Kurzpässe Juve patzt, Farbbeutelanschlag in Rostock

Juventus Turin hat seinen letzten Test vor dem Saisonstart verloren. Ein Bayern-Stürmer war nicht spielberechtigt, sein Pass gefälscht. Ein Erstligist hat eine neue Tribüne. Rund 30 Vermummte haben das Stadion des FC Hansa Rostock mit Farbbeuteln beworfen.


Hamburg - Der eingesetzte Sicherheitsdienst konnte den Anschlag in der vergangenen Nacht nicht verhindern. Ziel der Angriffe ist nach Angaben des Rostocker Veranstaltungsleiters Rainer Friedrich das neue Logo der Arena gewesen. Seit dieser Saison trägt das Ostseestadion den Namen DKB-Arena. Der Club hatte die Namensrechte für zehn Jahre an die gleichnamige Bank verkauft. Dagegen hatte sich massiver Widerstand in der Rostocker Fan-Szene formiert, auf Internetseiten wurden Unterschriften für den Erhalt des früheren Namens gesammelt.

Der italienische Rekordmeister Juventus Turin hat die Generalprobe für die am kommenden Wochenende beginnende Serie-A-Saison verpatzt. Der Aufsteiger unterlag bei Champions-League-Sieger AC Mailand im Spiel um die Berlusconi-Trophäe 0:2 (0:1). Filippo Inzaghi (43. und 46. Minute) schoss beide Tore für Milan. Für die Mannschaften war es der letzte Test vor dem Start in die neue Spielzeit.

Juves Nedved (r.): Niederlage gegen Milan
AP

Juves Nedved (r.): Niederlage gegen Milan

Der FC Bayern München hat sich von seinem Regionalliga-Spieler Louis Ngwat-Mahop getrennt und beim DFB Selbstanzeige erstattet. Das berichtet der "kicker". Der französische Pass des 19-jährigen Kameruners soll gefälscht gewesen sein. Ohne diesen hätte er jedoch weder eine Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland noch eine Spielgenehmigung für die Regionalliga bekommen dürfen.

Ngwat-Mahop war im August 2006 zu den Bayern gewechselt. Verantwortlich für den gefälschten Pass soll angeblich sein Berater sein. Zu möglichen Strafen für Spieler oder Verein ist noch nichts bekannt geworden. Der österreichische Meister RB Salzburg soll unterdessen Interesse an einer Verpflichtung des Angreifers haben.

Energie Cottbus spielt beim Heimauftakt gegen den VfL Bochum morgen (17 Uhr, Live-Ticker SPIEGEL ONLINE) erstmals vor der neuen Nordtribüne. Die in nur zwei Monaten errichtete, 8000 Fans fassende "Nordwand" soll den Gegnern im Stadion der Freundschaft wieder mehr Furcht einflößen. Das Stadion ist mit 22.746 Plätzen nun nicht mehr das kleinste der Bundesliga. Es hat die 22.500 Fans fassende BayArena in Leverkusen überflügelt.

Zudem soll Zugang Stanislaw Angelow sein Bundesliga-Debüt feiern. "Er ist ein Spieler besonderer Qualität. Ich glaube fast, er kann alles außer Torhüter spielen", sagt Energie-Coach Petrik Sander. Der 29-jährige Angelow darf nach Ende des Transfer-Streits mit seinem Ex-Club Lewski Sofia erstmals für Energie auflaufen.

Brasiliens Fußballverband (CBF), einziger Bewerber für die Weltmeisterschaft 2014, hat die Organisatoren in den potentiellen Spielorten unter Druck gesetzt. CBF-Präsident Ricardo Teixeira sagte, dass der Verband die grundlegende Arbeit getan habe. Und nun liege es an den 18 Städten, der Fifa zu beweisen, dass sie der passende Ausrichter für WM-Spiele sind.

Nach dem Rotationsprinzip würde die WM 2014 in dem südamerikanischen Staat ausgespielt. Dennoch hatte die Fifa immer wieder erklärt, das Turnier an ein anderes Land zu vergeben, wenn Brasiliens Bewerbung unzureichend sei. Eine von Texeira angeführte CBF-Delegation hatte dem Weltverband Ende Juli ein 900 Seiten starkes Dossier überreicht. Die endgültige Entscheidung fällt am 30. Oktober.

Aus Sicherheitsgründen und Solidarität zu den Erdbebenopfern hat der peruanische Ligaverband den Spielbetrieb vorläufig ausgesetzt. "Wir schließen uns dem Schmerz des peruanischen Volkes an", hieß es in einer Mitteilung des Verbandes. Bei dem Beben am vergangenen Mittwoch sind mehr als 500 Menschen gestorben und vermutlich rund 200.000 obdachlos geworden.

wit/sid/dpa



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