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26. Oktober 2006, 13:02 Uhr

Kurzpässe

Honduras will Maradona, Müller kritisiert Kuranyi

Ein argentinischer Weltmeister soll einen Posten als Nationaltrainer antreten. Auf Schalke wächst der Unmut über einen Stürmer. Der italienische Rekordmeister fuhr Verluste ein. Ein Nordire wird auf Banknoten verewigt.

Hamburg - Diego Armando Maradona soll neuer Nationaltrainer von Honduras werden. Der Weltmeister von 1986 weilte in den vergangenen beiden Tagen bei den Mittelamerikanern und traf sich mit den Verbandsvertretern. "Er hat seine Bereitschaft erklärt, Honduras zu trainieren. Er könnte unserem Fußball ein besseres Profil in der Welt verleihen", sagte Verbandsdirektor Rafael Callejas.

Weltmeister Maradona: Besseres Profil in der Welt verleihen
AFP

Weltmeister Maradona: Besseres Profil in der Welt verleihen

Bislang nahm Honduras nur einmal an einer Weltmeisterschaft teil, schied 1982 in Spanien jedoch in der Vorrunde aus. Letzter namhafter Nationaltrainer war Bora Milutinovic, der allerdings 2004 nach nur einem Jahr von seinem Posten zurücktrat. Er beklagte sich über die Kritik an seiner Arbeit und die Kommentare über sein angeblich zu hohes Gehalt.

Beim FC Schalke 04 wächst nach dem Pokal-Aus in Köln die Kritik an Nationalspieler Kevin Kuranyi. Dieser hatte sich nach seiner Auswechslung zur Halbzeit nicht auf die Bank gesetzt, sein Club brummte ihm deshalb eine Geldstrafe auf. "Kevin muss jetzt mehr tun. Er muss die gnadenlose Bereitschaft haben, sich rauszukämpfen", sagte Manager Andreas Müller heute im Interview mit dem "Kicker".

Allerdings nahm Müller den Stürmer auch in Schutz. "Kevin wird mir zu oft und oft auch ungerecht herausgepickt", sagte der Manager. Kuranyi flog nach einer schwachen Rückrunde der vergangenen Saison aus dem WM-Kader und läuft seitdem seiner Form hinterher. In dieser Saison kam der Angreifer bislang nur auf zwei Treffer.

Nach dem Zwangsabstieg in die Serie B hat Juventus Turin nun noch einen finanziellen Rückschlag zu verkraften. Laut eines Berichts der "Gazzetta dello Sport" weist die Bilanz bis zum 30. Juni einen Verlust von 36,5 Millionen Euro aus. In den vergangenen Jahren fuhr der italienische Rekordmeister meistens einen Gewinn ein. Dank der zahlreichen Spielerverkäufe und der damit verbundenen Gehaltseinsparungen sei die Zukunft des Clubs jedoch nicht gefährdet.

Das verstorbene nordirische Idol George Best wird künftig eine limitierte Auflage von Fünf-Pfund-Noten in Großbritannien zieren. Zwei Tage nach dem ersten Todestag des früheren Stürmers von Manchester United am 25. November bringt die nordirische Ulster Bank morgen eine Million der Scheine in Umlauf. Best ist darauf sowohl im nordirischen Nationaltrikot als auch im Trikot von Manchester United abgebildet. Das Geldinstitut will mit der Ausgabe der Banknoten das sportliche Leben von George Best würdigen.

Endgültig einen Schlussstrich unter das Kapitel Inka Grings hat Frauen-Bundesligist FCR Duisburg gezogen. "Eine Rückkehr von ihr in den Kader wird es auf keinen Fall geben", sagte Vorsitzender Ferdinand Seidelt. Die Nationalspielerin hatte vergangene Woche erklärt, nicht mehr unter Trainer Dieter Herhaus arbeiten zu wollen. In den vergangenen Tagen hatte sie sich dafür entschuldigt.

bri/sid/dpa

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