Kurzpässe Fabregas zur WM fit, Sofia-Präsident wird zum Lebensretter

Spanien atmet auf: Mittelfeldstar Cesc Fabregas wird wahrscheinlich bis zur WM wieder fit. Slavia Sofias Präsident Wenzislaw Stefanow hat einem Juniorenspieler das Leben gerettet. Zweitligist 1860 München feierte einen Heimsieg gegen Bielefeld.

Jubelnder Fabregas: Spaniens Mittelfeldstar kann wohl doch zur WM
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Jubelnder Fabregas: Spaniens Mittelfeldstar kann wohl doch zur WM


Hamburg - Spaniens Mittelfeldstar Cesc Fabregas wird wahrscheinlich doch noch rechtzeitig zur WM wieder fit. "Cesc ist auf einem guten Weg. Wenn alles gutgeht, wird er ohne Probleme bei der Weltmeisterschaft dabei sein", sagte der Physiotherapeut von Fabregas' englischem Verein FC Arsenal, Colin Lewin. Der 22 Jahre alte Mittelfeldspieler hatte sich vergangene Woche im Champions-League-Spiel gegen den FC Barcelona einen Haarriss im rechten Wadenbein zugezogen und zunächst um seine WM-Teilnahme bangen müssen. Für Arsenal wird er in dieser Saison nicht mehr spielen können.

Nach seinem Blitz-Comeback im Viertelfinal-Rückspiel der Champions League gegen Bayern München fällt Topstar Wayne Rooney vom englischen Meister Manchester United wieder aus. Die Knöchelverletzung, die sich der Angreifer im Hinspiel in München zugezogen hatte, ist wieder aufgebrochen. Rooney fehlt seinem Team damit am Sonntag bei den Blackburn Rovers. Die Verletzung sei aber nicht so schlimm wie beim ersten Mal, sagte Teammanager Alex Ferguson. Er gehe davon aus, dass Rooney im Liga-Spiel gegen Stadtrivalen Manchester City am Samstag in einer Woche wieder dabei sei.

Wenzislaw Stefanow, Präsident des bulgarischen Erstligisten Slavia Sofia, ist während eines Juniorenspiels zum Lebensretter geworden. Als ein Spieler des Clubs im Derby gegen Lewski Sofia kollabierte und seine Zunge verschluckte, rannte er auf den Platz und leistete erste Hilfe. Der Schiedsrichter hatte das Spiel zu diesem Zeitpunkt noch nicht unterbrochen. "Ich habe gesehen, wie unser Junge zusammenbrach. Da warte ich nicht erst die Zustimmung des Schiedsrichters ab, bevor ich helfe", sagte Stefanow: "Ich hätte es für jeden Spieler getan, nicht nur für einen Spieler im Slavia-Trikot."

Der vierte Champions-League-Platz ist für Deutschland zum Greifen nah. Durch die Erfolge des Rekordmeisters Bayern München und des Hamburger SV rückt die Bundesliga in der Fünfjahreswertung der Europäischen Fußball-Union Uefa bis auf 0,417 Punkte an Italien heran. Die Chancen, die Italiener in der laufenden Saison zu überholen, stehen nicht schlecht: Während die Bundesliga noch durch zwei Clubs in den europäischen Wettbewerben vertreten wird, ist auf Seiten der Italiener nur noch Inter Mailand im Rennen. Sollte das gelingen, könnte die Bundesliga ab der Saison 2011/12 wieder vier Champions-League-Starter stellen.

Im spanischen Klassiker zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona müssen beide Vereine am Samstag definitiv auf zwei ihrer Stars verzichten. Bei den "Königlichen" wird der Mittelfeldspieler Kaká fehlen, der sich laut Real-Coach Manuel Pellegrini noch nicht von seinen Leistenbeschwerden erholt hat. Für den Brasilianer soll der ehemalige HSV-Kapitän Rafael van der Vaart spielen. Auf Seiten Barcelonas kann Stürmer Zlatan Ibrahimovic nicht auflaufen. Der Schwede hat sich noch nicht von seiner Oberschenkelblessur erholt. "Er wird uns sehr fehlen", sagte Barça-Coach Josep Guardiola.

Wegen anhaltender Hüftbeschwerden droht Stürmer Diego Klimowicz vom Bundesligisten VfL Bochum das Saison-Aus und damit das vorzeitige Karriereende. "Ich befürchte, dass wir ihn gar nicht mehr zu sehen bekommen. Seine Beschwerden werden immer schlimmer", sagte VfL-Coach Heiko Herrlich zwei Tage vor Partie gegen den Hamburger SV. Der 35-jährige Klimowicz hatte schon vor gut einem Monat angekündigt, nach Ende dieser Spielzeit in seine argentinische Heimat zurückzukehren und die aktive Laufbahn beenden zu wollen.

In der zweiten Bundesliga steht Rot Weiss Ahlen mit einem Bein in der 3. Liga, aber auch die TuS Koblenz schwebt in akuter Abstiegsgefahr. Zum Auftakt des 30. Spieltag kassierte das Tabellen-Schlusslicht Ahlen am Freitag in Paderborn die fünfte Niederlage in Folge (0:2) und ist mit elf Punkten Rückstand auf den 15. Platz kaum noch zu retten. Koblenz (28 Punkte) verpasste durch das 1:1 bei Alemannia Aachen den Sprung auf den Relegationsplatz und muss weiter zittern. Im dritten Freitagsspiel kam der TSV 1860 München zu einem 3:1-Heimsieg gegen Arminia Bielefeld.

mib/sid/dpa/rtr



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