Kurzpässe Fromlowitz droht Saisonende, Hansa-Fans protestieren

Sorge in Kaiserslautern: Sportlich läuft es schlecht und nun hat sich ein Leistungsträger schwer verletzt - Torwart Florian Fromlowitz wird dem FCK lange fehlen. In Rostock sorgen sich Fans um die Tradition ihres Vereins. Die DFL will auch an der Vergabe der Hörfunkrechte verdienen.


Hamburg - Bei Kaiserslauterns Keeper Fromlowitz besteht der Verdacht auf einen Riss des vorderen Kreuzbandes sowie Verletzungen an den Außenbändern, sagte FCK-Pressesprecher Oliver Dütschke dem Sport-Informations-Dienst (sid). Fromlowitz hatte sich gestern bei der 0:1-Niederlage in Hoffenheim das linke Knie verdreht: Der 21-Jährige war beim Herauslaufen ohne Gegnereinwirkung umgeknickt. Nun droht dem Torwart sogar das vorzeitige Saisonende, da auch ein Meniskusschaden nicht ausgeschlossen werden kann. Eine endgültige Diagnose soll am Montag oder Dienstag gestellt werden.

Verletzter Fromlowitz: Ohne Gegnereinwirkung umgeknickt
DPA

Verletzter Fromlowitz: Ohne Gegnereinwirkung umgeknickt

Die DFL will laut eines Berichts des "Focus" offenbar auch für die Vergabe von Hörfunkrechten an der Bundesliga kassieren. Ab der Spielzeit 2009 könnte demnach den Übertragungen von den Erst- und Zweitligaspielen im ARD-Hörfunk das Aus drohen, schreibt das Magazin. Im Dienstleistungsvertrag zwischen der DFL und Leo Kirchs Firma Sirius, die die Bundesliga-Rechte vermarkten soll, gehöre zu den dort aufgeführten "medialen Rechten" auch der Hörfunk. DFL-Geschäftsführer Tom Bender bezeichnete die Pläne als "reine Spekulation". Die Ausschreibung beginne erst im kommenden Jahr.

Die ARD bestreitet dagegen die Existenz von Hörfunkrechten und argumentiert, die Übertragungen gehörten zur Grundversorgung. Radioreporter besäßen den gleichen Berichterstatter-Status wie etwa Zeitungsjournalisten. Für die Reportagen aus den Stadien zahlt die ARD bisher lediglich eine Nutzungspauschale von etwa drei Millionen Euro für die Übertragungstechnik.

Rund 1000 Fans haben heute in Rostock für den Erhalt von Traditionen und Werten beim Bundesligisten FC Hansa demonstriert. Zu der Veranstaltung hatten die Vereinigung "Fanszene Rostock" und die Initiative "Unser Ostseestadion" aufgerufen und einen Protestzug durch das Zentrum der Hansestadt organisiert. Hintergrund der Aktion ist die Umbenennung des Ostseestadions in DKB-Arena zum Saisonstart. Der Club soll für den Verkauf der Namensrechte für zehn Jahre rund 15 Millionen Euro kassiert haben. Nach Aussagen der Organistatoren sollte mit der Demonstration erreicht werden, dass Hansa trotz des finanziellen und sportlichen Drucks sein Gesicht und seine Einzigartigkeit bewahrt und auf traditionelle Werte wie Namen und Vereinsfarben achtet.

hut/sid/dpa



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