podolski nach dem 3:0 der Kölner im Erstrundenspiel des DFB-Pokals am Samstag in Emden in einem TV-Gespräch beleidigt. "Wenn er Arschloch in einem Interview gesagt hat, werden wir ermitteln", kündigte DFB-Chefankläger Anton Nachreiner im "Express" an.

Zum Vergleich zog Nachreiner das Beispiel von Mario Gomez heran. Der Nationalstürmer hatte in der vergangenen Saison im Trikot des VfB Stuttgart Gegenspieler Maik Franz vom Karlsruher SC mit demselben Ausdruck öffentlich tituliert und war dafür mit einer Geldstrafe in Höhe von 8000 Euro belegt worden. "Wenn das in dem einem Fall gemacht wird, muss man in dem anderen auch handeln", so Nachreiner. Ob Rizzos Beteuerung, die Aussage "positiv gemeint zu haben" die Ermittler milde stimmen kann, wird man sehen. Rizzo hatte über Podolski gesagt: "Ich war schon enttäuscht, auch menschlich. Ich hatte ihn mir anders vorgestellt, aber auf dem Platz war er ein - ja - ein Arschloch."

Hannover 96 hat Mittelfeldspieler Hendrik Hahne am Sonntagmorgen vor dem DFB-Pokalspiel beim Regionalligisten Eintracht Trier als Vorsichtsmaßnahme nach Hause geschickt. Der 23-Jährige ist Kapitän des Regionalliga-Teams, aus dessen Kader sich ein Spieler mit der Schweinegrippe infiziert hat. Hahne selbst hat keinerlei Symptome der Krankheit.

Real Madrid hat die Beine seines neuen Superstars Cristiano Ronaldo mit einer Rekordsumme von 100 Millionen Euro versichert. Wie die Zeitung "El Mundo" am Sonntag berichtete, erhalten die "Königlichen" diesen Betrag bei einer schweren Verletzung des teuersten Fußballers der Welt. Die Sorgen um die Gesundheit des Portugiesen scheinen berechtigt zu sein. In den drei ersten Testspielen dieser Saison wurde Cristiano Ronaldo 34 Mal gefoult.

David Beckham hat auf seine Weise auf die jüngsten Fan-Provokationen reagiert. Der englische Nationalspieler von Los Angeles Galaxy zeigte bei einem Testspiel gegen den FC Barcelona (1:2) eine starke Leistung und krönte seine Vorstellung mit seinem Treffer zum zwischenzeitlichen Ausgleich (44.).

Nach der Partie vor 93.137 Zuschauern im Rose-Bowl-Stadium in Pasadena, in der Beckham von einigen Galaxy-Anhängern erneut ausgepfiffen wurde, zeigte sich der 34-Jährige geläutert von den Vorfällen der letzten Tage. "Wenn so etwas noch einmal passiert, werde ich nicht darauf reagieren. Ich werde den Betreffenden noch nicht einmal anschauen. Das kostet nur Zeit und Energie", so Beckham.

mig/sid/dpa



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