Kurzpässe Farfan sitzt fest, Nürnberg macht Miese

Ärger für Jefferson Farfan: Der Stürmer vom FC Schalke sitzt in Peru fest. Er wurde festgenommen, weil gegen ihn eine Unterhaltsklage vorliegt. Der 1. FC Nürnberg hat im vergangenen Jahr mehr als fünf Millionen Euro Verlust gemacht, Bayern-Boss Uli Hoeneß will keine Ausreden mehr hören.

Schalker Farfan (l.): Festgenommen in Peru
AFP

Schalker Farfan (l.): Festgenommen in Peru


Hamburg - Jefferson Farfan sitzt erneut in Peru fest. Der Stürmer von Schalke 04 wurde am Montag auf dem Flughafen von Lima wegen einer Unterhaltsklage seiner Ex-Partnerin Melissa von Beamten der Einwanderungsbehörde vorübergehend festgenommen. Er darf bis zur Klärung des Rechtsstreits das Land nicht verlassen. Das berichtet die "Bild"-Zeitung. Farfan war auf dem Weg zum Treffpunkt der peruanischen Nationalmannschaft, die am Freitag in Lima gegen Costa Rica und am Mittwoch in Panama-Stadt gegen Panama spielt.

Seine frühere Freundin fordert eine prozentuale Beteiligung an Farfans Gehalt für sich und den gemeinsamen zweijährigen Sohn. Angeblich geht es um 30 Prozent der monatlichen Bezüge. Farfan war vor dem Saisonbeginn mit einwöchiger Verzögerung ins Mannschaftstraining eingestiegen. Schon damals war der 25-Jährige anscheinend von den Behörden festgehalten worden.

Der 1. FC Nürnberg ist auch in seinem ersten Jahr nach der Rückkehr in die Bundesliga tief in den roten Zahlen geblieben. Nach 5,8 Millionen Euro im Aufstiegsjahr 2008/2009 habe der Fehlbetrag im abgelaufenen Geschäftsjahr 5,3 Millionen Euro betragen, sagte Geschäftsführer Ralf Woy bei der Bilanz-Pressekonferenz. "Ich bin mit dem wirtschaftlichen Ergebnis nicht zufrieden", sagte Woy, der künftig zusammen mit Sportdirektor Martin Bader den Vorstand des fränkischen Traditionsvereins bilden wird.

Die Bankverbindlichkeiten beliefen sich laut Woy am Stichtag 30. Juni 2010 auf 2,6 Millionen Euro. Der Fehlbetrag sei aber im aktuellen Geschäftsjahr bereits etwas verringert worden, etwa durch den Verkauf von Abwehrspieler Dennis Diekmeier an den Hamburger SV für 2,5 Millionen Euro.

Hoeneß: "Ausreden darf es nicht mehr geben"

Die Zeit der Ausreden beim FC Bayern München soll angesichts des schlechtesten Saisonstarts der Vereinsgeschichte vorbei sein. "Es hat keinen Sinn, immer auf die WM zurückzuschauen, Ausreden darf es nicht mehr geben", sagte Präsident Uli Hoeneß bei der Präsentation der Biografie von Trainer Louis van Gaal. Nach der Länderspielpause, ergänzte er, "müssen wir wieder auf den Pfad der Tugend zurückschwenken".

Die Meisterschaft will Hoeneß trotz des Rückstands von 13 Punkten auf Tabellenführer FSV Mainz 05 und von 10 Punkten auf Borussia Dortmund noch nicht abschreiben. Nach der Winterpause und mit der Rückkehr von Franck Ribéry und Arjen Robben werde es dann besser laufen. Van Gaal sagte, die WM und die Erfolge der vergangenen Saison hätten Auswirkungen auf diese Spielzeit, hinzu käme aber auch die Misere mit derzeit sieben Verletzten.

Auch an anderer Stelle könnte den Bayern Ungemach drohen: Champions-League-Sieger Inter Mailand bietet angeblich 30 Millionen Euro für Nationalspieler Bastian Schweinsteiger. Laut einem Bericht der italienischen Sporttageszeitung "Corriere dello Sport" hat Club-Präsident Massimo Moratti alle Hebel in Bewegung gesetzt, um den Mittelfeldspieler spätestens im Sommer zu verpflichten. "Er ist ein großartiger Spieler, er hat eine außerordentliche Kraft und Technik. Schon vor einiger Zeit habe ich Bayern München wegen ihm gefragt", sagte Moratti.

Portugals Nationalelf plagen vor den beiden Spielen der EM-Qualifikation am Freitag gegen Dänemark und vier Tage später in Island Verletzungssorgen. Trainer Paulo Bento muss auf die Leistungsträger Liedson und Miguel Veloso verzichten. Beide seien nach einer ärztlichen Untersuchung im Trainingslager in Óbidos aus dem Kader gestrichen worden, teilte der Verband am Mittwoch mit. Dafür ist der wiedergenesene Sturmstar Cristiano Ronaldo wieder mit von der Partie. Ohne Ronaldo war das Team mit einem 4:4 gegen Zypern und einem 0:1 in Norwegen sehr schlecht in die EM-Qualifikation gestartet.

Mario Götze vom Bundesligisten Borussia Dortmund hat seine Teilnahme am Länderspiel der deutschen U-21-Nationalmannschaft gegen die Ukraine am Montag abgesagt. Der 18-Jährige ist wegen eines grippalen Infekts in Dortmund geblieben.

ulz/dpa/sid



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