Kurzpässe Hitzfeld nimmt Klinsmann in Schutz, Genua-Fan niedergestochen

Alles abgesprochen: Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld hat kein Problem mit Stadionbesuchen seines Nachfolgers Jürgen Klinsmann. In der Serie A ist es nach einem Spiel erneut zu heftigen Ausschreitungen gekommen. Zwei Frankfurtern droht das Saisonende.


Hamburg - Bayern-Torhüter Oliver Kahn hatte den künftigen Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann hart attackiert, jetzt verteidigte Ottmar Hitzfeld seinen Nachfolger. "Ich habe kein Problem damit, wenn Jürgen auf der Tribüne sitzt. Er ist der nächste Trainer, da ist es legitim, dass er sich unsere Spiele anschaut", sagte der Coach des FC Bayern München der "Bild am Sonntag". Klinsmann hatte am Donnerstag das 1:1 der Bayern im Uefa-Pokal gegen den FC Getafe vor Ort verfolgt und sich damit den Unmut von Kahn zugezogen. Der 38-Jährige räumte nun ein, "auch ein bisserl überreagiert" zu haben.

Künftiger Bayern-Trainer Klinsmann: Zu Besuch beim neuen Club
Getty Images

Künftiger Bayern-Trainer Klinsmann: Zu Besuch beim neuen Club

Erneute Krawalle haben ein Spiel in der italienischen Liga überschattet. Nach der Partie des AS Rom gegen den FC Genau 93 wurde ein Anhänger des Gästeteams niedergestochen, ein anderer erlitt bei Ausschreitungen eine Kopfwunde. Wie schwer die Verletzungen sind, wurde zunächst nicht bekannt. Das Spiel hatte Rom 3:2 gewonnen.

Den beiden Profis Alexander Meier und Chris von Eintracht Frankfurt droht sieben Spieltage vor dem Rückrundenschluss das vorzeitige Saisonende. Das deutete Eintracht-Trainer Friedhelm Funkel nach dem 1:3 (1:1) gegen den 1. FC Nürnberg am Samstag an. Mittelfeldspieler Meier war Anfang März in Basel eine vernarbte Kapselspalte im rechten Knie arthroskopisch entfernt worden. Zuvor hatte der 25-Jährige, der in der laufenden Spielzeit nur elf Bundesligaspiele bestritt, bereits wochenlang wegen Kniebeschwerden pausieren müssen.

Der Brasilianer Chris laboriert an einer hartnäckigen und langwierigen Sehnenreizung in der Fußsohle. Dem 29-jährigen Abwehrspieler bleibt damit das Verletzungspech treu. Bereits in der vergangenen Saison war Chris wegen eines Bandscheibenvorfalls mehrere Monate ausgefallen. Auch in dieser Runde hatte er wegen diverser Blessuren bislang nur neun Bundesligapartien absolvieren können.

Der rumänische Nationalspieler Cosmin Contra hat seinen Vertrag beim spanischen Erstligisten FC Getafe um ein Jahr bis 30. Juni 2009 verlängert. Am vergangenen Donnerstag war dem 32 Jahre alten Abwehrspieler in letzter Minute der 1:1-Ausgleich im Viertelfinal-Hinspiel des Uefa-Cups beim FC Bayern München geglückt.

wit/sid/dpa



© SPIEGEL ONLINE 2008
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.