Kurzpässe Ex-Real-Präsident vergleicht Mourinho mit Hitler

"Mourinho hat Krieg mit der ganzen Welt geführt": Madrids Ex-Präsident Ramon Calderon hat den aktuellen Real-Trainer mit Hitler verglichen. Yildiray Bastürk hat sein Karriereende angekündigt. Und: Babelsberg zittert weiter vor dem Zwangsabstieg, Oliver Kreuzer hat einen neuen Job.   

Real-Trainer Mourinho: "Das passt nicht zu Real Madrid"
Getty Images

Real-Trainer Mourinho: "Das passt nicht zu Real Madrid"


Hamburg - Real Madrids ehemaliger Präsident Ramon Calderon hat auf die Entlassung von Generaldirektor Jorge Valdano beim spanischen Rekordmeister mit einem Rundumschlag reagiert und dabei Trainer José Mourinho mit Adolf Hitler verglichen. "Mourinho hat Krieg mit der ganzen Welt geführt - in Portugal, in England und in Italien. Er legt sich mit allen an und nimmt es sich heraus, das zu sagen, was die anderen sich nicht erlauben. Aber das passt nicht zu Real Madrid", sagte Calderon einem Radiosender.

Der ehemalige Bundesliga-Profi Yildiray Bastürk will seine Profi-Karriere beenden. "Bis jetzt habe ich offiziell nichts gesagt. Aber ich habe im letzten Jahr nichts gemacht und werde im Dezember 33. Das ist ein Alter, in dem man aufhören kann", sagte der Mittelfeldspieler im Interview mit zdf.de. Bastürk, der zwischen 1997 und 2010 insgesamt 249 Bundesligaspiele (32 Tore) und 30 Zweitligapartien (sieben Tore) für den VfL Bochum, Bayer Leverkusen, Hertha BSC Berlin und den VfB Stuttgart absolviert hatte, stand bis zum Sommer 2010 beim englischen Erstligisten Blackburn Rovers unter Vertrag, kam dort jedoch nur zu einem Einsatz. Seitdem war der ehemalige türkische Nationalspieler vereinslos.

Fußball-Zweitligist Karlsruher SC hat Oliver Kreuzer als neuen sportlichen Leiter verpflichtet. Der 45-Jährige, der zwischen 1985 und 1991 für den KSC 182 Spiele bestritten hatte, erhält beim KSC einen Zweijahresvertrag. Seit August 2008 war der 45-Jährige beim österreichischen Meister Sturm Graz als Sportdirektor tätig, hatte sich zuletzt aber über mangelndes Vertrauen seitens des Grazer Vorstandes beschwert.

Zweitliga-Absteiger VfL Osnabrück hat auf die Anschuldigungen der Steuerfahndung reagiert und dem Verdacht der Steuerhinterziehung widersprochen. "Der Vorwurf der verdeckten Lohnzahlung an Spieler und die damit im Zusammenhang stehende Unterlassung von Lohnsteuerzahlungen, Leistungen von Nebenabgaben und Sozialversicherungsbeiträgen entspricht nicht der Wahrheit", sagte VfL-Geschäftsführer Ralf Heskamp. "Der Verein hat sämtliche Unterlagen im Rahmen der Betriebsprüfung offengelegt und sich in jeder Hinsicht kooperativ gezeigt", fügte er hinzu. Zudem weist der Verein Vorwürfe zurück, dass er Einnahmen aus Eintrittsgeldern nicht vollständig angegeben habe.

Dem Drittligisten SV Babelsberg 03 droht weiterhin der Zwangsabstieg: Eine millionenschwere Bürgschaft der Stadtwerke Potsdam für den finanziell angeschlagenen Verein ist wohl vom Tisch. Dafür will die Stadt dem Club einen einmaligen Zuschuss von bis zu 700.000 Euro gewähren. Das reicht jedoch nicht, um die Lizenzauflagen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) für Liga drei zu erfüllen. Dem Verein fehlen rund 1,4 Millionen Euro.

"Ich hatte die Hoffnung, dass die Stadt über ihren Schatten springt und die 3. Liga sichert", sagte Geschäftsführer Ralf Hechel der Internetausgabe der "Potsdamer Neuesten Nachrichten". Gelingt es den Babelsbergern nicht, einen Großsponsor zu finden, wird der Verein wohl in der kommenden Saison in der Regionalliga spielen müssen. Die Ultra-Fans sammeln im Internet Spenden für ihren Club.

Der VfL Wolfsburg hat Reservespieler Michael Schulze (22) und Kevin Scheidhauer (19) aus dem U19-Team mit Profiverträgen ausgestattet. Beide Talente verlängerten ihre jeweils noch eine Saison laufenden Kontrakte vorzeitig bis zum 30. Juni 2014. Trainer Felix Magath bescheinigte Schulze und Scheidhauer großes Potential.

Mit fünf Bundesligaprofis tritt die japanische Nationalmannschaft in der kommenden Woche beim traditionellen Kirin Cup im eigenen Land an. Für das Einladungsturnier berief Nationaltrainer Alberto Zaccheroni die Legionäre Tomoaki Makino (1. FC Köln), Atsuto Uchida (Schalke 04), Makoto Hasebe (VfL Wolfsburg), Shinji Okazaki (VfB Stuttgart) sowie Hajime Hosogai vom frischgebackenen Aufsteiger FC Augsburg. Insgesamt stehen 25 Spieler im japanischen Kader.

jjo/mig/dpa/sid



© SPIEGEL ONLINE 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.