Kurzpässe Hildebrand gibt auf, Ribéry räumt ab

Ex-Nationaltorhüter Timo Hildebrand sieht keine Zukunft mehr beim FC Valencia. Bayerns Regisseur Franck Ribéry wird am Wochenende geehrt. Hertha BSC Berlin würde gerne seinen besten Stürmer halten, der 1. FC Kaiserslautern muss lange auf seinen Torwart verzichten.


Hamburg - Timo Hildebrand sieht für sich keine Chance mehr beim spanischen Erstligisten FC Valencia. "Die letzten Wochen haben mir gezeigt, dass der Club mittlerweile keine Verwendung mehr für mich hat", schrieb der 29-Jährige auf seiner Internetseite. Hildebrand führte nach eigenen Angaben mit der Vereinsführung des spanischen Pokalsiegers bereits Gespräche über seine Zukunft. Die spanische Presse geht davon aus, dass der Torwart den FC Valencia in der Winterpause verlässt. Hildebrand hat seit Saisonbeginn in der spanischen Liga kein Pflichtspiel für seinen Club mehr bestritten.

Bayern-Spielmacher Ribéry: Ehrung gegen Bielefeld
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Bayern-Spielmacher Ribéry: Ehrung gegen Bielefeld

Franck Ribéry wird an diesem Samstag vor der Bundesliga-Partie des FC Bayern München gegen Arminia Bielefeld (15.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) von der Vereinigung der Vertragsfußballspieler (VDV) als Spieler der Saison 2007/2008 geehrt. Ribéry war vor wenigen Wochen von seinen Kollegen aus den vier höchsten deutschen Ligen mit einem Stimmenanteil von 37,3 Prozent gewählt worden. Den zweiten Platz hatte sein Münchner Mitspieler Luca Toni (19,3) vor dem Bremer Diego (7,1) belegt. Die Auszeichnung nimmt VDV- Präsident Florian Gothe vor.

Trotz des Streits zwischen Marko Pantelic und Trainer Lucien Favre will Hertha BSC dem Torjäger einen neuen Vertrag offerieren. Allerdings zu anderen Bedingungen, als vom Serben gefordert. "Wir wollen ihn halten, das gilt weiterhin. Wir werden ihm ein Angebot machen", sagte Manager Dieter Hoeneß dem "Kicker". Ob das Angebot allerdings den Vorstellungen des serbischen Nationalspielers entspreche, müsse man sehen, erklärte Hoeneß: "Wenn seine Vorstellungen nicht verhandelbar sind, wird es seinen Wünschen nicht entsprechen."

Der MSV Duisburg hat gegen seinen Torhüter Tom Starke eine Geldstrafe verhängt, außerdem wird der derzeitige Reservist nicht zum Aufgebot des Bundesliga-Absteigers für das Auswärtsspiel am kommenden Sonntag (14 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) bei der TuS Koblenz gehören.

Grund für diese Entscheidung war die massive öffentliche Kritik an Trainer Rudi Bommer nach dessen Bekanntgabe, dass Marcel Herzog bis zur Winterpause die Nummer eins im MSV-Tor bleiben wird. "Tom hat sein Fehlverhalten eingesehen und die Strafe akzeptiert. Damit ist der Vorfall für uns geklärt", so MSV-Sportdirektor Bruno Hübner.

Bei Werder Bremen entspannt sich die Personallage. Nach Stammtorhüter Tim Wiese kehrten am Donnerstag auch Regisseur Diego und Stürmer Claudio Pizarro ins Training zurück. Diego, der zuletzt in Hannover (1:1) und gegen Leverkusen (0:2) fehlte, schob sogar eine Sonderschicht. "Ich hoffe, dass sie am Samstag fit sind", sagte Werder-Trainer Thomas Schaaf mit Blick auf das Spiel gegen Hertha BSC. Ein großes Fragezeichen steht noch hinter einem Einsatz von Clemens Fritz (muskuläre Probleme). Stürmer Hugo Almeida meldete sich mit einer fiebrigen Erkältung ab.

Abwehrspieler Karim Haggui wird in der kommenden Woche an der Leiste operiert und Bayer Leverkusen damit für einige Wochen fehlen. Die Operation hätte bereits erfolgen sollen, doch der Tunesier wollte der Mannschaft in der englischen Woche unbedingt noch zur Verfügung stehen, um notfalls aushelfen zu können.

Torwart Tobias Sippel wird dem 1. FC Kaiserslautern wegen seines im Spiel gegen den VfL Osnabrück erlittenen Armbruchs bis zur Winterpause nicht mehr zur Verfügung stehen. Wie eine am Donnerstag durchgeführte Kernspintomographie ergab, hat sich der 20-Jährige beim 2:0-Erfolg des Tabellenführers der 2. Fußball-Bundesliga einen glatten Bruch der Speiche im rechten Unterarm zugezogen. Sippel wird für mehrere Wochen einen Gips tragen und muss nicht operiert werden. In den ausstehenden Spielen wird er durch den Amerikaner Luis Robles ersetzt.

Abwehrspieler Peter van der Heyden vom FSV Mainz 05 hat sich beim 1:0-Sieg des Tabellenzweiten am Mittwochabend beim SC Freiburg einen Außenbandriss im linken Sprunggelenk zugezogen und damit die Ausfall-Liste der Mainzer verlängert. Die Verletzung des Linksverteidigers, der den Mainzern definitiv am Sonntag im Auswärtsspiel bei Rot-Weiss Ahlen fehlt, wird konservativ behandelt.

Der ehemalige Weltklassespieler Gregorz Latosoll der Korruption und dem Chaos im polnischen Fußball Einhalt gebieten. Der Torschützenkönig der WM 1974 wurde am Donnerstag zum Präsidenten des nationalen Verbandes PZPN gewählt, der zuletzt mit immmer neuen Skandalen zu kämpfen hatte. Selbst die Rolle Polens als Gastgeber der EM 2012 war deshalb zwischenzeitlich in Frage gestellt worden.

"Wir müssen das Image des polnischen Fußballs verbessern. Wir müssen Transparenz und Reinheit zeigen und vorleben", sagte Lato in seiner Antrittsrede. Es müsse sichergestellt sein, dass die EM 2012 ein Erfolg werde. Ein Manipulationsskandal erschüttert den polnischen Fußball seit längerer Zeit. In den vergangenen drei Jahren verhaftete die polnische Polizei über 160 Spieler, Trainer, Schiedsrichter und Funktionäre. Zuletzt wurde Ex-Nationaltrainer Janus Wojcik inhaftiert, ihm wird Korruption in elf Fällen aus dem Jahr 2004 vorgeworfen.

mig/sid/dpa

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