Kurzpässe Gekas vor Wechsel nach Leverkusen, Kritik an Toppmöller

Ein griechischer Torjäger soll Rheinländer werden. Der georgische Nationaltrainer Klaus Toppmöller wird nach seiner Kollegenschelte selber kritisiert. Ein Nürnberger Stürmer wechselt in die zweite Liga. Hertha BSC fehlen zwei Mittelfeldspieler.


Hamburg - Der Bochumer Stürmer Theofanis Gekas steht nach Informationen von "Sport Bild online" vor einem Wechsel zu Bayer Leverkusen. Der beste Bundesliga-Torschütze (17 Treffer) habe einen Drei-Jahres-Vertrag in Leverkusen unterschrieben. Bayer wollte die Meldung nicht kommentieren. Sportchef Rudi Völler sagte nur: "Das ist ein interessanter Spieler. Wir haben sicherlich ganz gute Chancen, aber an ihm sind auch noch andere Vereine interessiert."

Torjäger Gekas: Großes Interesse aus Leverkusen
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Torjäger Gekas: Großes Interesse aus Leverkusen

Der 26-jährige Grieche ist von Panathinaikos Athen an den VfL Bochum ausgeliehen. Sollte Bochum den Klassenerhalt schaffen, kann der VfL Gekas für eine festgeschriebene Ablösesumme von 700.000 Euro aus dem Vertrag mit Athen herauskaufen. Steigt der VfL ab, liegen die Transferrechte wieder bei Panathinaikos. In diesem Fall müsste sich Leverkusen mit den Griechen über eine Ablöse einigen.

Die massive Kritik von Georgiens Fußball-Nationaltrainer Klaus Toppmöller an der Arbeit von Wolfgang Wolf beim 1. FC Kaiserslautern hat für Entrüstung gesorgt. "Es ist aus meiner Sicht nicht nachvollziehbar, aber bezeichnend, dass Klaus Toppmöller schon zum zweiten Mal Trainer massiv angreift. Schon in Hamburg hat er die Arbeit seines Vorgängers Kurt Jara massiv kritisiert. Wenn ein Trainer mit seinem Job unzufrieden ist, es sportlich nicht so läuft wie erwartet und er deshalb vielleicht eine Aufgabe in Deutschland sucht, sollte er trotzdem die Grundregeln des Anstandes und des Respekts einhalten", sagte Wolf. Der 55-Jährige Toppmöller, der neben einer Reihe weiterer Kandidaten in Kaiserslautern als Nachfolger von Wolf im Gespräch ist, hatte am Dienstag in einem Interview mit der Rheinpfalz die Einkaufspolitik des am vergangenen Mittwoch beim FCK entlassenen Trainers scharf kritisiert.

Auch der Präsident des Bundes Deutscher Fußball-Lehrer (BDFL) Horst Zingraf hat wenig Verständnis für Toppmöllers Kritik. Bereits nach der Kollegenschelte an HSV-Vorgänger Kurt Jara hatte Zingraf mit Toppmöller über dessen Äußerungen gesprochen. "Die Geschichte mit Jara hat er mir damals glaubwürdig als Missverständnis dargestellt. Deshalb kann ich seine Aussagen gegenüber Wolfgang Wolf nicht verstehen. Das ist ein Verstoß gegen den Verhaltenskodex, dem sich die Trainer 2005 unterworfen haben. Ich werde mit beiden Trainern das Gespräch suchen", sagte Zingraf.

Markus Schroth wechselt zur kommenden Saison ablösefrei vom Pokalfinalisten 1. FC Nürnberg zu 1860 München. Der 32-Jährige unterschrieb beim Zweitligisten einen Vertrag bis zum 30. Juni 2009 mit Option auf Verlängerung um ein weiteres Jahr. Darüber hinaus soll der Stürmer nach seiner aktiven Karriere langfristig an den Verein, für den er schon von 1998 bis 2004 spielte, gebunden werden. "Ich freue mich sehr auf die Rückkehr nach München", sagte Schroth, "Sechzig ist eine Herzensangelegenheit für mich. Ich will meinen Teil dazu beitragen, den Verein sportlich wieder in eine erfolgreiche Zukunft zu führen."

Hertha BSC muss im Heimspiel am Samstag gegen Borussia Dortmund (15.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) auf Mittelfeldspieler Kevin Prince Boateng verzichten. Der 20-Jährige laboriert an einer Knieverletzung und hat fünf Tage absolutes Trainingsverbot. Auch der Einsatz des Brasilianers Mineiro ist fraglich. Der 31-Jährige konnte wegen einer Fußprellung nur Reha-Übungen absolvieren.

maa/dpa/sid



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