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27. März 2009, 12:28 Uhr

Kurzpässe

Hoeneß attackiert Ribéry-Berater, Grafite will Wolfsburger bleiben

"Brutaler Kampf": Bayerns Manager Uli Hoeneß wirft den Beratern von Franck Ribéry vor, dessen frühzeitigen Abschied zu provozieren. Stürmer Grafite will seinen Vertrag in Wolfsburg erfüllen. Deutschlands Fußball-Frauen sind in der Weltrangliste nur noch Nummer drei.

Hamburg - Manager Uli Hoeneß von Bayern München hat den Beratern von Franck Ribéry vorgeworfen, einen vorzeitigen Abschied ihres Mandanten vom deutschen Fußball-Rekordmeister zu provozieren. "Berater verdienen generell nur an Transfers, nicht wenn ein Spieler jahrelang bei dem gleichen Verein bleibt", sagte Hoeneß in einem Interview mit der "Bild". Zudem geht er davon aus, dass es "ein brutaler Kampf" werde, den Franzosen zu halten.

Münchner Ribéry (l.): Mit aller Macht halten
AP

Münchner Ribéry (l.): Mit aller Macht halten

Hoeneß gab sich dennoch optimistisch, dass Ribéry seinen Vertrag bis 2011 erfüllt: "Er hat hier noch zwei Jahre ohne jede Klausel. Und er und seine Familie fühlen sich hier sehr wohl." Der Manager kündigte außerdem an, dass sich der FC Bayern nicht aus dem Konzept bringen lassen wolle: "Unser Ziel ist es, Franck mit aller Macht zu halten. Es werden Anfragen für ihn kommen. Deshalb wird die wichtigste Sache sein, dass wir nicht wackeln."

Der umworbene Torjäger Grafite will seinen Vertrag beim VfL Wolfsburg erfüllen. Nach übereinstimmenden Berichten Wolfsburger Zeitungen werde er "auf jeden Fall" bis zum Ende des laufenden Kontraktes im Juni 2011 bei dem Bundesligisten bleiben. Der 29-jährige Stürmer liegt zurzeit mit 18 Treffern gemeinsam mit dem verletzten Vedad Ibisevic (Hoffenheim) auf Platz eins der Torjäger-Liste.

Die Nachfrage nach Eintrittskarten für die Fußball-WM 2010 in Südafrika (11. Juni bis 11. Juli) kann nicht annähernd mit jener im Vorfeld der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland konkurrieren. Während damals in der ersten Verkaufphase (812.000 zur Verfügung stehende Tickets) über zehn Millionen Karten via Internet geordert wurden, ist das Interesse für die erste WM in Afrika bei weitem nicht so groß. Wie der Weltverband Fifa am Freitag mitteilte, gingen bislang für 743.000 Karten mehr als eine Million Ticketwünsche aus 160 Ländern weltweit ein.

Trotzdem kommentierte die Fifa die Zahlen sehr zufrieden. "Wir haben eine phänomenale Resonanz von Fußball-Fans von der ganzen Welt erhalten", sagte Fifa-Generalsekretär Jerome Valcke. Nicht eingerechnet wurden die Bestellungen aus Südafrika. Die erste Kartenverkaufsphase für die WM 2010 endet am kommenden Dienstag (31. März).

Erstmals seit 2003 sind Deutschlands Fußballerinnen auf Rang drei in Weltrangliste abgerutscht. Spitzenreiter bleibt Olympiasieger USA trotz der Final-Niederlage beim Algarve Cup gegen Schweden (3:4 i.E.) vor rund zwei Wochen. Neuer Ranglisten-Zweiter ist Vize-Weltmeister Brasilien.

mti/sid/dpa

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