Kurzpässe Eto'o gefeiert, Ronaldo gestresst

Zuletzt erzielte Samuel Eto'o beim Champions-League-Triumph seines FC Barcelona den Ausgleich, nun zeigte er sich auch in der Meisterschaft treffsicher. Von der Primera División genug hat dagegen offenbar Ronaldo. Die deutsche Nationalelf trainiert nun in der Schweiz.


Hamburg - Im letzten Saisonspiel des FC Barcelona bei Athletic Bilbao unterlag das Team von Trainer Frank Rijkaard zwar 1:3, aber Samuel Eto'o sicherte sich mit seinem 26. Treffer die Spitzenposition in der Torschützenliste vor David Villa vom FC Valencia, der auf 25 Tore kam. Dritter wurde Eto'os Teamkollege Ronaldinho, der 17mal traf.

Stürmerstar Eto'o: 26 Treffer in einer Saison
AP

Stürmerstar Eto'o: 26 Treffer in einer Saison

Der Brasilianer stand in der einzigen Partie nach dem offiziellen Saisonfinale ebenso nicht mehr im Aufgebot der Katalanen wie die anderen WM-Teilnehmer Deco (Portugal), Carles Puyol (Spanien) und Rafael Marquez (Mexiko). Barcelona hatte sich die Meisterschaft schon vorzeitig gesichert. In der Abschlusstabelle liegt der Club zwölf Punkte vor Real Madrid.

Bei den "Königlichen" erwägt Stürmerstar Ronaldo nach Angaben der Sportzeitung "Marca" nach der WM einen möglichen Rückzug. Der Brasilianer denke daran, sich nicht mehr dem Stress auszusetzen, der im Spitzenfußball anfällt, berichtet das Blatt heute.

Daher habe Ronaldo einen Transfer zu den Mailänder Clubs Inter oder zum AC abgelehnt. Er schließe es nicht aus, nach der WM für einen Club zu spielen, der nicht zur höchsten Elite gehörte, schrieb "Marca" unter Berufung auf Vertraute des Stürmers. Ronaldo hatte sich in Madrid mehrfach darüber beklagt, dass die Fans zu kritisch mit ihm seien.

Fernando Santos heißt der neue Trainer beim portugiesischen Rekordmeister Benfica Lissabon. Der 51-Jährige wechselt von AEK Athen zurück in seine Heimat. Santos hatte früher schon den Stadtrivalen Sporting und den FC Porto trainiert und tritt nun die Nachfolge des Holländers Ronald Koeman an, der zum PSV Eindhoven wechselt.

Sorgen macht sich die Nationalmannschaft Paraguays um Bayern-Stürmer Roque Santa Cruz. Drei Wochen vor dem WM-Auftaktspiel gegen England plagt sich der Angreifer mit einer Reizung des Innenbandes im rechten Knie herum. Grund ist wohl eine Überlastung. Der 24-Jährige muss deshalb im Trainingslager im österreichischen Flachau eine Zwangspause einlegen.

Die nächste Station in der WM-Vorbereitung hat die deutsche Nationalmannschaft erreicht. Nach dem Regenerationstrainingslager auf Sardinien landete sie heute Vormittag in Genf und bezog dort Quartier im Nobelhotel La Reserve. Dabei musste das Team einen Temperatursturz verkraften. Waren es in Cagliari noch 30 Grad Celsius, so zeigte das Thermometer in der Schweiz nur 16 Grad.

Bis zum 30. Mai hält sich Jürgen Klinsmann mit seinem Team in Genf auf. Dort sollen täglich zwei Trainingseinheiten absolviert werden. Unterbrochen wird das Trainingslager nur durch das Länderspiel am 27. Mai in Freiburg gegen Luxemburg.

bri/sid/dpa



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