Kurzpässe Jol lockt van der Vaart, Bayern bangt um Toni

Bayern-Stürmer Luca Toni droht für das Spiel gegen den 1. FC Köln auszufallen. HSV-Trainer Martin Jol würde eine Rückkehr Rafael van der Vaarts an die Elbe begrüßen. Vor dem Spiel Ajax Amsterdam gegen Feyenoord Rotterdam gab es Randale. Guus Hiddink will Harley fahren.


Hamburg - Trainer Martin Jol vom Hamburger SV verfolgt mit Bedauern und Interesse die missliche Situation des früheren HSV- Kapitäns Rafael van der Vaart bei Real Madrid. Sein niederländischer Landsmann, der beim spanischen Meister keinen Stammplatz hat, tue ihm "wirklich leid", sagte Jol in einem Interview der "Welt am Sonntag".

Bayern-Stürmer Toni, Trainer Klinsmann: Kürzertreten im Training
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Bayern-Stürmer Toni, Trainer Klinsmann: Kürzertreten im Training

Zugleich erklärte der 53-Jährige, dass der Hamburger Bundesligist einer Rückkehr seines früheren Regisseurs wohlwollend gegenüberstünde. "Wenn Rafael die Entscheidung für sich trifft, Real Madrid wieder zu verlassen und nach Deutschland zurückzukehren, dann kann es für ihn nur einen Verein geben - und das ist der HSV."

Der FC Bayern München muss vor dem Heimspiel am Samstag gegen den 1. FC Köln (15.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) um den Einsatz seines Torjägers Luca Toni bangen. Der italienische Weltmeister leide an einer Achillessehnenreizung im rechten Bein und müsse deshalb in den kommenden Tagen im Training kürzertreten, berichtete der Verein am Sonntag auf seiner Homepage. "Er hatte schon die ganze Woche eine Achillessehnenreizung mit sich rumgeschleppt", erklärte Trainer Jürgen Klinsmann. Bei der 1:2-Niederlage am Samstag bei Hertha BSC war Toni bereits in der ersten Hälfte ausgewechselt worden.

Profi Sebastian Freis vom Karlsruher SC wechselt zum Konkurrenten 1. FC Köln. Der 23 Jahre alte Angreifer wird einen Dreijahres-Vertrag ab der Saison 2009/2010 erhalten, teilten die Kölner am Sonntag und damit einen Tag nach dem 0:0 gegen den KSC, mit. Freis kommt ablösefrei zum 1. FC Köln.

Theo Zwanziger schließt wegen des Aufstandes der Amateurvereine gegen den neuen Bundesliga-Spielplan Entschädigungen in besonders betroffenen Regionen nicht aus. "Das müssen wir prüfen", erklärte der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am Sonntag in Hannover. Zwanziger äußerte Verständnis für die kleinen Clubs, die wegen des neu eingeführten Bundesligaspiels am Sonntag um 15.30 Uhr einen Zuschauerschwund befürchten.

Einen Boykott der Amateurspiele, wie er im Ruhrgebiet diskutiert wird, hält Zwanziger nicht für den richtigen Weg: "Mit einem Streik gehen die Vereine ein Risiko ein. Man weiß nicht, wie die Landesverbände reagieren." Zwanziger räumte bei der Podiumsdiskussion mit Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) einen "Nachholbedarf" bei der Kommunikation des umstrittenen Themas ein.

Guus Hiddink, Trainer der russischen Nationalmannschaft und Teammanager des englischen Top-Clubs FC Chelsea, will seine Karriere nach der WM 2010 in Südafrika beenden. Im Interview mit dem "Sunday Mirror" kündigte der 62 Jahre alte Niederländer an, sich danach anderen Aufgaben widmen zu wollen. Er wolle sein karitatives Engagement für die notleidende Bevölkerung in Tansania verstärken, als Botschafter eines amerikanischen Sportartikel-Herstellers arbeiten und "auf meiner Harley Davidson herumfahren", sagte Hiddink. Ob er wie angedacht nur bis zum Saisonende als Teammanager des FC Chelsea arbeiten wird, ließ er offen. "Man weiß ja nie. Es gibt mehrere Szenarien. Entweder ich gehe einfach zurück, oder ich mache meine Sache gut, und wir werden dann sehen", sagte Hiddink.

22 Randalierer wurden von der Polizei vor dem Duell der Erzrivalen in der niederländischen Ehrendivision zwischen Ajax Amsterdam und Feyenoord Rotterdam festgenommen. Die Rowdys hatten Anhänger des Gästeteams außerhalb der AmsterdamArena mit Flaschen beworfen.

mig/dpa/sid



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