Kurzpässe Hopp gestoppt, Engelhardt mit Kreuzbandriss

Der SAP-Milliardär Dietmar Hopp will einen neuen Proficlub aus dem Boden stampfen. Er weiß aber nicht, wo er das Stadion bauen soll. Der Lauterer Marco Engelhardt bewies im "Abstiegsfinale" Nehmerqualitäten. Die Bundesliga wird bald einen Namenssponsor bekommen.


Hamburg - Die Pläne von Dietmar Hopp, einen Fußball-Bundesligisten im Rhein-Neckar-Raum zu etablieren, haben einen Rückschlag erlitten. Der SAP-Mitbegründer darf sein 40 Millionen Euro teures Stadion mit einer Kapazität von 30.000 Plätzen nicht wie geplant an der Autobahn A5 auf der Gemarkung der Gemeinde Eppelheim bauen. Der Gemeinderat der Kleinstadt in der Nachbarschaft Heidelbergs hat dem Vorhaben Hopps eine Absage erteilt. Der Baubeginn des Stadions sollte Anfang 2007 sein, damit die noch zu gründende Spielgemeinschaft FCH Heidelberg 06 ab der Saison 2008 in der neuen Arena um Punkte spielen kann. Nun muss sich Hopp, der den Heidelberger Club mit der Lizenz des Süd-Regionalligisten TSG Hoffenheim bis in die Bundesliga bringen will, nach einem neuen Standort umsehen.

Lauterer Engelhardt (in Wolfsburg): Pressschlag im Abstiegsfinale
REUTERS

Lauterer Engelhardt (in Wolfsburg): Pressschlag im Abstiegsfinale

Die Deutsche Fußball- Liga (DFL) steht kurz vor Abschluss mit einem Namenssponsor für die Bundesliga. Nach Informationen der Zeitschrift "Sponsors" verhandelt die DFL mit der Postbank. Das Unternehmen soll ab der Saison 2006/07 Liga-Namenssponsor werden. Gehandelt wird eine Summe von 30 bis 35 Millionen Euro pro Jahr. Die DFL wollte keinen Kommentar abgeben. Postbank-Sprecher Joachim Strunk sagte "Sponsors": "Es ist richtig, dass wir uns derzeit Gedanken machen, wie wir uns im Anschluss an unser Engagement als nationaler Förderer der Fußball-WM 2006 im Sponsoring ausrichten wollen. Es hat auch Gespräche mit der DFL bezüglich des Liga-Sponsorings gegeben. Dass wir kurz vor Vertragsabschluss mit der DFL stehen, stimmt allerdings nicht. Wir prüfen derzeit vielmehr weitere Optionen im Sport." Für die Postbank wirbt auch Franz Beckenbauer, Chef des Organisationskomitees der WM.

Marco Engelhardt von Bundesligaabsteiger 1. FC Kaiserslautern hat beim Saisonfinale gegen den VfL Wolfsburg am vergangenen Samstag einen Riss des vorderen Kreuzbandes im rechten Knie erlitten. Diese Diagnose ergab nun eine Kernspintomographie. Der 25-jährige Mittelfeldspieler, der in Wolfsburg neunzig Minuten durchspielte, zog sich die Verletzung offenbar bei einem Pressschlag zu. Nach dem 2:2 im sogenannten "Abstiegsfinale" muss Lautern den Gang in die zweite Liga antreten.

Fifa-Präsident Joseph Blatter hat sich drei Wochen vor Beginn der Weltmeisterschaft gegen den Vorwurf der immer stärker werdenden Vermarktung gewehrt. "Es kommt darauf an, was man dann mit dem Geld macht. 70 Prozent der Einnahmen gehen direkt wieder zurück an den Fußball", sagte er gestern in einem Gespräch mit Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble an der Universität Paderborn. Die Einnahmen kämen unter anderem Jugendwettbewerben oder Entwicklungsprogrammen zugute.

Bayer Leverkusen setzt weiter auf junge Spieler. Der Werksclub und der Schweizer U-21-Nationalspieler Pirmin Schwegler haben sich auf einen Vertrag bis 2010 geeinigt. Schwegler ist 19 Jahre alt, hatte zuletzt einen Kontrakt beim FC Luzern, war aber an Young Boys Bern ausgeliehen. Zuvor hatte Bayer den deutschen U-21-Auswahlspieler Stefan Kießling (1. FC Nürnberg) und den 22 Jahre alten Alexander Meyer vom MSV Duisburg verpflichtet.

guv/sge/dpa/sid



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