Kurzpässe Hitzfeld empfiehlt Kahn, Bielefeld will Drogba nicht

Unter Verdacht: Die Uefa hat den Namen des Clubs genannt, gegen den der Verband wegen Spielmanipulation ermittelt. Der Bruder von Didier Drogba ist nicht gut genug für die Oberliga. Ottmar Hitzfeld empfiehlt Oliver Kahn. Aachens Supertalent Lewis Holtby bekennt sich zum DFB.


Hamburg - Der Europäische Fußballverband (Uefa) hat Anklage gegen den mazedonischen Club FK Pobeda, dessen Präsidenten und einen Spieler erhoben. Der Vorwurf: Rund um das Duell in der ersten Runde der Champions-League-Qualifikation zwischen Pobeda und dem FC Pyunik Erewan (Armenien) am 13. Juli 2004 soll es zu Wettmanipulationen gekommen sein. "Die Anklage basiert auf Berichten, die die Uefa von Wettanbietern bekommen hat und der Aussage von Zeugen", teilte der Verband mit. Mit den Vorwürfen wird sich die Kontroll- und Disziplinarkommission am 17. April beschäftigen. Pobeda hatte das Hinspiel zu Hause klar 1:3 verloren. Das Rückspiel endete 1:1.

Trainer Hitzfeld (l., mit Torwart Kahn, 2008): "Gewohnt, erfolgreich zu arbeiten"
DDP

Trainer Hitzfeld (l., mit Torwart Kahn, 2008): "Gewohnt, erfolgreich zu arbeiten"

Nach Bayern Münchens Präsident Franz Beckenbauer hat sich auch der ehemalige Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld für Oliver Kahn als neuen Manager und Nachfolger von Andreas Müller beim FC Schalke 04 stark gemacht. "Es wäre natürlich hervorragend für den deutschen Fußball, eine solche Persönlichkeit im Fußball-Geschäft zu haben. Ich traue ihm zu, dass er diesen Posten zu hundert Prozent erfolgreich ausführt, weil er gewohnt ist, erfolgreich zu arbeiten", sagte der Schweizer Nationalcoach am Donnerstag dem Deutschen Sportfernsehen (DSF). Der frühere Nationaltorhüter sei "prädestiniert für diesen Job".

Der "kleine" Drogba war sogar für die 2. Mannschaft zu schlecht: Bundesligist Arminia Bielefeld hat nach einem einwöchigen Probetraining Abstand von einer Verpflichtung von Joel Drogba genommen. Der jüngere Bruder des Stürmerstars Didier Drogba vom FC Chelsea hatte sich nicht für ein Engagement bei der in der Oberliga spielenden U23 der Ostwestfalen empfehlen wollen. "Wir sehen von einer Verpflichtung ab", sagte Bielefelds U23-Coach Armin Perrey, den der 23-Jährige nicht überzeugen konnte.

Der von zahlreichen Spitzenclubs umworbene Zweitliga-Fußballer Lewis Holtby will definitiv für die deutsche Nationalmannschaft spielen. Der 18-Jährige von Alemannia Aachen dürfte als Sohn eines englischen Vaters auch für die Briten spielen, ist derzeit aber festes Mitglied der deutschen U19 und hat sich auch bereits auf eine Zukunft beim DFB festgelegt: "Ich fühle mich als Deutscher und es ist eine Ehre für mich, für Deutschland spielen zu dürfen."

Als Wunschliga sieht Holtby allerdings die englische Eliteklasse an. "Wenn ich einmal so gut sein sollte, um in der Premier League spielen zu können, dann würde ich gerne zu meinem Lieblingsverein, dem FC Everton, gehen", sagte er. Doch auch mit Aachen hat er kurzfristig hohe Ziele: "Ich möchte mit der Alemannia aufsteigen. Wir dürfen uns noch nicht abschreiben, auch wenn acht Punkte sehr schwer aufzuholen sind."

Zu den zahlreichen Interessenten für Holtby sollen unter anderem die Bundesligisten Bayer Leverkusen, Werder Bremen, Hamburger SV, Schalke 04, VfL Wolfsburg und Borussia Dortmund sowie ausländische Clubs wie Manchester United, FC Arsenal, PSV Eindhoven und Feyenoord Rotterdam gehören. Holtby hat in Aachen einen Vertrag bis 2010.

goe/sid/Reuters/dpa



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