Kurzpässe Hitzfeld begrüßt Willy, Magath entlässt Willi

Felix Magath hat Willi Kronhardt, den Trainer der Wolfsburger Regionalligamannschaft, entlassen. Willy Sagnol ist beim FC Bayern wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. Bernd Schuster hat Christoph Metzelder nicht in den Kader für das Spiel bei Olympiakos Piräus berufen.


Hamburg - Felix Magath hat in seiner Eigenschaft als Sportdirektor des VfL Wolfsburg Willi Kronhardt, den Trainer des Wolfsburger Regionalligateams, mit sofortiger Wirkung beurlaubt. Vorerst wird Bernd Hollerbach die Nachwuchsmannschaft betreuen. Hollerbach bleibt allerdings Co-Trainer der Profimannschaft. Der Ex-Profi ist seit Saisonbeginn Magaths Assistent und hat bereits Erfahrung mit der Regionalliga: Von Juli 2006 bis Feburar 2007 war er Cheftrainer beim VfB Lübeck .

Bayern-Profi Sagnol (l.): Wieder im Mannschaftstraining
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Bayern-Profi Sagnol (l.): Wieder im Mannschaftstraining

Offizieller Grund für die Beurlaubung ist die Erfolgslosigkeit des Aufsteigers, der in der Regionalliga Nord mit nur neun Punkten den letzten Tabellenplatz belegt. "Die Mannschaft hat in den letzten acht Spielen nicht mehr gewonnen, da mussten wir reagieren", sagte Magath. Der 38-jährige Kronhardt hatte die Mannschaft im März dieses Jahres übernommen. In den bisherigen 15 Spielen gelangen dem Aufsteiger nur zwei Siege. Kronhardt war zuletzt durch eine ungewöhnliche Aktion in die Schlagzeilen der lokalen Presse geraten. Angeblich soll er einige seiner Spieler bei einem "Spezialtraining" als Möbelpacker bei einem privaten Umzug beschäftigt haben.

Der französische Nationalspieler Willy Sagnol hat heute erstmals seit über einem halben Jahr wieder am Mannschaftstraining von Bayern München teilgenommen. Sagnol hatte Anfang April im Champions-League-Spiel beim AC Mailand eine Meniskusverletzung sowie einen Knorpelschaden im rechten Knie erlitten. Da auch der zuletzt angeschlagene Daniel van Buyten genesen ist, konnte Trainer Ottmar Hitzfeld erstmals in dieser Saison den kompletten Kader beim Training begrüßen.

Trainer Bernd Schuster vom spanischen Meister Real Madrid hat dem deutschen Nationalspieler Christoph Metzelder zu einer unfreiwilligen Verschnaufpause verholfen. Der 27 Jahre alte Abwehrspieler hatte die Reise nach Griechenland gestern nicht angetreten und steht damit auch nicht im Kader der Madrilenen für das Champions-League-Spiel heute bei Olympiakos Piräus (20.45 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE).

Gründe für die Entscheidung nannte Schuster nicht. Allerdings ist Metzelders brasilianischer Abwehrkonkurrent Pepe nach zweimonatiger Verletzungspause wieder einsatzbereit. Der frühere Dortmunder Metzelder hatte bei der 0:2-Niederlage von Real beim FC Sevilla am vergangenen Wochenende eine dürftige Leistung gezeigt. Auch sein Partner in der Innenverteidigung, der italienische Weltmeister Fabio Cannavaro, hatte schwach gespielt.

Sepp Blatter, Präsident des Welt-Fußballverbandes Fifa, hat Englands Bewerbung für die Weltmeisterschaft 2018 positiv hervorgehoben. "England ist ein starkes Fußball-Land. Sie erzielen viel öffentliche Aufmerksamkeit und brauchen keine neuen Stadien zu bauen. Sie haben bereits zehn bis elf Arenen", sagte der 71-jährige heute. Blatter hatte bereits Ende Oktober den britischen Premierminister Gordon Brown zur Kandidatur ermutigt. Trotzdem hätten auch Australien, China, Japan, die Niederlande, Belgien, Mexiko und die USA gute Chancen auf die WM 2018, sagte der Fifa-Präsident. Vor kurzem hatte die Fifa ihre Rotationsregelung für die Austragung der WM-Endrunden abgeschafft, wonach die WM 2018 in Ozeanien oder einem Land der Concacaf-Konföderation (Mittel- und Nordamerika sowie Karibik) hätte ausgetragen werden müssen.

Blatter forderte zudem erneut die Einführung der 6+5-Regelung. Sie besagt, dass mindestens sechs einheimische Spieler, die für die Nationalmannschaft ihres Landes spielberechtigt sind, in der Anfangsformation der Clubs stehen sollen.

ulz/sid/dpa



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