Kurzpässe Fans wollen Matthäus, Juve will Diego
Hamburg - Rekordnationalspieler Lothar Matthäus ist laut der Tageszeitung "Die Welt" überraschend der unangefochtene Wunschkandidat für die 3401 Fans, die sich an einer Umfrage für die Klinsmann-Nachfolge beteiligten. 18 Prozent entfielen auf den ehemaligen Bayern-Kapitän und jetzigen Trainer des israelischen Erstligisten Maccabi Netanja. José Mourinho (Inter Mailand) und Frank Rijkaard (zuletzt FC Barcelona) erhielten je elf Prozent der Stimmen.
Manager Uli Hoeneß hat unterdessen Erleichterung über die Trennung von Jürgen Klinsmann eingeräumt und zugleich bestätigt, dass der ehemalige Trainer bereits seit geraumer Zeit vor dem Aus stand. "Wenn man sich wochenlang den Kopf zermartert, wie es weitergehen soll, und dann eine Entscheidung trifft, ist es doch oft so, dass man erleichtert ist", sagte Hoeneß der Münchner "tz".
Trainer Erik Gerets wird den französischen Meisterschaftsanwärter Olympique Marseille zum Saisonende verlassen. Dies erklärte der Belgier auf der Club-Homepage. Er habe diese Entscheidung bereits vor geraumer Zeit getroffen und werde den Spitzenreiter der Ligue 1 im Sommer verlassen. Gerets hatte in der Bundesliga beim 1. FC Kaiserslautern und beim VfL Wolfsburg gearbeitet. Er gehört zu den Kandidaten für den Trainerposten beim FC Bayern. Gerets ist aber auch bei Al Hilal in Saudi-Arabien im Gespräch.
Juventus Turin scheint im Werben um Werder Bremens Starspieler Diego ernst zu machen. "Ja, es hat Gespräche gegeben", bestätigte Werder-Manager Klaus Allofs der "Kreiszeitung Syke". "Wenn ein Club Interesse hat, ist es ja normal, dass man miteinander telefoniert." Italiens Rekordmeister soll nach Angaben der Zeitung 20 Millionen Euro Ablöse bieten, die Bremer Forderung soll bei mindestens 26 Millionen liegen. Zu einem konkreten Angebot der Turiner sagte Allofs aber nichts und erklärte: "Es gibt keine Verhandlungen mit Juventus." Allofs betonte stattdessen: "Wir bleiben dabei. Wir wollen Diego mindestens bis zu seinem Vertragsende 2011, wenn nicht sogar noch länger behalten."
Benjamin Kirsten steht vor seinem Debüt bei Drittligist Dynamo Dresden. Der Sohn des 100-maligen Auswahlstürmers Ulf Kirsten (DDR 49, DFB 51) soll am Samstag bei Fortuna Düsseldorf erstmals im Tor des sächsischen Traditionsvereins stehen. Der etatmäßige Torwart Axel Keller laboriert derzeit an einer Leistenzerrung, sein Einsatz bei der um den Zweitliga-Aufstieg kämpfenden Fortuna ist fraglich.
Die Profis des FC Barcelona haben nach ihrem 0:0 im Halbfinal-Hinspiel der Champions League gegen den FC Chelsea heftige Kritik am deutschen Schiedsrichter Wolfgang Stark geübt. Sie legten dem Unparteiischen zur Last, seinem Landsmann Michael Ballack eine Gelb-Rote Karte erspart und die harte Spielweise Chelseas geduldet zu haben. "Es schreit zum Himmel", beklagte sich Barça-Regisseur Xavi nach Presseberichten vom Mittwoch. "Man redet ständig vom Fair Play, aber dann lässt man Fouls durchgehen, die schlichtweg skandalös sind." Mittelfeldspieler Andrés Iniesta ergänzte: "Hört mir auf mit dem Schiedsrichter! Er hat Ballack die zweite Gelbe Karte nicht gezeigt, weil er es nicht wollte."