Kurzpässe HSV holt Rost, Beckenbauer wartet auf Geld

Der HSV hat einen neuen Torwart. Franz Beckenbauer schließt den Verkauf eines wichtigen Mittelfeldspielers nicht aus, und in Dubai kam ein Superstar nicht zu seiner eigenen Vorstellung.


Hamburg - Der Wechsel von Frank Rost vom FC Schalke 04 zum Hamburger SV ist perfekt. Die beiden Vereine konnten letzte Details zum Transfer des fünfmaligen Nationaltorhüters klären. Rost erhält bei den Hanseaten einen Vertrag bis 30. Juni 2009. " Ich freue mich auf die neue Herausforderung. Der HSV hat eine Mannschaft mit großem Potential", sagte der 33-Jährige, der heute Abend gemeinsam mit Sportchef Dietmar Beiersdorfer der Hamburger Mannschaft ins Trainingslager nach Dubai folgt.

Visionär Beckenbauer: "Auf dem Transfermarkt einiges anstellen"
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Visionär Beckenbauer: "Auf dem Transfermarkt einiges anstellen"

In München redet Franz Beckenbauer wieder einmal gegen die angesagte Richtung der restlichen Vereinsführung und schließt einen Verkauf von Mittelfeldspieler Owen Hargreaves nicht aus. "Sollte dieses angebliche 30-Millionen-Angebot von Manchester United tatsächlich auf den Tisch kommen, muss man mal nachdenken. Für diese Summe lässt sich auf dem Transfermarkt einiges anstellen", sagte Beckenbauer in seiner "Bild"-Kolumne.

Damit liegt er nicht auf der Linie des Bayern-Vorstandes. "Wir haben unsere Meinung ganz klar artikuliert: Owen ist im Moment unverkäuflich. Deswegen gibt es da keine Diskussionen", erklärte Manager Uli Hoeneß zum Auftakt des Trainingslagers der Münchner in Dubai. Dem deutschen Meister liege im übrigen "kein offizielles Angebot" des Tabellenführers der englischen Premier League vor, ergänzte der Manager.

In Dubai wurde ein spektakulärer Transfercoup um Luis Figo zur Lachnummer, der den Präsidenten Mansur al-Balawi des saudischen Fußball-Clubs Al Ittihad in eine große Peinlichkeit gestürzt hat. Der Club-Boss hatte die saudischen Medien extra zur Vertragsunterschrift des früheren Weltfußballers einfliegen lassen, doch der Portugiese kam überhaupt nicht. Am Ende saßen Balawi, dessen Generalsekretär Rafat Turki und Figos syrische Managerin Mariam Abu Khadour alleine mit den Journalisten im 13. Stock des noblen Emirate Tower Hotels.

Wenige Stunden zuvor hatte Figos Club Inter Mailand das Transfertheater beendet und dem Superstar die Freigabe verweigert. Dabei hatte Balawi den Transfer des 34-jährigen zum zweimaligen Sieger der asiatischen Champions League bereits auf der Internetseite des Vereins als sicher vermeldet. Balawi hatte offenbar mit Abu Khadour eine Einigung erzielt, im Gespräch war ein Jahresgehalt von bis zu sechs Millionen US-Dollar. Was fehlte, war das Einverständnis der Italiener. Wie Inter mitteilte, habe es überhaupt keine Verhandlungen gegeben.

fpf/sid/dpa

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