Kurzpässe Gerüchte um Beckham, Özil bekennt sich zum DFB

Theo Zwanziger möchte gern bis 2015 DFB-Präsident bleiben. Bundestrainer Joachim Löw würde er bereits jetzt eine längere Amtszeit ermöglichen. Mesut Özil will auch künftig für Deutschland spielen. David Beckham wird mit dem AC Mailand in Verbindung gebracht.


Hamburg - Theo Zwanziger will noch fünf Jahre Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) bleiben und Bundestrainer Joachim Löw über die Weltmeisterschaft 2010 hinaus an den Verband binden. "Ich würde gerne bis 2013 weitermachen und werde 2010 wieder kandidieren", kündigte Zwanziger in einem Pressegespräch an. Der 63-Jährige steht seit 2004 an der Spitze des DFB. Dabei möchte er mit Bundestrainer Löw auch nach der WM weiterarbeiten. "Aus meiner Sicht würde ich den Vertrag sofort verlängern", sagte Zwanziger.

Nationalspieler Beckham: Bald in Mailand?
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Nationalspieler Beckham: Bald in Mailand?

Argentiniens Idol Diego Maradona will trotz seiner Außenseiterrolle im Rennen um die vakante Position des Nationaltrainers in seinem Heimatland nicht klein beigeben. In einem Interview mit dem Sender Radio Del Plata kündigte der Weltmeister von 1986 an: "Ich werde bis zum letzten Moment um diese Chance kämpfen." Die argentinischen Medien geben Maradona allerdings wegen fehlender Erfahrung als Trainer sowie eines angespannten Verhältnisses zu Superstar Lionel Messi nur geringe Chancen auf das Traineramt. Maradona, der bereits seine Wunschelf veröffentlichte, gilt daher nicht als erste Wahl des argentinischen Verbandes (AFA), die am kommenden Montag eine Entscheidung über die Besetzung des Traineramtes treffen will. Laut argentinischen Medienberichten liegen neben dem erfolgreichen Olympia-Coach Sergio Bastista, Ex-Nationalspieler Diego Simeone (River Plate) und Miguel Angel Russo (Lorenzo) auch Weltmeistercoach Carlos Bilardo (1986) und der derzeit vereinslose Trainerroutinier Carlos Bianchi aussichtsreich im Rennen.

Der Bremer Mesut Özil will trotz des Werbens der Türkei auch künftig für Deutschland spielen. "Ich fühle mich beim DFB bestens aufgehoben. Ein anderer Verband als Deutschland kommt für mich momentan nicht in Frage", sagte der 20-Jährige vor dem Champions-League-Spiel am Mittwoch in Athen der "Kreizeitung Syke". "Es wäre eine Riesensache, wenn der Bundestrainer mich anrufen würde. Ich würde mich persönlich sehr darüber freuen." Der aus Gelsenkirchen stammende Mittelfeldspieler gehört zur U21 des Deutschen Fußball-Bundes, war zuletzt aber vom türkischen Nationaltrainer Fatih Terim umworben worden. Seine aus er Türkei stammende Familie hat Özil die freie Wahl gelassen. "Mein Vater hat gesagt, ich soll da spielen, wo ich mich am wohlsten fühle. Und ich bin derzeit in der U21 sehr, sehr glücklich."

David Beckhams Berater soll in Gesprächen mit dem AC Mailand über ein Leihgeschäft stehen. So wird zumindest Milan-Boss Adriano Galliani auf der Internetseite der italienischen Sporttageszeitung "Gazzetta dello Sport" zitiert. "Wir reden mit seinem Berater", sagte Galliani, der glaubt, der englische Nationalspieler werde für ein paar Monate in Mailand auf Leihbasis spielen. "Das Team bleibt intakt, aber Beckham ist etwas Besonderes."

Trainer Carlo Ancelotti will den prominenten "Zeitarbeiter" mit offenen Armen aufnehmen: "Es ist mir eine Freude. Wenn er uns vier Monate zur Verfügung stehen sollte, wäre er nicht nur in der Serie A, sondern auch im Uefa-Cup einsetzbar", sagte Ancelotti.

Ein Milan-Sprecher betonte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters jedoch, nichts sei offiziell. Die "Gazzetta" schreibt, Beckham werde im Januar zum AC Mailand stoßen, wenn sein amerikanischer Club L.A. Galaxy spielfrei hat. Dies sei ein Versuch Beckhams, seine Chancen auf die Teilnahme an der WM 2010 in Südafrika unter Englands Trainer Fabio Capello zu wahren. Schon in der vergangenen in den USA spielfreien Zeit hatte Beckham beim FC Arsenal trainiert, durfte aber nicht in der Premier League spielen.

Der Trainer von Steaua Bukarest, Marius Lacatus, hat nach der 3:5-Heimniederlage gegen Olympique Lyon in der Champions League sein Amt am Mittwoch niedergelegt. Steaua-Besitzer Gigi Becali hatte Lacatus nach dem Spiel am Dienstagabend vorgeworfen, bei der Aufstellung der Mannschaft nicht auf ihn gehört zu haben, berichtete die Nachrichtenagentur Mediafax. Steaua hat in drei Spielen in der Gruppe F nur einen Punkt erzielt. In der rumänischen Meisterschaft belegt der Verein nach elf Spielen Platz drei.

goe/sid/dpa/Reuters

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