Kurzpässe Inter verlängert mit Sneijder, Fifa ermittelt gegen WM-Kandidaten-Duo

Wesley Sneijder hat seinen Vertrag bei Inter Mailand verlängert. Die Fifa hat ein Ermittlungsverfahren gegen Spanien und Portugal eingeleitet. Der 1. FC Kaiserslautern wird zu Ehren Fritz Walters ohne Trikotwerbung auflaufen. Fans von Feyenoord Rotterdam helfen dem Club mit Millionen.

Inter-Star Sneijder: Vertrag bis 2015 verlängert
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Inter-Star Sneijder: Vertrag bis 2015 verlängert


Hamburg - Der niederländische Nationalspieler Wesley Sneijder hat seinen Vertrag beim italienischen Meister Inter Mailand vorzeitig um zwei Jahre bis 2015 verlängert. Sneijder, der in diesem Jahr mit seinem Land Vize-Weltmeister wurde, war 2009 von Real Madrid nach Mailand gewechselt und hatte vor der WM unter Trainer José Mourinho mit Inter das Triple aus Champions League, Meisterschaft und Pokal gewonnen.

Der Weltverband Fifa hat in Bezug auf die Bewerbung für die Weltmeisterschaft 2018 ein Ermittlungsverfahren gegen das Kandidaten-Duo Spanien und Portugal eingeleitet. Hintergrund sollen Stimmabsprachen mit dem Emirat Katar sein, das sich für die WM 2022 bewirbt. Die Fifa hat die beiden Bewerber um Aufklärung gebeten. "Wir haben auf eine entsprechende Anfrage der Fifa geantwortet und unsere größtmögliche Zusammenarbeit angeboten", sagte Miguel Angel Lopez, Generaldirektor der spanisch-portugiesischen WM-Kandidatur. "Wir gehen davon aus, dass sich die Sache damit erledigt hat, denn wir haben nichts Verbotenes getan. Wir haben mit keinem WM-Bewerber irgendwelche Absprachen getroffen."

Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft hat das vorletzte Länderspiel des Jahres gewonnen. Das Team von Bundestrainerin Silvia Neid besiegte am Donnerstag in Wolfsburg den WM-Teilnehmer und Asienmeister Australien 2:1 (1:1). Vor 7229 Zuschauern in der Volkswagen-Arena, die im kommenden Jahr bei der Heim-WM ein Austragungsort ist, gingen die Gäste durch Samantha Kerr (28. Minute) in Führung. Die Duisburgerin Inka Grings glich in der 36. Minute für den Welt- und Europameister aus. In der zweiten Halbzeit machte die Wolfsburgerin Martina Müller (71.) den Sieg perfekt.

Die "Freunde von Feyenoord" helfen dem finanziell und sportlich angeschlagenen niederländischen Traditionsclub Feyenoord Rotterdam mit einer Geldspritze in Höhe von 17 Millionen Euro. Feyenoord hat einen Schuldenberg von 43 Millionen Euro und steht unter der Finanzaufsicht des niederländischen Verbandes KNVB. Fünf Tage nach der 0:10-Rekordniederlage des 14-maligen niederländischen Meisters gegen den Tabellenführer PSV Eindhoven stellte der Rotterdamer Unternehmer Pim Blokland als Sprecher der "Freunde von Rotterdam" auf einer Pressekonferenz ein Rettungskonzept vor.

"Insgesamt wollen wir mindestens 30 Millionen Euro in den Klub investieren", sagte Blokland. Feyenoord-Direktor Eric Gudde bestätigte, dass die Schuldentilgung oberste Priorität habe. "Wir wollen selbstständig und nicht unter der KNVB-Finanzaufsicht entscheiden können", sagte er. Als Gegenleistung für die großzügige Finanzspritze erhalten die "Freunde von Feyenoord" ab Februar 2011 zwei Sitze im Aufsichtsrat und 49 Prozent der Klubanteile.

Erstmals seit mehr als drei Jahrzehnten wird der 1. FC Kaiserslautern in einem Bundesliga-Spiel ohne Trikotwerbung auflaufen. Einen Tag vor dem 90. Geburtstag des 2002 gestorbenen Idols Fritz Walter spielen die "Roten Teufel" am Samstag gegen Borussia Mönchengladbach (15.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) in einem Sondertrikot. Auf der Spielkleidung wird Walters Konterfei und ein Zitat des WM-Kapitäns von 1954 zu sehen sein.

Stürmer Vedad Ibisevic von 1899 Hoffenheim ist nach seiner Schiedsrichter-Beleidigung für drei DFB-Pokal-Spiele gesperrt worden. Dies gab der Verein am Donnerstag nach einer Entscheidung des DFB-Sportgerichts bekannt. Ibisevic hatte beim 1:0-Zweitrundensieg gegen den FC Ingolstadt am Mittwoch in der 39. Minute von Schiedsrichter Schiedsrichter Tobias Stieler die Rote Karte gesehen.

Alexander Meier wird Eintracht Frankfurter in den kommenden drei bis vier Wochen fehlen. Der Mittelfeldspieler zog sich beim 5:2-Sieg im Pokal gegen den Hamburger SV einen Muskelfaserriss im linken Oberschenkel zu. Meier war gegen den HSV bereits in der zehnten Minute ausgewechselt worden.

mxr/ham/dpa/sid

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