Kurzpässe Hoeneß kritisiert Podolski, Owen wieder verletzt

"Noch nichts erreicht": Der Manager des FC Bayern fordert von einem Stürmer mehr Leistung. Ein englischer Nationalspieler fällt verletzt aus und fehlt den "Three Lions" in der EM-Qualifikation. In Spanien erhält ein Team einen Titel mit 70 Jahren Verspätung.

Hamburg - Manager Uli Hoeneß von Rekordmeister Bayern München hat Stürmer Lukas Podolski unmissverständlich klar gemacht, dass der Club von ihm eine Leistungssteigerung erwartet. "Er ist bald anderthalb Jahre hier. Im zweiten Jahr muss er kommen. Er muss etwas beweisen. Er hat nämlich noch nichts erreicht", sagte Hoeneß der "Süddeutschen Zeitung".

Podolski habe nach seiner schweren Knieverletzung "unglaublich und sehr professionell" gearbeitet, sagte Hoeneß: "Jetzt kommt die nächste Stufe, und die muss jetzt zünden. In den nächsten sechs bis acht Monaten, da muss sich zeigen, ob er das schafft oder nicht." Podolski müsse auf dem Platz "böse werden", forderte Hoeneß. "Lukas ist ein ganz smarter, lieber, netter Kerl. Da ist nichts Böses, nichts Schlechtes, nichts Hinterhältiges. Wenn er seine Einstellung nicht gravierend ändert, dann wird er es hier nicht schaffen. Die Früchte fallen ihm nicht vom Baum in den Mund, die muss man sich hart erarbeiten, auch mit Ellbogen", sagte er.

Michael Owen hat sich erneut verletzt und fällt für Englands entscheidende Qualifikationsspiele zur EM 2008 aus. Der 27-jährige Stürmer von Newcastle United laboriert an einer Leistenverletzung, die er sich am vergangenen Wochenende in der Premier League zugezogen hatte. Möglicherweise droht Owen sogar eine Operation.

Newcastles Coach Sam Allardyce bestätigte heute eine mindestens dreiwöchige Pause für den Angreifer. Sollte Owen operiert werden, würde er sogar zwei Monate aussetzen müssen. Damit fehlt er England auf jeden Fall in den beiden Qualifikationsspielen am 13. Oktober gegen Estland und am 17. Oktober gegen Russland. Owen hatte wegen eines Kreuzbandrisses nahezu die gesamte Saison 2006/2007 verpasst.

Der spanische Erstligist UD Levante kann sich nachträglich über den ersten Titel der Vereinsgeschichte freuen. Der Club aus der Primera División bekam durch spanischen Senat den Pokalsieg mit 70 Jahren Verspätung zugesprochen. Levante hatte das Pokal-Finale am 18. Juli 1937 gegen den FC Valencia mit 1:0 gewonnen. Bislang jedoch wurde der Verein nicht als Sieger akzeptiert, weil der Wettbewerb in den Wirren des Bürgerkriegs (1936 bis 1939) nicht ordnungsgemäß ausgetragen worden war.

Erik Gerets ist neuer Trainer des früheren französischen Serienmeisters Olympique Marseille. Der 53-jährige ehemalige Coach der Bundesligisten 1.FC Kaiserslautern und VfL Wolfsburg tritt die Nachfolge des gestern entlassenen Albert Emon an. "Als Marseille Interesse gezeigt hat, brauchte ich nicht lange zu überlegen. Marseille hat einen enormen Ruf, aber es gibt viel zu tun. Das mag ich. Ich liebe Herausforderungen", sagte Gerets. Olympique Marseille wurde als schärfster Konkurrent von Serienmeister Olympique Lyon gehandelt, belegt nach neun Spielen allerdings mit nur sieben Punkten lediglich den 16. Platz.

chp/dpa/sid

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