Kurzpässe Casillas schwört Treue, Criscito darf hoffen  

Einmal Real, immer Real - das gilt zumindest für Iker Casillas. Der Torhüter will seine Karriere in Madrid beenden. Beim großen Rivalen Barcelona fällt Andres Iniesta zwei Wochen lang aus. Im italienischen Wettskandal soll das Verfahren gegen Domenico Criscito eingestellt werden

Real-Keeper Casillas, Verteidiger Pepe: Torhüter will mit 39 Jahren Karriere beenden
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Real-Keeper Casillas, Verteidiger Pepe: Torhüter will mit 39 Jahren Karriere beenden


Hamburg - Iker Casillas hat einen Traum: "Hoffentlich kann ich ihn wahr machen und bei dem Verein meine Laufbahn beenden, bei dem ich das Privileg hatte, im Alter von Neun anzufangen", sagte der spanische Nationaltorhüter auf den Tag genau 13 Jahre nach seinem Debüt für Real Madrid in der Primera Division. Casillas hatte am 12. September 1999 erstmals in einem Erstligaspiel im Tor der Madrilenen gestanden, seine Abschiedsvorstellung will der 31-Jährige 2020 geben. "Ich habe einen Vertrag, bis ich 36 bin. Mein Traum ist es, mit 39 Schluss zu machen", sagte Casillas in einem Interview auf der Homepage des Vereins. Der Kapitän der spanischen Nationalmannschaft hat in der Primera Division 404 Spiele für Madrid absolviert. Casillas wurde mit Real fünfmal Meister, einmal Pokalsieger und gewann zweimal die Champions League.

Beim großen Real-Rivalen FC Barcelona fällt ein wichtiger Spieler länger aus. Europas Fußballer des Jahres, Andres Iniesta, ist mit einer Adduktorenzerrung von der Länderspielreise der Spanien (1:0 gegen Georgien) zurückgekehrt und wird seinem Club rund zwei Wochen fehlen. Zum Clásico gegen den Real Madrid am 7. Oktober soll der 28-Jährige allerdings wieder fit sein. Vor dem Auswärtsspiel am Samstag beim FC Getafe bangt Barça außerdem um den Einsatz eines weiteren spanischen Nationalspielers. Neuzugang Jordi Alba leidet unter einer Grippe. Am Freitag soll nach einer weiteren Untersuchung über einen Einsatz des 23-Jährigen am Wochenende entschieden werden.

Der frühere Dortmunder Shinji Kagawa hat nach seiner Rückenverletzung angekündigt, künftig besser auf sich achten zu wollen. Die Blessur, die einen Einsatz des japanischen Offensispielers von Manchester United im WM-Qualifikationsspiel gegen den Irak (1:0) verhindert hatte, sei wohl auf "Reisestress und Müdigkeit" zurückzuführen. "Das war mir eine gute Lehre", sagte Kagawa vor seinem Rückflug von Tokio nach England. Seit seinem Wechsel vom BVB in die Premier League habe er festgestellt, dass er mehr an seiner Fitness arbeiten müsse. Wie lange der 23-Jährige ausfällt, ist ungewiss. Die Rückvenverletzung sei "keine ernste" Sache, sagte Kagawa: "Ich denke, dass ich bald zurück bin. Es kommen harte Spiele, und ich werde um meinen Platz im Team kämpfen müssen. Dafür will ich in Top-Verfassung sein."

Im italienischen Wettskandal soll das Verfahren gegen Domenico Criscito eingestellt werden. Gegen den 25-jährigen italienischen Abwehrspieler von Zenit St. Petersburg waren vor der Europameisterschaft Ermittlungenim Rahmen des Wettskandal eingeleitet worden. Criscito stand unter Verdacht des Sportbetrugs und flog aus dem EM-Kader der Italiener. Nun beantragte die Staatsanwaltschaft in Genua nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung", das Verfahren gegen ihn einzustellen. Dem ehemaligen CFC-Genua-Spieler und drei seiner ehemaligen Kollegen könne nicht nachgewiesen werden, dass sie das Derby gegen Sampdoria am 8. Mai 2011 hätten manipulieren wollen, erkannte der Ankläger.

Dennis Aogo wird dem Hamburger SV in den nächsten zwei Wochen nicht zur Verfügung stehen. Der Linksverteidiger habe eine Grippe verschleppt, so der Verein. Dies führte in den vergangenen Tagen, in denen Aogo bereits beim Training fehlte, zu körperlichen Ermüdungserscheinungen. Die Blutwerte hätten die Diagnose bestätigt. In den kommenden Tagen werde Aogo komplett körperlich regenerieren müssen, ehe er wieder ins Mannschaftstraining einsteigen dürfe, hieß es. Für das Bundesligaspiel bei Eintracht Frankfurt und auch für das Heimspiel gegen Borussia Dortmund (beide Spiele im Liveticker bei SPIEGEL ONLINE) wird Aogo deshalb voraussichtlich nicht zur Verfügung stehen.

luk/dpa/sid

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