Kurzpässe Hildebrand spielt durch, Ronaldo unter Verdacht

Brasiliens Nationalstürmer Ronaldo droht Ärger: Das Nationale Olympische Komitee Italiens erwägt, gegen ihn wegen Dopings zu ermitteln. Bundestrainer Joachim Löw hat seine Pläne geändert - sehr zur Freude eines Torwarts. Ein Deutscher wurde zum besten Spieler Österreichs gewählt.


Hamburg - Keeper Timo Hildebrand wird morgen im Freundschaftsspiel gegen Rumänien (20.30 Uhr Liveticker SPIEGEL ONLINE) über 90 Minuten das Tor der deutschen Nationalmannschaft hüten. "Wir wollen Timo die Möglichkeit geben, sich über die gesamte Spielzeit zu zeigen. Er lauert auf seine Chance", sagte Löw. Zuvor war angedacht, dass Hildebrand und Konkurrent Robert Enke jeweils nur eine Halbzeit spielen. Für Hildebrand, der bei seinem spanischen Club FC Valencia nur auf der Bank sitzt, ist es das sechste Länderspiel. Sein Debüt feierte der 28-Jährige 2004 ebenfalls gegen Rumänien, als er zur Halbzeit beim Stand von 0:4 eingewechselt wurde. Deutschland verlor dieses Spiel am Ende 1:5.

Stürmer Ronaldo: Bluttransfusion in Brasilien
AP

Stürmer Ronaldo: Bluttransfusion in Brasilien

Die Anti-Doping-Ermittler des Nationalen Olympischen Komitees Italiens (Coni) haben Ronaldo wegen einer Bluttransfusion in Brasilien ins Visier genommen. Der 30-Jährige hatte die Transfusion vornehmen lassen, um eine Verletzung im linken Oberschenkel schneller auszukurieren. Das entnommene Blut soll dabei behandelt und dann neu injiziert worden sein, um die Genesung zu beschleunigen. Diese Behandlung ist jedoch in Italien und anderen Ländern seit Dezember 2004 verboten.

Weder die Welt-Anti-Doping-Agentur Wada noch Ronaldo selbst wollten sich bislang zu dem Fall äußern. Coni-Chefermittler Ettore Torri sagte: "Ich will den Fall genauer untersuchen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass eine Ermittlung in die Wege geleitet wird. Ich will begreifen, ob es sich nur um eine medizinische Behandlung handelte, und ob eine Genehmigung notwendig war, die nicht beantragt worden ist. Ich warte auf eine Antwort des italienischen Fußballverbandes und auf eine Meinung der Ärzte des Coni."

Alexander Zickler ist in Österreich zum "Fußballer des Jahres 2007" gewählt worden. Wie die Uefa heute mitteilte, wurde der 33-Jährige von den Spielervertretern der Bundesliga-Clubs in Österreich gewählt. Der frühere Angreifer des FC Bayern München war in der vergangenen Saison mit 22 Toren in 29 Spielen Torschützenkönig und gewann mit seinem Club Red Bull Salzburg die Meisterschaft. "Die Wahl ist für mich eine große Ehre und Auszeichnung - vor allem, weil ich von meinen Kollegen in Österreich gewählt wurde", sagte Zickler.

Gerard Houllier wird Technischer Direktor des französischen Verbandes FFF. Das berichtet die Tageszeitung "Le Parisien". Nach Angaben der Zeitung soll der 60-Jährige am Freitag vorgestellt werden. "Es ist der richtige Zeitpunkt, um diese Entscheidung zu verkünden", sagte FFF-Präsident Jean-Pierre Escalettes. Houllier würde Jean-Pierre Morlans ablösen, der das Amt nach dem Rücktritt von Aime Jacquet bekleidet hatte. Houllier, der von 1992 bis 1993 die französische Nationalmannschaft trainiert hatte, war im Sommer als Trainer bei Olympique Lyon zurückgetreten. Mit diesem Club hatte er in den vergangenen drei Jahren drei französische Meistertitel gewonnen.

Dank Bundesliga-Profi Martin Demichelis hat die argentinische Nationalmannschaft ein Testspiel gegen Australien gewonnen. Der Abwehrspieler des FC Bayern München erzielte in der 49. Minute per Kopfball das 1:0-Siegtor der Südamerikaner. Die Vorlage hatte vor 70.000 Zuschauern in Melbourne Jungstar Lionel Messi vom FC Barcelona mit einer Freistoßflanke geliefert.

hut/sid/dpa



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