Kurzpässe Hoeneß ohne Hoffnung, Innenbanddehnung bei Wiese

Im Streit mit dem niederländischen Verband glaubt Bayern-Präsident Uli Hoeneß nicht an eine Einigung. Bremens Torhüter Tim Wiese hat eine Innenbanddehnung erlitten. Christian Pander soll nach 17-monatiger Verletzungspause wieder spielen.

Werder-Torwart Wiese: Fällt rund zehn Tage aus
dpa

Werder-Torwart Wiese: Fällt rund zehn Tage aus


Hamburg - Trotz anstehender Gespräche im Dauerstreit mit dem niederländischen Verband KNVB hat Präsident Uli Hoeneß vom Deutschen Rekordmeister Bayern München wenig Hoffnung auf ein positives Ergebnis. "Die derzeitigen Unterlagen lassen nicht gerade den Schluss zu, dass die Bereitschaft da ist", sagte Hoeneß der Münchner "tz". Die Niederländer hatten in einem Brief an die Bayern zuletzt nochmals deutlich gemacht, keinerlei Schuld an den Ausfällen der Nationalspieler Arjen Robben und Mark van Bommel zu haben. "Die Ebene, die den Brief geschrieben hat, gibt keinen Anlass, optimistisch zu sein", sagte Hoeneß, betonte aber, dass die Bayern-Führungsetage sich im Recht sehe und diese Haltung auch in den kommenden Gesprächen vertreten werde.

Werder Bremens Torhüter Tim Wiese hat im Champions-League-Spiel bei Twente Enscheide (1:1) eine Innenbanddehnung im rechten Knie erlitten. Das hat die ärztliche Untersuchung nach der Rückkehr in Bremen ergeben. "Unsere erste Vermutung hat sich bestätigt. Wir hoffen, dass es in den nächsten Tagen besser wird, so dass Tim vielleicht zehn Tage ausfällt", erklärte Werder-Trainer Thomas Schaaf. Allerdings müsse man mit der Prognose vorsichtig sein. Wiese wird wohl zumindest drei Partien ausfallen. Sebastian Mielitz soll ihn vertreten. "Er hat unser Vertrauen", sagte Schaaf.

Christian Pander vom FC Schalke 04 steht nach seiner langen Verletzungspause vor seinem Comeback. Der zweimalige Nationalspieler könnte bereits am Samstag im Spiel der Regionalligamannschaft der Königsblauen bei der zweiten Mannschaft von Borussia Dortmund zum Einsatz kommen. Sein letztes Bundesligaspiel absolvierte Pander vor 17 Monaten am 10. Mai 2009 bei der Schalker 0:1-Niederlage in Mönchengladbach, wo er nach einem Abriss im Narbengewebe seines mehrfach operierten linken Knies ausgewechselt werden musste. Danach warfen ihn ein Innenbandriss im selben Knie und muskuläre Probleme immer wieder zurück. Zuletzt pausierte der 27-Jährige wegen Rückenproblemen.

Der FSV Mainz 05 hat seinem Jungstar André Schürrle vor dem Spiel am Sonntag gegen seinen künftigen Arbeitgeber Bayer Leverkusen (17.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) ein Interview-Verbot auferlegt. "Es gibt ungefähr 634 Anfragen. Er soll sich nur auf das Spiel konzentrieren", sagte Mainz-Manager Christian Heidel dem "Kicker". Mit der ersten Saison-Niederlage des Tabellenzweiten am Samstag gegen den Hamburger SV (0:1) habe diese Maßnahme laut Heidel "aber nichts zu tun". Schürrle wechselt nach Ende der laufenden Saison für angeblich rund acht Millionen Euro nach Leverkusen.

Bayern Münchens Champions-League-Gegner AS Rom ist in Aufruhr. Nach der 1:3-Niederlage gegen den FC Basel am Dienstag droht dem italienischen Vizemeister das frühe Aus in der europäischen Königsklasse und damit ein sportliches sowie finanzielles Debakel. "Chaos in Rom", titelte die Sporttageszeitung "Tuttosport". Der zum Verkauf stehende Club würde bei einem Ausscheiden aus der Champions League acht Millionen Euro weniger einnehmen, rechnete die "Gazzetta dello Sport" vor. Club-Präsidentin Rosella Sensi habe der Mannschaft deshalb im Falle einer erneuten Niederlage in der Serie A am Wochenende gegen Parma ein Straftrainingslager angedroht. Auch Trainer Claudio Ranieri habe sie ein Ultimatum gestellt, obwohl sie sich öffentlich zum Coach bekannte.

Der FC St. Pauli hat den Vertrag mit Stürmer Marius Ebbers vorzeitig um ein Jahr bis 30. Juni 2012 plus einer Option für ein weiteres Jahr verlängert. Der neue Kontrakt gilt für die 1. und die 2. Bundesliga. "Marius ist enorm wichtig für unsere Mannschaft. Die frühzeitige Vertragsverlängerung ist ein gegenseitiger Vertrauensbeweis", sagte Trainer Holger Stanislawski.

Vor dem Europa-League-Spiel zwischen dem SSC Neapel und dem englischen Rekordmeister FC Liverpool am Donnerstag wurden sieben Anhänger der Engländer bei Attacken italienischer Hooligans verletzt. Mehrere Liverpool-Fans trugen Messerstiche davon, einer erlitt Kopfverletzungen. Die Verletzten befinden sich im Krankenhaus, Lebensgefahr soll bei keinem der Briten bestehen. Die Polizei nahm drei mutmaßliche Täter fest. Die Behörden in Neapel befanden sich bereits vor dem Vorfall in Alarmbereitschaft, da Hooligans am Wochenende in das San-Paolo-Stadion eingebrochen waren und dabei die Tore sowie den Platz beschädigt hatten.

mxr/dpa/sid

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