Kurzpässe Gilberto-Wechsel geplatzt, Beckham aussortiert

Der brasilianische Nationalspieler Gilberto bleibt bei Hertha BSC Berlin: Der Transfer zu Tottenham hat sich zerschlagen. England-Coach Capello verzichtet bei seiner Premiere auf David Beckham. 21 Jahre nach seinem Tor mit der "Hand Gottes" bittet Maradona um Verzeihung.


Hamburg - Der Brasilianer Gilberto bleibt zumindest bis zum Saisonende bei Hertha BSC Berlin. Der bereits sicher geglaubte Wechsel des 31-Jährigen zum englischen Club Tottenham Hotspur ist nach der gestrigen medizinischen Untersuchung in London geplatzt. Dies teilte Hertha heute mit. Sowohl beide Vereine als auch der Spieler und Tottenham waren sich zuvor bereits über die Transferbedingungen einig gewesen. Die schon vereinbarte Ablöse für Gilberto soll bei etwa 2,8 Millionen Euro gelegen haben. Ob Gilberto nach Ablauf seines Vertrages im Sommer ablösefrei zu Tottenham wechselt, blieb zunächst offen.

Fußballstar Beckham: Vorerst kein 100. Länderspiel
AP

Fußballstar Beckham: Vorerst kein 100. Länderspiel

Englands neuer Nationalcoach Fabio Capello hat Mittelfeldstar David Beckham nicht in das Aufgebot für das erste Länderspiel gegen die Schweiz am 6. Februar im Wembley- Stadion berufen. Das berichteten die Sender BBC und SkySports heute übereinstimmend. Beckham, der 99 Länderspiele für die "Three Lions" absolvierte, hatte sich in den letzten Tagen wiederholt fit für seinen 100. Einsatz gemeldet. Der 32-Jährige steht bei Los Angeles Galaxy in der US-Liga unter Vertrag, wo die neue Saison erst im Frühjahr beginnt. Beckham trainiert deshalb derzeit beim FC Arsenal. In seiner Zeit als Coach von Real Madrid hatte Capello Beckham schon einmal aus der Mannschaft genommen, ihn aber später wieder ins Team zurückgeholt.

Die Reue kommt spät, für England 21 Jahre und einige Monate zu spät: Diego Maradona hat in der englischen Boulevardzeitung "The Sun" für sein Tor mit der "Hand Gottes" im WM-Halbfinale 1986 (2:1) um Entschuldigung gebeten. "Wenn ich eine Zeitreise machen könnte und die Geschichte umschreiben, ich würde es tun", sagte Maradona: "Aber ich kann es nicht. Das Tor ist immer noch ein Tor. Wir wurden Weltmeister, und ich war der beste Spieler der Welt."

Maradona war 1986 in Mexiko zum Kopfball hochgestiegen und hatte den Ball mit der Hand über Englands Torhüter Peter Shilton gelupft. Seine Ausrede, es sei die "Hand Gottes" gewesen, wurde zu einer Legende. Maradona legte in dem Spiel ein Traum-Solo zum 2:0 nach, im Finale besiegte Argentinien Deutschland 3:2. Im Sun-Interview bezeichnete Maradona außerdem Englands Superstar David Beckham als "ganz guten Spieler, mehr nicht". Es gebe auf der Welt Hunderte mit seinen Fähigkeiten. Über Brasiliens Legende Pele sagte er: "Hätte ich niemals Kokain genommen, wäre es überhaupt keine Frage, wer der Beste aller Zeiten war: Ich. Ich hätte dreimal so gut sein können."

Bundesligist Schalke 04 hat den Vertrag mit Nationalspieler Gerald Asamoah um weitere drei Jahre bis 2011 verlängert. Der 29 Jahre alte Stürmer spielt seit 1999 bei den Königsblauen und ist damit der dienstälteste Profi beim Vizemeister.

Ohne Folgen bleibt für Stuttgarts Trainer Armin Veh der Boykott der Pressekonferenz nach dem 3:2-Sieg des VfB im Achtelfinalspiel des DFB-Pokals bei der zweiten Mannschaft von Werder Bremen. Wie der Deutsche Fußball-Bund mitteilte, sei in den Durchführungsbestimmungen lediglich das Zustandekommen einer Pressekonferenz vorgeschrieben. Wer daran teilnehmen müsse, sei nicht exakt definiert. Der Coach des Bundesliga-Achten war aus Protest gegen die nach Ansicht der Stuttgarter unzulänglichen Umkleidekabinen im Weserstadion der Pressekonferenz ferngeblieben. Der für die Regionalliga-Mannschaft zuständige Bremer Vereinspräsident Klaus-Dieter Fischer sagte dazu: "Es war alles mit Manager Horst Heldt abgesprochen, ich verstehe dieses Verhalten nicht."

fsc/pav/sid/dpa



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